Haie blamieren sich erneut - 2:3 n.P. gegen Iserlohn

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
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Die Kölner Haie haben weiterhin Probleme mit den Kellerkindern der

Deutschen Eishockey Liga. Nur zwei Tage nach dem 4:6 bei den Kassel

Huskies verlor man vor eigenem Publikum gegen die Iserlohn Roosters mit

2:3 (0:1/1:1/1:0/0:1) nach Penaltyschiessen. 



Dabei hatte man auf Kölner Seite vor dem Spiel noch von "Revanche"

gesprochen. Vor neun Tagen hatten die Haie bei den Iserlohn Roosters

mit 3:7 verloren und damit die höchste Saisonniederlage kassiert. Die

Erinnerung an die Schmach war noch frisch, hing noch in den Köpfen der

Kölner Spieler. Doch vor lauter Rachegelüsten vergaß man anscheinend,

sich mit dem Gegner über die Farbe der Trikots zu einigen – als sich

beide Teams zum Eröffnungsbully begegneten, standen die Haie in weißen

Trikots auf dem Eis, Iserlohn trat in Hellgrau an. Schiedsrichter Frank

Awizus aus Berlin wurde es zu bunt, er ordnete rote Trikots für die

Haie an, die entsprechenden Leibchen wurden von den KEC-Betreuern eilig

aus der Kabine geholt und zur Bank geschafft, wo sich die Kölner

Spieler zur Freude der Zuschauer öffentlich umzogen. Die

Trikot-Konfusion blieb aus Kölner Sicht allerdings der einzige

Farbtupfer in einem ansonsten ereignislosen ersten Drittel, nach dessen

Ende die Gäste verdient mit 0:1 in Führung lagen, Iserlohn spielte

engagierter und traf durch Intranuovo in der 14. Minute. Köln hatte

seine einzig nennenswerte Torchance in Unterzahl durch ein Break von

Nikolaus Mondt, der knapp an Iserlohns Torhüter Dimitrij Kotschnew

scheiterte.  



Zum zweiten Drittel wirbelte Hans Zach die Angriffsreihen seines Teams

durcheinander, doch frischen Wind brachte die Umstellung zunächst

nicht. Iserlohn hatte längst begriffen, dass hier drei unverhoffte

Punkte im Kampf gegen den Abstieg möglich waren und baute durch Matt

Higgins seine Führung aus, der Iserlohner Stürmer schlug den Puck wie

ein Baseballspieler aus der Luft ins Tor. Erst in der 28. Minute kam

Köln zum ersten Treffer, Lasse Kopitz zog von der blauen Linie ab und

traf in Überzahl. Eine weitere Premiere lieferten Eduard Lewandowski

und Dave McLlwain in der 32. Minute – den ersten gelungenen Kölner

Spielzug des Abends. Immerhin bestimmten die Kölner in der Phase

zwischen dem Anschlusstreffer und der zweiten Drittelpause das Spiel,

ein Pflichtsieg war nach wie vor möglich. Doch die von den Kölner Fans

erhoffte Schlussoffensive ihrer Mannschaft blieb aus, immer wieder

rannten die Haie planlos an. Erst zwei Minuten vor Schluss glichen die

Kölner aus, nach einem Bullygewinn vor dem Iserlohner Tor bekam

Lüdemann die Scheibe, legte sich das Spielgerät zurecht und zog ab.

 



Im fälligen Penaltyschiessen holten die Roosters noch den Zusatzpunkt.

Es war der erste Iserlohner Auswärtssieg nach zehn Niederlagen auf

fremdem Eis. 



Tore:

0:1 Intranuovo (14.). 0:2 Higgins (25.), 1:2 Kopitz (29.), 2:2 Lüdemann (58.), 2:3 Knold (Penalty)


Strafminuten: Köln 12, Iserlohn 18


Zuschauer: 9.437

 



Alexander Brandt

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