Haie geben erneute Führung aus der Hand

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Kölner Haie haben am Freitagabend ihr Heimspiel gegen

die Eisbären Berlin trotz einer 2:0-Führung mit 2:4 verloren. Vor 14.098

Zuschauern drehten die Hauptstädter die Partie im letzten Drittel zu ihren

Gunsten. Viele Diskussionen gab es dabei um den dritten Treffer der Berliner.

Bereits in den ersten Spielminuten wollte sich keine

Mannschaft den Schneid abkaufen lassen. Immer wieder präsentierten sie sich mit

viel Druck auf das gegnerische Tor, dabei erspielte sich die neu formierte

dritte Reihe mit Todd Warriner, Ivan Ciernik und Alexej Dmitriev immer wieder

gute Torchancen, die Youri Ziffzer auf Seiten der Eisbären jedoch zu verhindern

wusste. In der 16. Minute war es Ivan Ciernik, der mit einem Nachschuss das 1:0

für die Kölner besorgte. Todd Warriner versuchte vom Bullypunkt den Puck im Tor

unterzubringen, scheiterte allerdings, woraufhin Ciernik als erster zur Stelle

war.
In der letzen Minute des ersten Drittels hatte Marcel Müller

mit einem schönen Alleingang die Chance zum 2:0, doch wieder war der Berliner

Torhüter zur Stelle. Somit ging es mit einer 1:0-Führung in die erste

Drittelpause.

Zu Beginn des zweiten Drittels war es erneut die Mannschaft

von Trainer Doug Mason, die das Spiel bestimmte und schließlich in der 25.

Minute für ihren Offensivdrang belohnt wurde. In Unterzahl erkämpfte sich

Marcel Müller den Puck im gegnerischen Drittel und legte auf Ciernik ab, der

nicht lange zögerte und die Hartgummischeibe in bester Torjäger-Manier zum 2:0

hinter Youri Ziffzer versenkte.
Die Eisbären ließen sich davon allerdings nicht

beeindrucken. Jens Baxmann schoss in der 29. Minute nach einem Pass von Mark

Beaufait zum 1:2-Anschlusstreffer ein und nach einem Schnitzer von Todd

Warriner bekam Steve Walker in der 34. Minute die Chance zum Ausgleich, die

Travis Scott allerdings parieren konnte.
Kurz vor der zweiten Pause kamen die Eisbären, die sich im

Mittelabschnitt wesentlich offensiver präsentierten, zum 2:2-Ausgleichstreffer

durch Brandon Smith.

Im letzten Drittel schalteten beide Teams keineswegs einen

Gang zurück, vor allem aber ließen die Hauptstädter ihrer Spielfreude Tore

folgen. Sven Felski traf in der 44. Minute zum 3:2-Führungstreffer für die

Gäste, den Schiedsrichter Piechaczek allerdings erst nach einem Videobeweis

anerkannte. Genau diese Entscheidung erhitzte das Gemüt von Haie-Coach Doug

Mason, der sich den Treffer nach dem Spiel per Video anguckte: „Der Treffer ist

nicht regulär, der Puck hat die Torlinie nicht überquert. Es kann nicht sein,

dass Piechaczek auf Tor entschieden hat.“

Die Haie bekamen in der 52. Minute zwar noch die Chance zum

Ausgleich, als Bryan Adams von den Beinen geholt wurde und der Schiedsrichter

auf Penalty entschied. Marcel Müller scheiterte allerdings an einem starken

Berliner Torhüter. „Youri hat heute den Unterschied ausgemacht. Die Haie haben

großartig gekämpft und sind an unserem Unterzahlspiel gescheitert,“ so der

Gäste-Coach Don Jackson.
Mark Beaufait nutzte sieben Minuten vor dem Ende seine Chance

zum vierten Treffer der Eisbären, wodurch sie sich mit drei Punkten im Gepäck

auf den Weg nach Berlin machen konnten.

Tore:  1:0 (17.Minute)

Ciernik (Warriner) , 2:0 (25.) Ciernik (Ma. Müller), 2:1 (29.) Baxmann

(Beaufait), 2:2 (40.) Smith (Draxinger, Busch), 2:3 (44.) Felski (Braun), 2:4

(53.) Beaufait

Strafen: Köln: 10 Minuten, Berlin: 16 Minuten

Tim Winkelmann

Foto by City-Press: Ist momentan nicht gut auf Schiedsrichter Piechaczek zu sprechen - Doug Mason

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