Haie-Kids schlugen sich wacker in Lugano

Lesedauer: ca. 1 Minute

Foto von Torsten Ankert: Sport-Press 

Kennen Sie DEL-Spieler namens Daniel Hatterscheid, Henry Martens oder Torsten Ankert? Nein? Die spielen für die Köner Haie, sind noch Teenager und haben gerade beim international stark besetzten Turnier in Lugano viel Eindruck hinterlassen.

Obwohl sich die Bilanz der Haie unterm Strich nüchtern las (ein Sieg, drei Niederlagen), waren die Kölner nur um wenige Zentimeter am Finale des Turniers vorbei geschlittert. Im Halbfinale hatte man mit nur vier Ausländern im Kader (Roy, Adduono, Julien und Ciernik) dem Gastgeberteam HC Lugano ein 3:3 nach Verlängerung abgetrotzt. Im fälligen Penaltyschiessen stand es nach fünf Runden unentschieden, dann verschoss Hentunen für Lugano und Tino Boos trat zum zweiten Mal an, beim ersten Versuch hatte er getroffen. Boos umkurvte Luganos Torhüter und musste "nur" noch ins leere Tor einschieben, um die Haie ins Finale zu bringen. Doch der Puck rutschte am Tor vorbei, später unterlagen die Haie mit dem zwanzigsten Penalty des Abends.  

Natürlich war die Enttäuschung groß, die Probleme mit dem noch zu kleinen Kader offensichtlich (Zach: "Kein Team hat weniger Spieler als wir"), doch die jungen Wilden im KEC-Team nutzten die Gunst der Stunde. Dabei darf man nicht vergessen, dass die längst etablierten Stammspieler Philip Gogulla und Thomas Greiss auch noch Teenager sind.

Bleibt die Erkenntnis aus Kölner Sicht, dass man mit Deutschen Spielern hervorragend ausgestattet ist, bei den ausländischen Kräften muss man hingegen dringend nachlegen. Brad Schlegel und Alex Hicks sind noch immer nicht einsatzbereit, Paul Traynor wurde wegen einer Schulterverletzung geschont, Dave McLlwain weilte aus privaten Gründen (Adoption eines Kindes) in den USA und schon waren nur noch vier Kontigentspieler auf dem Eis - zu wenig, wenn man in der bevorstehenden DEL-Saison bestehen will.

Torsten Ankert und Co werden es mit einem lachenden Auge hingenommen haben, sie überzeugten in jeder Hinsicht.

AB

Jetzt die Hockeyweb-App laden!