Haie drehen Match im zweiten Abschnitt

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Mit einer engagierten und entschlossenen

Leistung ab dem zweiten Drittel besiegten die Kölner Haie ihre Frankfurter

Kontrahenten und blieben auch im fünften Heimspiel von Chefcoach Bill Stewart

unbesiegt. Im letzten Abschnitt beschränkten sich Ivan Ciernik & Co.

lediglich darauf, das Ergebnis zu verwalten und die ab dem zweiten Abschnitt

immer harmloser werdenden Mainstädter nicht mehr aufkommen zu lassen. Christoph

Ullmann hatte bei seinem Comeback in der 50 Minute die größte Chance, zum

Torerfolg zu kommen, doch  scheiterte der Center an Lions-Keeper Ian Gordon.

Trotz Direktübertragung des TV-Bezahlsenders

„Sky“ begann das Match wegen des (endlich einmal) mehr als

erwarteten Zuschauerandrangs sogar ein paar Minuten später. Von Anfang an ließ

der Tabellendritte aus Hessen keine Zweifel aufkommen, wer in der Hitliste

besser steht. Schon nach wenigen Sekunden hatte Josh Langfeld zweimal die

Gelegenheit, für die Führung zu sorgen. Er scheiterte knapp an Haie-Keeper Lars

Weibel. Dann kam endlich der erste Auftritt von Christoph Ullmann, der sein

letztes Spiel am 11. Oktober absolvierte und sich ausgerechnet gegen Frankfurt

an jenem Tag verletzte. Doch beim Nationalstürmer, der zwischen Daniel Rudslätt

und Bryan Adams eingesetzt wurde, lief noch nicht viel zusammen, was angesichts

der Verletzungsdauer durchaus verständlich war. Weniger verständlich war das

gesamte Auftreten der Heimmannschaft im Anfangsdrittel. Die Routiniers in der

Defensive wie Stéphane Julien, Mirko Lüdemann und Mats Trygg beschworen mit

ihren teilweise unkonzentrierten Aktionen ein ums andere Mal gefährliche

Situationen herauf. Die einzige hochwertige Kölner Chance hatte Martin Bartek,

doch der Außenstürmer traf in der 7. Minute das leere Tor nicht.

Anschließend übernahmen die Gäste vom Main

wieder das Kommando. Scheiterten Aleksander Polaczek (nach Fehler Julien), Jeff

Ulmer und Sebastian Osterloh, so hatte Ulmer kurze Zeit später leichtes Spiel.

Der Rechtsaußen der zweiten Lions-Reihe konnte sich die Ecke aussuchen. Weibel,

ansonsten in guter Form, hatte keine Abwehrmöglichkeit bei dessen platziertem

Schuss. Die Schützlinge von Chefcoach Rich Chernomaz waren im ersten Drittel

klar besser und hätten durchaus mit 2:0 oder 3:0 in Führung gehen können.

Doch Eishockey ist eine Sportart, in welcher

lediglich Tore zählen. Bereits nach wenigen Sekunden bewahrheitete sich wieder

diese Weisheit. Denn nach dem Ausgleichstreffer (Lions-Verteidiger Nicholas

Angell agierte viel zu pomadig, und der schlitzohrige Ivan Ciernik nutzte

blitzschnell die sich ihm bietenden Chance) spielten nur noch die Hausherren,

die, anders als die Gäste im ersten Drittel, ihre Möglichkeiten ausnutzten. Die

Lions waren kaum noch präsent; nacheinander tauchten Jason Jaspers und Ciernik

allein vor Lions-Goalie Ian Gordon auf und scheiterten (noch) an ihm. Machtlos

war der Frankfurter Zerberus jedoch bei einer 2:1-Situation. Gordons

Vereinskamerad Langfeld wurde vom Haie-Duo Ciernik /Marcel Müller klassisch

ausgespielt. Das bedeutete die Führung und den Anfang der Gästeherrlichkeit.

Anschließend war es Daniel Rudslätt, der gedankenschnell einen Abpraller

verwertete und die gut besetzte Kölnarena zu überschwänglicher Freude

animierte. Zwar war Dusan Frosch in der 35. Minute bei einem Konter zu

zögerlich, aber der heute erneut in Topform befindliche Marcel Müller machte es

in Unterzahl besser. Zunächst schaute er sich nach einem Mitspieler um. Als er

keinen fand, zog er einfach ab, und der überraschte Gordon ließ die Scheibe

durch die Schoner rutschen. Das war die Entscheidung.

Tore:

0:1 (16;06) Ulmer (Schneider), 1:1 (20;51) Ciernik (Jaspers, Marcel Müller),

2:1 (26;14) Marcel Müller (Jaspers, Ciernik), 3:1 (30;44) Rudslätt (Bartek,

Frosch), 4:1 (37;12) Marcel Müller. – Zuschauer: 14.853. –

Schiedsrichter: Jablukow (FASS Berlin), Klau (Sümmern). – Strafminuten:

Köln 6, Frankfurt 4.

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