Haie: Tempo und Aggressivität

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
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„Hinter den Favoriten Mannheim, Düsseldorf und Berlin fühlen wir uns

wohl“. Rodion Pauels, Manager der Kölner Haie in der Deutschen

Eishockey Liga (DEL) schätzte zu Beginn der Vorbereitung auf die

bevorstehende Eishockey-Saison die Saisonziele des neuen Kölner Teams

vorsichtig ein. Zu den Titelfavoriten zählt man sich einerseits nicht,

andererseits möchte man aber auch nicht schlechter abschneiden als in

der vergangenen Spielzeit, als man im Halbfinale denkbar knapp am

rheinischen Rivalen aus Düsseldorf scheiterte. Kölns neuer Trainer Doug

Mason traut seinem neuen Team indes einiges zu: „Nach drei

Trainingseinheiten bin ich schon vom Talent dieser Mannschaft

begeistert, die Spieler sind alle topfit aus dem Sommertraining zurück

gekehrt und gehen von Anfang an ein sehr hohes Tempo.“



Dies wird auch nötig sein, denn nach vier Jahren eher defensiv

ausgerichteter Taktik unter Hans Zach wollen die Haie nun angreifen.

„Wir wollen in jeder Situation aggressiv spielen“, sagte Mason. „Ob auf

die Scheibe oder auf den Gegner, in jedem Fall aggressiv.“ Zwei Monate

gibt Mason seiner Mannschaft, um sich auf das neue System einzuspielen.

„Die Vorbereitungsspiele sind sehr interessant für mich, da sehe ich,

ob die Spieler das umsetzen, was wir besprochen haben. Die reinen

Ergebnisse sind dann noch nicht so wichtig.“



Bis zum Start der neuen Saison am 7. September wird vor allem

hart trainiert. „Wir machen jeden Tag zweimal Theorie und zweimal

Eistraining. Die in der Theorie jeweils besprochenen Spielzüge werden

direkt danach auf dem Eis umgesetzt.“



Während der Job für Trainer und Spieler jetzt erst beginnt,

hat Rodion Pauels seine Aufgaben fast vollständig erledigt, lediglich

eine Position im Angriff ist noch offen. „Wir stehen mit drei

Kandidaten in Verhandlungen, die alle noch auf einen Vertrag in

Nordamerika hoffen. Wir können jetzt mit einem vollen Kader in die

Saisonvorbereitung starten und stehen daher nicht unter Zeitdruck.

Dennoch würden wir den letzten Stürmer gerne bald verpflichten, damit

er sich mit dem Team auf die Saison vorbereiten kann.“ Der letzte

Neuzugang wird aus einem nordamerikanischen Team kommen und nicht etwa

aus dem Kader eines anderen DEL-Klubs stammen.



Wer die Mannschaft auf dem Eis führen soll, ist ebenfalls noch

offen. „Ich will mir die Spieler zwei bis drei Wochen ansehen und

entscheide dann, wer Kapitän wird“, sagte Doug Mason, nach dem Wechsel

des ehemaligen Spielführers Brad Schlegel zu den Hannover Scorpions ist

diese Stelle noch vakant.

AB