Haie feiern vierten Sieg in Folge – Krefelds Adam Courchaine verletztHamburg besiegt Ingolstadt

Jubel bei den Haien: Beim 4:2 gegen Krefeld feierte der KEC den vierten Sieg in Serie. (Foto: Andreas Dick)Jubel bei den Haien: Beim 4:2 gegen Krefeld feierte der KEC den vierten Sieg in Serie. (Foto: Andreas Dick)
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Es hätte die Geschichte dieses Spiels sein können. Die Haie stellen Marcel Müller frei, der 26-Jährige kehrt mit seinem neuen Team, dem Nachbarn aus Krefeld, nach Köln zurück. Und was passiert? Besonders gemein formuliert: Der kühle, mit Pfiffen begleitete Empfang, den ihm die KEC-Fans bereiteten, war das Auffälligste. Letztlich reihte er sich in das Krefelder Team ein, dass eine Zeit lang auf Punkte hoffen durfte, letztlich dafür aber zu wenig riskierte.

Doch mit Blick auf Köln bleibt festzustellen, dass sich das Eichhörnchen auch am Dom mühsam ernährt. Denn die ersten 20 Minuten waren schlecht, die zweiten 20 besser, am Ende aber immerhin die letzten 20 Minuten gut. Die Haie nahmen viel Anlauf, um wirklich ins Spiel zu finden. „Die ersten Minuten fand ich sogar ganz gut. Aber ab dem Fehler zum 0:1 war Krefeld viel besser“, sagte Haie-Coach Niklas Sundblad. „Wir haben zu viel zugelassen, zu spät reagiert und viele Fehlpässe im Aufbau produziert.“ So vertändelte Ryan Jones die Scheibe in der achten Minute, verfolgte daraufhin zwar Nick St. Pierre auf dem Weg zum 1:0 für die Gäste, konnte ihn aber nicht mehr entscheidend stören. Der KEC wirkte fortan völlig gehemmt.

Da passte die Art und Weise, wie der Ausgleich fiel. Der KEC hatte die Scheibe im Powerplay mit einem einfachen Fehler verspielt, diesmal schossen jedoch die Pinguine den Bock, der Puck kam zu Jones in den Slot, der zum 1:1 nach 45 Sekunden im zweiten Drittel traf. Fehler wieder gutgemacht. Auf Krefelder Seite war zu diesem Zeitpunkt Adam Courchaine schon ausgefallen. „Er hat einen Check gegen den Kopf bekommen. Am Mittwoch müssen die Ärzte feststellen, wie schlimm es ist“, so Adduono. Die vorläufige Diagnose: Schädelprellung. Ohne Courchaine nahm die Gefahr, die vom KEV ausging, deutlich ab. Der Rest des Drittels war geprägt von vielen Fehlern auf beiden Seiten und ausgelassenen Chancen.

Der Schlussabschnitt gehörte dem KEC. Und das 2:1 hatte dann auch eine ganze Menge mit Eishockey zu tun: Im Powerplay deutete Andreas Holmqvist einen Schuss an, spielte den Puck aber in den Slot zu Chris Minard, der ihn einfach nur noch ins Tor abfälschte (43.). Fortan marschierten die Haie nur noch in eine Richtung. Jones bereitete das 3:1 durch den aufgerückten Alexander Sulzer vor (55.), Sekunden später erhöhte Charlie Stephens auf 4:1. Spannend wurde es, als Colin Long seinen eigenen Rebound verwertete und auf 2:4 verkürzte (58.). „Die Parade von Danny aus den Birken war unglaublich“, freute sich Sundblad über die schier unglaubliche Rettungstat des Haie-Goalies gegen Andreas Driendl nur Sekunden später. So brachte der KEC den Sieg sicher nach Hause.

Und das war immerhin der vierte Kölner Erfolg in Serie. „Es ist ein schwieriges Jahr, aber wir werden von Spiel zu Spiel besser“, sagte KEC-Stürmer Chris Minard. Und Alexander Sulzer ergänzte: „Wir haben nach dem 0:1 ruhig weitergearbeitet. Andreas Holmqvist bringt Präsenz auf das Eis, strahlt Ruhe aus. Gut, dass er wieder da ist. Wenn wir innerhalb unseres Potenzials spielen, haben wir in jedem Spiel die Chance zu gewinnen.“

Tore:
0:1 (7:08) Nick St. Pierre (Francois Méthot)
1:1 (20:45) Ryan Jones (5-4)
2:1 (42:45) Chris Minard (Andreas Holmqvist, Alexander Sulzer/5-4)
3:1 (54:19) Alexander Sulzer (Ryan Jones, Andreas Falk)
4:1 (54:57) Charlie Stephens (Alexander Weiß, Andreas Holmqvist)
4:2 (57:33) Colin Long (Francois Méthot, Oliver Mebus)

Schiedsrichter: Markus Schütz / Gordon Schukies
Strafen: Köln 14, Krefeld 18
Zuschauer: 8845

Im zweiten Dienstagsspiel gewannen die Hamburg Freezers mit 4:3 (2:2, 1:1, 1:0) gegen den ERC Ingolstadt. Einer der Matchwinner war Kevin Clark, der zum 1:0 und – 19 Sekunden vor der zweiten Pause – zum 2:2 traf. Zwischendurch hatten Patrick Hager und Christoph Gawlik die Panther in Front gebracht. Ryan MacMurchy traf zum 3:2 für die Gäste, doch wieder brachte der ERC den Vorsprung nicht in die Pause: Nicolas Krämmer traf acht Sekunden vor der zweiten Sirene. Den Sieg stellte Mathieu Roy in der 55. Minute sicher.

Tore:
1:0 (6:03) Kevin Clark (Jerome Flaake, Garrett Festerling)
1:1 (14:45) Patrick Hager (Jared Ross, Patrick Köppchen)
1:2 (18:44) Christoph Gawlik (Dustin Friesen, Jean-Francois Boucher)
2:2 (19:41) Kevin Clark (Garrett Festerling, Jerome Flaake)
2:3 (36:03) Ryan MacMurchy (Eddy Rinke-Leitans, Brandon Buck)
3:3 (39:52) Nicolas Krämmer
4:3 (54:53) Mathieu Roy (Kevin Schmidt, Garrett Festerling)

Schiedsrichter: Willi Schimm / Daniel Piechaczek
Strafen: Hamburg 4, Ingolstadt 6
Zuschauer: 5847

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