Haie mit guter Leistung aber ohne Durchschlagskraft

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Die Kölner Haie sitzen nach der 2:3 (1:3; 0:0; 1:0)-Niederlage gegen die Thomas Sabo Ice Tigers weiter auf dem letzten Tabellenplatz der DEL fest. Die Gastgeber legten über weite Strecken des Spiels eine Motivation an den Tag, die nicht nach der Verzweiflung des Tabellenletzten aussah, sondern eher auf konzentriertes Arbeiten im Training schließen ließ. Dennoch gingen die Domstädter als Verlierer vom Eis und die – trotz Sonderpreisen – nur 6933 Zuschauer wurden Zeugen davon, wie Effektivität über Einsatz siegen kann.

Die Haie hatten im ersten Drittel eindeutig die besseren Torchancen, die Ice Tigers spielten aber einfach wesentlich effektiver. Das 1:0 durch Sixsmith nach knapp vier Minuten, glich Bayda in der 8. Minute in Überzahl aus. Köln steckte aber nicht auf und kam durch Ciernik und Jaspers zu Großchancen. Die Tore aber schoss Nürnberg: In der 19. Minute verzögerte Barta erst mit aller Ruhe vor Haie-Torwart Dubielewicz, der dann beim Schuss keine Chance mehr hatte, und als Nürnberg wieder vors Tor kam, war es noch in der gleichen Minute erneut Bayda, der die Führung der Gäste auf 3:1 ausbaute.

Nach der Pause kamen die Haie motiviert aus der Kabine, einzig die Durchschlagskraft fehlte weiterhin. In der 29. Minute traf Jaspers beim Versuch eines Tip-Ins nur den Pfosten und scheiterte auch später ebenso an Ehelechner im Tor der Nürnberger, wie Urquhart, Ciernik und Åkerman. Die Ice Tigers erarbeiteten sich inzwischen auch selbst einige sehenswerte Möglichkeiten, konnten aber kein weiteres Kapital daraus schlagen.

Im letzen Abschnitt gelang Gogulla in der 49. Spielminute der verdiente Anschlusstreffer für die Kölner. Nürnberg zog aber kurzerhand das Tempo noch einmal an und hatte in der 51. Minute Pech, dass Bartas Bauerntrick doch nur am Torwartschoner endete. In den letzten zehn Spielminuten gönnten sich beide Mannschaften schließlich nichts mehr: Die Haie witterten die Chance auf den Ausgleich, doch die Nürnberger gaben die drei Punkte nicht mehr aus der Hand geben.

Um die rote Laterne abzugeben, bedarf es schlichtweg mehr Effektivität im Abschluss. Aber die Haie waren heute auf einem weitaus besseren Weg weg vom letzten Tabellenplatz als noch vor einer Woche. Wichtig außerdem: Die Fans auf den Rängen wussten die Leistung ihrer Mannschaft zu schätzen und honorierten den Einsatz mit guter Stimmung und fairem Applaus nach Ende der Partie.

Stimmen zum Spiel:

Andreas Brockmann, Trainer Thomas Sabo Ice Tigers:

“Ich bin natürlich sehr zufrieden mit dem Spiel und der Mannschaft. Wir haben sehr gut angefangen, obwohl wir das 1:0 bekommen haben. Das 3:1 war dann sehr sehr wichtig. Ich denke, wir haben es im zweiten Drittel verpasst das 4:1 zu schießen. Wir hatten Köln gut im Griff und hatten selbst auch die ein oder andere Chance. Auch Köln hatte sehr gute Chancen, aber Patrick war immer da. Am Ende ist es noch mal eng geworden, aber im Großen Ganzen geht der Sieg in Ordnung.“

Bill Stewart, Trainer Kölner Haie:
Ich denke beide Mannschaften haben heute sehr sehr hart gekämpft. Der beste Spieler auf dem Eis war für mich Patrick Ehelechner: Er hatte fünf, sechs Super-Saves. Damit hat er meiner Meinung nach das Spiel entschieden.“

Philip Gogulla:

„Ich denke wir waren die letzten vierzig Minuten spielbestimmend. Wir haben leider im ersten Drittel zwei Konter zugelassen und nach einem 1:3 ist es natürlich schwierig zurück zu kommen. Wir haben aber ein gutes Spiel gezeigt und wenn wir am Freitag gegen Hamburg genauso auftreten, denke ich, haben wir die Chance, das Spiel zu gewinnen.“

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