Haie: Kein 0:3 und keine acht Gegentore

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
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Ein ordentliches

Heimdebüt mit drei Überzahltoren lieferten die Kölner Haie in der neuen Saison

ab. Zwar lief die Scheibe bei den Pawlow-Schützlingen nicht immer rund, doch war

ein Aufwärtstrend im Vergleich zur Vorsaison klar erkennbar.

Zwei Ereignisse hat sich

die Mehrheit der Zuschauer in der Kölnarena heute nicht gewünscht. Weder 

sollten ihre Lieblinge mit 0:3 nach einem runden Dutzend Minuten hinten liegen,

noch den Kasselern (wie am Freitag der Deutsche Meister Eisbären Berlin) acht

Treffer ermöglichen. Schon nach gut vier Minuten konnten die Haie-Fans ihre

erste Befürchtung ad acta legen. Christoph Ullmann fälschte einen fulminanten

Schlagschuss von Kapitän Mirko Lüdemann ab, und Huskies-Goalie Adam Hauser war

zum ersten Mal geschlagen. Im Anschluss dominierten die Hausherren zwar die

Partie, waren jedoch im Abschluss zu unkonzentriert.

Für den 29-jährigen Angreifer

Martin Bartek war es ein besonderes Spiel. Der Slowake, der schon zwei Tage

zuvor in Iserlohn erfolgreich war, trat mit seinem neuen Klub gegen seine

ehemaligen Teamgefährten aus Nordhessen an. Im ersten Drittel versuchte er

alles und hatte schon in der dritten Minute eine vielversprechende Chance.

Hauser wusste zwar nicht, wo sich die Scheibe nach dem Schuss befand, aber im

Kasten war sie jedenfalls nicht. Auch vier Minuten später klappte es mit einem

Direktschuss nicht. Die größte Möglichkeit hatte Bartek in Minute 18, doch da

versagten ihm die Nerven. Im vierten Versuch klappte es endlich: Nach Pass von

Brian Adams gelang ihm endlich der heißersehnte Treffer.

Wer geglaubt hatte, dass

sich die Gäste aus Nordhessen nach dem 3:1 aufgaben, sah sich getäuscht. Denn

Kassel machte richtig Druck und hatte vor allen Dingen durch Alan Leavitt und

Manuel Klinge Riesenmöglichkeiten, die jedoch durch den immer besser werdenden

Lars Weibel im Haie-Kasten zunichte gemacht wurden.

Noch ein Wort zum

Unparteiischen: Getreu dem preußischen Sprichwort „ein bisschen weniger

ist mehr“ hätte er das eine oder andere Mal weder Pfeife noch Mundwerk zu

betätigen brauchen. Und ob die „Fünf plus Spieldauer“ gegen Trevor

Johnson tatsächlich ausgesprochen werden mussten, bezweifelten nicht wenige.

Tore: 1:0 (4;05) Ullmann

(Sturm, Lüdemann), 2:0 (22;07) Bartek (Adams), 2:1 (28;35) Holzmann (Damon, Dinger),

3:1 (31;51) Ullmann, 4:1 (51;44) Julien (Moritz Müller, Bartek), 5:1 (57;40)

Renz (Bartek, Frosch). – Zuschauer: 10.128. – Schiedsrichter: Dahle

(FASS Berlin). – Strafminuten: Köln 16, Kassel 20 + 10  Kraft + 5 +

Spieldauer Johnson.