Haie eiskalt gegen die Freezers - Red Bulls zerlegen die RoostersDeutsche Eishockey Liga kompakt

Lesedauer: ca. 8 Minuten

Kölner Haie – Hamburg Freezers 5:1 (2:0, 1:1, 2:0)

Der KEC mit Zugang Ryan Jones führte gegen die Hamburg Freezers nach dem ersten Drittel mit 2:0. Haie-Defender Andreas Holmqvist, der ebenfalls seine Premiere nach langer Verletzung feierte, konnte sich bei seinem ersten Saisonspiel mit zwei Vorlagen direkt in den Vordergrund spielen. Philip Gogulla hatte sein Treffer in Straubing offenbar Auftrieb gegeben. Der Nationalspieler brachte einen Konter an Kotschnew zum 1:0 vorbei ins Netz. Andreas Falk legte im ersten Abschnitt nach. Die Reihe um Jones schien demnach zu funktionieren. Nach einem Zweikampf allerdings musste der ehemalige NHL-Spieler zunächst blutend mit einem Cut in die Kabine, kam aber wieder zurück. Holmqvist sprühte nur so vor Spiellust. Auch beim dritten Kölner Treffer durch Charlie Stephens konnte sich der Schwede eine Vorlage gutschreiben lassen. Christoph Schubert allerdings störte die Haie-Party mit seinem Tor zum 3:1 aus Sicht der Kölner im Powerplay. Nicht unverdient, da die Hamburger bis dahin weitaus engagierter zu Werke gegangen waren. Alex Weiß und erneut Stephens machten den Deckel im Schlussabschnitt drauf.

Tore: 1:0 Philip Gogulla (2:28), 2:0 Andreas Falk (15:47/EA), 3:0 Charlie Stephens (31:30/PP1), 3:1 Christoph Schubert (38:53/PP1), 4:1 Alex Weiß (56:40), 5:1 Charlie Stephens (59:45)
Zuschauer: 10.119

EHC Red Bull München – Iserlohn Roosters 8:1 (2:0, 2:1, 4:0)

Spiel zwei für Münchens Michael Wolf gegen seinen Ex-Verein Iserlohn Roosters – und wieder auf eigenem Eis. Wie schon im September ging es für die Bullen daheim gegen die Sauerländer. Damals konnte die Mannschaft von Trainer Jari Pasanen einen 2:1-Sieg verbuchen. Diesmal lief es anders. Ganz anders! Andy Wozniewski und Uli Maurer schossen eine 2:0-Führung für die Hausherren heraus. In den zweiten 20 Minuten kamen die Gäste dann besser ins Spiel. Der junge Marco Friedrich schloss nach nur 110 gespielten Sekunden an. Die Roosters am Drücker? Nein. Garrett Roe hatte was dagegen und netzte zum 3:1 aus Sicht der Münchner ein. Mathias Lange im IEC-Kasten blieb ohne Chance. Knapp eine Minute vor dem Ende des zweiten Durchgangs konnte Daniel Sparre im Powerplay sogar erhöhen. Lange hatte genug und machte Platz für Thomas Ower. Der aber hatte Pech, denn über 3.000 Fans im Olympia-Eisstadion jubelten im Schlussabschnitt noch mehr, denn da ging es richtig ab: Mads Christensen und Daryl Boyle im Powerplay schraubten das Resultat auf 6:1 für den EHC. Zugang David Meckler konnte bei seinem Debüt für die Bayern ebenfalls treffen – das 7:1 ging auf seine Kappe. Alex Bartas 8:1 ließ die Fans erneut jubeln – gleichzeitig das Endergebnis.

Tore: 1:0 Andy Wozniewski (6:56), 2:0 Uli Maurer (12:57), 2:1 Marko Friedrich (21:50), 3:1 Garrett Roe (24:51), 4:1 Daniel Sparre (38:56/PP1), 5:1 Mads Christensen (41:54), 6:1 Daryl Boyle (43:51/PP2), 7:1 David Meckler (52:03), 8:1 Alexander Barta (54:02/PP1)
Zuschauer: 3.306

Grizzly Adams Wolfsburg – Thomas Sabo Ice Tigers 4:3 (2:1, 1:1, 0:1, 0:0, 1:0) n.P.

