Haie gewinnen erstes Play-off-Spiel in MannheimMannheim – Köln 0:1

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Lange brauchten beide Mannschaften nicht, um nach der Pre-Play-off-Pause vom Trainings- in den Spielmodus zu finden. Beide Mannschaften gingen von Anfang an hohes Tempo, standen kompakt, machten wenige Fehler; anders ausgedrückt Mannheim und Köln neutralisierten sich über weite Strecken der Partie, spielten geduldig, schon mit Intensität, aber für eine Play-off-Partie mit überschaubarem Biss. Alle Anzeichen standen für eine enge, taktisch geprägte Partie.

In der vierten Minute strapazierten die Haie ihr Glückskonto, als die Unparteiischen ein Tor der Adler nicht zuließen. Sie wähnten die Scheibe wohl bei Danny aus den Birken, diese lag aber frei, nachdem ein Kölner Spieler seine Hand vom Puck nahm, mit der er die Scheibe kurz blockiert hatte, der Abpfiff erfolgte, bevor die Scheibe im Kölner Tor landete. Die Chancen der Adler in der Folge waren im ersten Abschnitt qualitativ etwas besser als die der Haie, zu Toren führten sie nicht. Was an Schüssen auf beiden Seiten durchkam, war sichere Beute der beiden ausgezeichneten Torhüter, Dennis Endras auf Adler- und Danny aus den Birken auf Haie-Seite. Das in diesem Spiel überhaupt ein Tor fiel, in diesem Fall für Köln, dazu benötigte es einen Fehlpass der Adler im eigenen Drittel, der die Adler in der Vorwärtsbewegung erwischte. Philip Gogulla hatte die nötige Kaltschnäuzigkeit, den Pass von Rob Collins zu verwerten und den Puck hinter dem chancenlosen Dennis Endras im Mannheimer Kasten unterzubringen, es blieb das einzige Tor des Tages in diesem Spiel (28.). Dieses Verwerten von Chancen war vom Ergebnis her heute auch der Hauptunterschied zwischen beiden Mannschaften. Acht Minuten später zum Beispiel erarbeiteten sich die Adler in Unterzahl durch engagierten Einsatz den Puck, brachten die Scheibe aber trotz einer 2:1-Situation und für Eishockeyverhältnisse genügend Zeit den Puck nicht hinter Danny aus den Birken im Netz unter. Weitere Beweise erfolgten im letzten Drittel. Die Adler checkten jetzt früher vor, erhöhten die körperliche und läuferische Intensität. Das Resultat waren Haie unter Druck. Danny aus den Birken lief nun endgültig zu Hochform auf, Chancen wurden vertändelt, der Zug zum Tor, bzw. die Arbeit davor war nicht konsequent genug, oder einfach Pech, einer dieser Gründe stach immer. Die letzten acht Minuten wurde aus gutem Druck der Adler eher „planloses“ Anrennen, das ermöglichte den Haien ihren „Stiefel“ runterzuspielen und den Sieg in Spiel eins mit nach Köln zu nehmen.

Neben Danny aus den Birken und einer soliden und geschlossenen Mannschaftsleistung hatten die Haie aus Köln heute auch das notwendige Glück, dass man braucht, um ein Spiel zu gewinnen. Die Adler, insgesamt mit einem guten und engagierten Spiel, wirkten in der Summe zu brav. Das Feuer, dass sie zehn Minuten im letzten Drittel zeigten, war zu wenig, um heute durchaus schlagbaren Haien wenigstens einen Ausgleich in der regulären Spielzeit abzutrotzen. Hier darf bei einigen Spielern noch gezündelt werden, um das Play-off-Feuer anzufachen.

Tor:
0:1 (7:24) Philip Gogulla (Robert Collins, John Tripp)

Strafen: Mannheim 4, Köln 4
Schiedsrichter: Bauer / Brüggemann
Zuschauer: 12.934


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