Haie besiegen Düsseldorf 5:3 - Siegtreffer von Hicks

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Den Kölner Haien ist im Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga mit

einem 5:3 (1:1/2:2/2:0) Sieg über Düsseldorf der Ausgleich in der bis

zu 5 Spielen dauernden Serie gelungen. Vor 18.650 Zuschauern erzielte

Alex Hicks in der 41. Minute den Siegtreffer.

Zur allgemeinen Überraschung war Kölns Stürmer Bill Lindsay trotz

einer Oberschenkelverletzung mit von der Partie, in den Play-offs

beissen die Spieler auf die Zähne. Lindsays Erholungszeit wurde von

Schiedsrichter Frank Awizus gleich nach 64 Sekunden verlängert, als er

dem Kölner 2+10 Strafminuten aufbrummte. Die Haie überstanden die

Strafzeit und nutzten ihrerseits ein Powerplay in der 9. Minute zur 1:0

Führung durch Dave McLlwain. Nur 59 Sekunden später kam Düsseldorf

etwas glücklich zum Ausgleich, der Puck prallte vom Schlittschuh des

Düsseldorfer Verteidigers Chris Schmidt ins Kölner Tor, Awizus zog den

Videobeweis zu Rate und erkannte den Treffer an. Zum Ende des ersten

Drittels profitierten die Kölner allerdings von einer Entscheidung des

Unparteiischen, als es bei angezeigter Strafe gegen Köln eine Rangelei

gab. Awizus stellte Alex Hicks sowie die Düsseldorfer Thomas Jörg und

Peter Ferraro hinaus, übersah aber die angezeigte Strafzeit trotz

heftiger Proteste der Gäste.

Köln nutzte das Überzahlspiel gleich nach 40 Sekunden im zweiten

Drittel, als Ivan Ciernik einen Schuss von Stéphane Julien zum 2:1

ablenkte. Die Führung gab den Kölnern allerdings wenig Sicherheit, im

Gegenteil: Mit Strafzeiten brachten sich die Spieler von Hans Zach um

den Lohn ihrer Arbeit. Als Tino Boos wegen Spielverzögerung auf der

Strafbank saß, erzielte Patrick Reimer den Ausgleich, nach einer Strafe

gegen Eduard Lewandowski gingen die Gäste sogar durch Tore Vikingstad

in Führung. Die Haie zeigten sich beeindruckt, in der Folgezeit ging

bei den Kölner wenig zusammen, sie konnten sich bei Torhüter Thomas

Greiss bedanken, dass sie bei eigener Überzahl nicht noch deutlicher in

Rückstand gerieten. Erst als die Düsseldorfern einmal im eigenen

Drittel den Puck verloren, kam Köln zum Ausgleich, Tino Boos spielte

die Scheibe zu Philip Gogulla und der 18jährige traf kaltschnäuzig zum

3:3. Boos und Gogulla sind gebürtige Düsseldorfer.

Im Schlussabschnitt gelang den Kölnern wieder ein schnelles Tor,

nach 46 Sekunden brachte Alex Hicks den Puck irgendwie zum 4:3 ins Tor

und nun entwickelte sich das Spiel endgültig zum Play-off-Krimi. Beide

Teams hatten große Torchancen, in der 54. Minute schritt Frank Awizus

nach einem Schuss von Dave McLlwain erneut zum Videobeweis, doch der

Puck hatte nur den Innenpfosten getroffen.

Düsseldorf nahm in der Schlussminute noch eine Auszeit und ersetzte

Torhüter Andrej Trefilov durch einen weiteren Feldspieler, doch Eduard

Lewandowski machte mit einem Empty Net Goal alles klar.

Tore: 1:0 McLlwain (9.), 1:1 Schmidt (10.), 2:1Ciernik (21.), 2:2

Reimer (27.), 2:3Vikingstad (29.), 3:3 Gogulla 36.), 4:3 Hicks (41.),

5:3 Lewandowski (60.)

Strafminuten: Köln 28 + 10 Lindsay, Düsseldorf 28 + 10 Johnson

Zuschauer: 18.650

Alexander Brandt

Foto: Jürgen Peters


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