Haie gewinnen mit 3:0 gegen Düsseldorf

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
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Wenn an einem Donnerstag Abend im November 18.240 Menschen zu einem Eishockeyspiel strömen, dann kann es sich nur um das ewig junge Derby der seit Jahrhunderten liebevoll rivalisierenden Städte Köln und Düsseldorf handeln. Diese Spiele haben schon eine eigene Dynamik: Die Zuschauer gehen dort hin, weil sie wissen, dass die Halle voll sein wird - und dadurch füllen sie die Arena. Für die Spieler beider Teams werden die Derbys dadurch ebenfalls zu einem besonderen Event, obwohl sie mit den Städten an sich nichts am Helm haben.
Für Kölns Trainer Hans Zach gab es darüber hinaus ein interessantes Wiedersehen mit dem schweizer Schiedsrichter Brent Reiber, dem Zach vor zwei Jahren beim Spengler Cup noch Parteilichkeit zu Ungunsten seines Teams vorgeworfen hatte. Am Donnerstag Abend konnte sich Zach jedenfalls nicht über den Schiedsrichter beklagen, auf Düsseldorfer Seite sah das schon anders aus.
Köln ging engagierter als zwei Tage zuvor bei der müden Partie gegen die Eisbären zur Sache, erspielte sich im ersten Drittel vor allem in Überzahl gute Chancen. "Wir wussten, dass sie etwas gut zu machen hatten und sich besonders anstrengen würden", erklärte Düsseldorfs Trainer Butch Goring, der sich auf der Pressekonferenz ein Glas Kölsch (!) gönnte. Dennoch hätte sein Team sogar in Führung gehen können, doch Rogles im Kölner Tor rettete mehrere Male bravourös, sein Gegenüber Trefilov hielt nicht weniger spektakulär, war zu Beginn des zweiten Abschnitts aber zweimal hintereinander machtlos. Zuerst traf Stéphane Julien mit einem halbhohen Schuss, den Trefilov nicht sehen konnte, zum 1:0. Noch in derselben Spielminute erwischte Tino Boos seinen Gegenspieler Tommy Jakobsen an der Bande, Jakobsen blieb verletzt liegen und Schiedsrichter Reiber unterbrach das Spiel unverständlicherweise nicht. Köln nutzte die Gelegenheit zum 2:0 durch Dan Bjornlie, dessen Schuss wurde von Sulzer ins eigene Tor abgefälscht - doppeltes Pech für die DEG.
Die DEG nahm eine Auszeit und versuchte, wieder ins Spiel zu kommen, doch Köln ließ nichts zu, blieb seinerseits durch Konter torgefährlich. "Wir fanden nie unseren Weg, Köln hat es nicht erlaubt", bestätigte Butch Goring. Die definitive Entscheidung folgte in der 56. Minute, als sich Jean-Yves Roy im Bullykreis vor dem eigenen Tor den Puck schnappte, ihn bis vor das Düsseldorfer Tor führte und Trefilov zum 3:0 überwand. Niemand auf Düsseldorfer Seite unternahm den Versuch, ihn daran zu hindern. So gewannen die Haie das siebte Derby in Folge, durften zugleich den 100.000sten Zuschauer der laufenden Saison und den 2.500.000sten Zuschauer seit dem Umzug in die Kölnarena begrüßen. Ein perfekter Abend aus Kölner Sicht. Für Düsseldorf bietet sich noch zweimal in dieser Saison die Gelegenheit zur Revanche und beim derzeitigen Tabellenstand würden beide Teams einander im Viertelfinale "Best of Seven" begegnen, was wäre das für ein Eishockeyfest...
Alexander Brandt

Tore: 1:0 (21:24) Julien (Adduono/Lüdemann), 2:0 (21:52) Bjornlie (Boos/Lewandowski), 3:0 (55:25) Roy (Hicks/McLlwain)
Strafminuten: Köln 14, Düsseldorf 16 + 10 Dandenault + 10 Jung
Zuschauer: 18.420
Schiedsrichter: Brent Reiber (Schweiz)

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