Haie verabschieden sich

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
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Der Flügelschlag eines Schmetterlings kann irgendwo in der Ferne einen

Orkan auslösen. Ein derartiger „Butterfly-Effekt“ hat möglicherweise

dazu geführt, dass die Kölner Haie bereits im Halbfinale der Deutschen

Eishockey Liga (DEL) auf den Top- Favoriten Mannheimer Adler trafen und

glatt in drei Spielen ausschieden. Denn hätte Hannover im Viertelfinale

nicht zweimal in der Verlängerung gegen Nürnberg verloren, wäre es im

Halbfinale zum Klassiker Köln-Düsseldorf gekommen, mit guten Chancen

für die Haie. Und dann wäre es mit derselben Mannschaft und demselben

Trainer vielleicht ein Triumphzug geworden. Doch im Sport gibt es keine

Konjunktive, nur Tatsachen. Tatsächlich mussten sich die Kölner Haie

bereits am Donnerstag Abend im Rahmen einer Feier von ihren Fans

verabschieden und gehen in die Sommerpause.

Für die Kölner

Haie war es insgesamt eine erfolgreiche Saison. Man sicherte sich durch

einen neuen, besseren Nutzungsvertrag mit der Kölnarena das

wirtschaftliche Überleben für die kommenden fünf Jahre, in der DEL ist

dies wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Man gewann die

Meisterschaft im Nachwuchsbereich und schuf damit eine gute Basis für

die Zukunft. Das Profiteam erreichte das Pokalfinale, qualifizierte sich wie in jedem Jahr sicher

für die Play-offs und kam wie im Vorjahr bis ins Halbfinale. Zufrieden

darf man dennoch nicht sein. „Wir wollen jetzt den Kader so verändern,

das wir zu Mannheim aufschließen“, sagte Trainer Doug Mason. In den

kommenden Wochen sollen die Weichen für die nächste Saison gestellt

werden.

Die

Abgänge von Tino Boos (nach Hannover) und Lasse Kopitz ( nach

Frankfurt) stehen bereits seit Monaten fest, Henry Martens geht, auch die beiden Torhüter

Adam Hauser und Oliver Jonas werden den Verein definitiv verlassen.

Noch nicht sicher ist man sich bei Jason Marshall, Aaron Gavey, Bill

Lindsay, Ralph Intranuovo, Mats Schöbel und Sean Tallaire. „Wir werden mit diesen

Spielern in der kommenden Woche Gespräche führen und dann entscheiden“,

erklärte KEC-Manager Rodion Pauels.

Als

Neuzugänge sind Marcel Müller (Berlin) und Alexej Dmitriev (Iserlohn)

im Gespräch. Da Pauels vor einigen Wochen in Schweden Spieler

beobachtete, spekuliert man mit weiteren Skandinaviern im Kölner Team,

doch gute Spieler aus dem Land des Weltmeisters und Olympiasiegers sind

für einen DEL-Klub nur schwer finanzierbar.

Die Basis des

aktuellen Teams bleibt den Haien erhalten: Trainer Doug Mason hat einen

Vertrag bis 2009, alle Leistungsträger (Dave McLlwain, Ivan Ciernik,

Daniel Rudslätt, Mirko Lüdemann, Stéphane Julien, Mats Trygg, Andreas

Renz, Sebastian Furchner, Bryan Adams, Moritz Müller, Kai Hospelt)

stehen ebenfalls noch unter Vertrag.

Während die Kölner

Nationalspieler noch sechs Wochen lang auf dem Eis stehen werden,

bastelte die Geschäftsstelle bereits an der Vorbereitung auf die

kommende Saison. Im August werden die Kölner an Turnieren in

Bremerhaven und Nyköping (Südschweden) teilnehmen, dazu unter anderem

in Duisburg und Mannheim zu Testspielen antreten. Es wird in der

Vorbereitungsphase keine Heimspiele geben.

Alexander Brandt


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