Wolfsburgs Coach Pavel Gross hatte seine Jungs vor der Partie der Grizzly Adams gegen die Thomas Sabo Ice Tigers eindringlich gewarnt: „Nürnberg ist vorne sehr stark, dazu hinten unangenehm. Und natürlich haben sie mit Jochen Reimer einen guten Torhüter, der gegen seinen ehemaligen Club extra motiviert sein wird.“ In den ersten Minuten dieser Partie waren es zunächst die Hausherren, die Akzente setzen konnten, in der vierten Spielminute lauerte Goalgetter Patrick Reimer vor dem Slot und stocherte einen Abpraller aus Nahdistanz halbhoch zum 0:1 in`s Netz. Die Grizzlys antworteten mit wütenden Angriffen, auf Seiten der Nürnberger konnte Keeper Jochen Reimer aber Hochkaräter (8.) teils spektakulär mit dem Fuss immer wieder entschärfen. Ab der 12. Minute konnten die Gastgeber aber die Partie zunächst drehen durch Treffer von Nicholas Schaus (12.) und Tyson Mulock (15.). Schaus fälschte den Puck unmittelbar vor Reimer zum 1:1 ab, Mulock setzte sich schön durch und legte das Spielgeräte geschickt durch die Beine zum 2:1. Im Mitteldrittel gingen die Hausherren dann schnell mit 3:1 durch Brent Aubin in Front. Der Vorsprung hielt bis zur 33. Spielminute, als es wiederum Stürmer Reimer war, der sich in gegen drei Wolfsburger in Überzahl durchsetzen konnte und den Puck auf`s Tor brachte. Aus dem anschliessenden Getümmel heraus bugsierte Steven Reinprecht das Hartgummi aus spitzestem Winkel irgendwie über die Linie an Torwart Felix Brückmann und einem auf der Torlinie liegenden Verteidiger vorbei zum 2:3-Anschlusstreffer. Das 3:3 erzielte Derek Joslin mit einem Gewaltschuss durch Freund und Feind hindurch, Brückmann war die Sicht versperrt und damit machtlos. In der Overtime konnte kein Team einen Treffer erzielen, im anschliessenden Showdown sicherte Sebastian Furchner den Zusatzpunkt für die Gastgeber. 
Hamburg, Mannheim und München - so heißen die nächsten Gegner der Grizzlys. Will sich das SKODA-Team weiter in der Spitzengruppe behaupten, müssen auch gegen die Top-Teams der Liga Punkte her. Dessen ist sich auch Gross bewusst: „Alle diese Mannschaften betreiben gutes Forechecking. Jeder von uns muss in diesen Spielen einhundert Prozent geben", stellt der gebürtige Tscheche klar. 

Tore: 0:1 Patrick Reimer (03:06), 1:1 Nicholas Schaus (11:11), 2:1 Tyson Mulock (14:53), 3:1 Brent Aubin (22:43), 3:2 Steven Reinprecht (31:56/PP1), 3:3 Derek Joslin (46:16), Sebastian Furchner (65:00/PS)
Zuschauer: 1.985

Adler Mannheim – Schwenninger Wild Wings 4:1 (0:0, 3:0, 1:1)

Derby-Time in Mannheim! Bei der Partie zwischen den heimischen Adlern und den Schwenninger Wild Wings richteten sich die Augen besonders auf die beiden Brüder Niki und Sascha Goc. Im ersten Drittel sollte nicht viel passieren, da beide Teams darauf bedacht waren, die Defensive zu stärken. Mannheim war schließlich gewarnt, denn Schwenningen hatte das erste Duell mit 5:2 für sich entscheiden können. Im zweiten Abschnitt fielen dann endlich Tore: Andrew Joudrey brach den Bann und brachte die Hausherren in Führung. Es folgte die Zeit von Martin Buchwieser. Erst markierte der Nationalspieler den zweiten Treffer für die Adler, wenig später war Dimitri Pätzold im Kasten der Wild Wings erneut geschlagen. Simon Danner schaffte zwar kurz vor dem Ende der Partie noch den Anschlusstreffer für die Wild Wings, doch zwei Sekunden vor der letzten Sirene machte Kai Hospelt mit einem Schuss ins leere Tor alles klar für die Adler.

Tore: 1:0 Andrew Joudrey (27:42), 2:0 Martin Buchwieser (34:44), 3:0 Martin Buchwieser (37:14), 3:1 Simon Danner (58:11), 4:1 Kai Hospelt (59:58)

Eisbären Berlin – Augsburger Panther 5:1 (2:1, 2:0, 1:0)

Für Daniel Weiß war es ein ganz besonderer Abend. Verständlich, spielte der Augsburger Stürmer – mit kurzer Unterbrechung in Nürnberg – doch über 13 Jahre lang im Trikot der Eisbären Berlin. Entsprechend herzlich war der Empfang für Weiß, der schon vor dem Duell den einen oder anderen Plausch mit seinen Ex-Kameraden hielt. Auf dem Eis allerdings ging es weniger harmonisch zur Sache. Berlin musste nicht nur auf Mark Bell, sondern auch auf die Langzeitverletzten Constantin und Laurin Braun sowie Vincent Schlenker, André Rankel und Matt Foy verzichten. Dafür waren Henry Haase und Julian Talbot wieder dabei.
Beide Mannschaften boten einen flotten Beginn, und bis zur 12. Minute gestaltete sich die Partie ausgeglichen mit Chancen für beide Mannschaften. Innerhalb von nur 40 Sekunden gingen die Eisbären dann in der 12. Spielminute aber mit zwei Toren in Front, Frank Hördler durch einen Schuss alleinstehend aus fünf Metern und T.J. Mulock durch einen verwandelten Penalty. In der vorletzten Spielminute des ersten Drittel kassierten die Eisbären einen Treffer bei eigener Überzahl durch Spencer Machachek, der im Mitteldrittel mit einem Steilpass schön freigespielt wurde und dem finnischen Keeper Petri Vehanen den Puck gerissen durch die Beine legte. Mit diesem Spielstand ging es in`s Mitteldrittel. In der 27. Minute folgte für die Eisbären der zweite Doppelschlag des Abends: Innerhalb von diesmal nur neun Sekunden zogen die Hauptstädter auf 4:1 auf davon. Zunächst erzielte Jullian Talbot in Überzahl das 3:1, praktisch mit Puckeroberung nach Anspiel traf Petr Pohl zum 4:1! Den Schlusspunkt setzte Barry Tallackson (46.), als er von Talbot mustergültig am langen Pfosten angespielt wurde und Chris Mason durch eine Körpertäuschung überwinden konnte.  

Tore: 1:0 Frank Hördler (11:05), 2:0 Travis James Mulock (11:45), 2:1 Spencer Machacek (18:17), 3:1 Jullian Talbot (26:19/PP1), 4:1 Petr Pohl (26:28), 5:1 Barry Tallackson (45:24)
Zuschauer: 13.160

Krefeld Pinguine – ERC Ingolstadt 6:4 (1:1, 4:1, 1:2)

Gut drauf: Zwei Treffer hatte Colin Long am vergangenen Dienstag beim 2:4 der Krefeld Pinguine gegen den EHC Red Bull München erzielt, und auch diesmal war es der US-Amerikaner, der die Schwarz-Gelben im Heimspiel gegen Meister ERC Ingolstadt in Führung brachte. Eddy Rinke-Leitans nutzte kurz vor Ende des ersten Abschnitts eine Nachlässigkeit in der KEV-Defensive zum Ausgleich. Nach dem ersten Wechsel gingen die Krefelder erneut in Front. Adam Courchaine bezwang Pielmeier zum 2:1. Mit einem Assist führte sich der erst am Morgen verpflichtete Marcel Müller gleich hervorragend in der KEV-Topformation mit Daniel Pietta ein. Josh Meyers gelang wenig später das 3:1 aus Sicht der Seidenstädter. Der Ex-Krefelder Patrick Hager fühlte sich an alter Wirkungsstätte dazu berufen, den Meister mit dem zweiten Ingolstädter Treffer wieder heran zu bringen. Im Powerplay ließ er Tomas Duba keine Chance. Oliver Mebus, mit 2,07 Meter Körpergröße längster Spieler der gesamten DEL, erzielte mit seinem ersten Saisontreffer kurz vor Ende des zweiten Abschnitts das 4:2 für die Pinguine.22 Sekunden vor der Sirene erhöhte Courchaine auf 5:2. Brendon Buck schoss den dritten Panther-Treffer, nach dem 5:4 durch Hager wurde es richtig spannend, aber Müller machte seine Premiere mit einem empty-netter zum 6:4 perfekt.

Tore: 1:0 Colin Long (3:17/PP1), 1:1 Eddy Rinke-Leitans (17:17), 2:1 Adam Courchaine (23:40), 3:1 Josh Meyers (37:27/EA), 3:2 Patrick Hager (34:59/PP1), 4:2 Oliver Mebus (36:13), 5:2 Adam Courchaine (39:38), 5:3 Brendon Buck (53:30), 5:4 Patrick Hager (57:07), 6:4 Marcel Müller (59:26/ENG)
Zuschauer: 4.160

Straubing Tigers – Düsseldorfer EG 1:4 (0:1, 0:1, 1:2)

Straubing stand im Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG mit dem Rücken zur Wand. Trainer Rob Wilson hatte von seiner Mannschaft im Vorfeld der Partie bedingungslosen Einsatz und vor allen Dingen viele Schüsse auf des Gegners Tor gefordert. Doch es sollte genau anders herum kommen: Kurt Davis war nach nur 133 Sekunden für die Düsseldorfer Führung verantwortlich. Im zweiten Abschnitt kamen die Tigers besser aus der Kabine und mühten sich redlich, zum Ausgleich zu kommen, doch auch beste Chancen konnten nicht verwertet werden. Über 4.000 Fans im Stadion am Pulverturm mussten dann mit ansehen, dass Travis Turnbull das zweite Düsseldorfer Tor erzielte. Sollte es das gewesen sein? Ja, denn Michael Davies sorgte nach nur vier Minuten im Schlussdurchgang für den dritten DEG-Treffer. Blaine Downs Ehrentreffer kam zu spät. Alexander Preibisch machte mit dem 4:1 alles klar.

Tore: 0:1 Kurt Davis (2:13), 0:2 Travis Turnbull (32:25), 0:3 Michael Davies (44:00/PP1), 1:3 Blaine Down (54:08), 1:4 Alexander Preibisch (59:36/ENG)
Zuschauer: 4.004



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