Haie auch in Nürnberg ohne Punkte

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Normalerweise zählen Duelle der Ice Tigers gegen die Kölner Haie zu den Höhepunkten der ganzen Saison. Diesmal sprachen allerdings schon die Voraussetzungen gegen ein echtes Spitzenspiel. Während die Ice Tigers nach vier Spielen nur drei Punkte auf der Habenseite verbuchen konnten, warteten die Haie bisher gänzlich auf ein Erfolgserlebnis. Auch die Zuschauerzahl schien diesen Umständen gerecht zu werden.

Für beide Teams ging es demnach um viel. "Der Druck war groß", gestand Andreas Brockmann nach der Partie. Für seinen Kollegen Doug Mason war der Gegenwind sicher nicht schwächer.

Die Ice Tigers begannen konzentrierter. Greg Leeb (2.) und Petr Fical in Unterzahl hatten die Führung auf dem Schläger. Ebenso Periard, dessen Schuss allerdings durch ein offentlich absichtliches Torverschieben von Mike Johnson entschärft wurde. Das war für jeden sichtbar, nur Schiedsrichter Piechaczek hatte seine Augen anderswo.

Für die Haie war lediglich Christoph Ullmann einem Treffer nahe, aber sein Schuss war eine sichere Beute für den starken Cassivi. Da stand es allerdings schon 1:0. André Savage umkurvte das Haie-Tor und passte scharf in den Slot. Von dort prallte die Scheibe vom Schlittschuh eines Kölners ins Tor.

Nur kurz darauf musste Frank Doyle erneut hinter sich greifen. Bei einem Konter bediente Scott King den mitgelaufenen Ondruschka nahezu perfekt, so dass dieser ohne große Mühe zu seinem zweiten DEL-Treffer kam. Aber die Haie antworteten: Bryan Adams hatte nach Bullygewinn freie Schussbahn und traf maßgenau.

Das zweite Drittel begann gut für die Haie. Schon nach 27 Sekunden zappelte die Scheibe im Nürnberger Tor. Piros hatte es ausgenutzt, dass Ondruschka die Scheibe nicht aus dem Drittel brachte. Aber das vermeintliche 2:2 fand keine Anerkennung, da das Tor zwar nicht verschoben, aber hinten aus der Verankerung angehoben war. Schiedsrichter Piechaczek sah dies im Videobeweis, Doug Mason war anderer Meinung: "Das war ein reguläres Tor!"

Trotzdem hatten die Haie jetzt ihre stärkste Phase. So stark, dass Andreas Brockmann sich genötigt sah, eine frühe Auszeit zu nehmen. "Das war ein Hallo-wach an unsere Mannschaft", so Brockmann, der sah, dass seine Mannschaft "aufgehört hat, zu laufen und immer einen Schritt zu spät kam". "Die Auszeit war genau im richtigen Moment", musste auch Doug Mason hinterher eingestehen.

Den Weg für die Ice Tigers frei machte dann allerdings Andy Renz, dessen Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis von den Ice Tigers "kaltblütig" ausgenutzt wurde. Nur 89 Sekunden später legte Aleksander Polaczek nach - 4:1.

"Wir haben dann zwar noch Willen gezeigt, aber es geht nicht danach, was man sich wünscht", bekannte Doug Mason hinterher. Ob der Holland-Kanadier noch länger die Verantwortung an der Kölner Bande tragen darf, wird sich im Laufe der Woche zeigen. Sieben Niederlagen in sieben Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Vor allem von seinen vermeintlichen Leistungsträgern war nicht viel zu sehen. Egal ob Lüdemann, Julien oder McLlwain, es war kein Aufbäumen oder ein übersteigertes Engagement pro Mason zu erkennen.

Für Andreas Brockmann war es insgesamt "ein gutes Spiel mit hohem Tempo". "Die Auszeit war eine Gefühlssache, als Köln viel Druck gemacht hat." Ein Sonderlob bekam André Savage, der nicht nur an drei Toren beteiligt, sondern auch insgesamt der auffälligste Akteur war. "Savvy war überragend, ein ganz wichtiger Spieler für uns. Wenn er noch ein bisschen öfter schießen würde, könnte er Topscorer sein", so Brockmann weiter.

Tore:
1:0 (11.10) Savage (Swanson, Fical)
2:0 (12.58) Ondruschka (King, G. Leeb)
2:1 (16.03) Adams (Ullmann, Rudslätt)
3:1 (33.14) King (Swanson, Savage) 5:4
4:1 (34.43) Polaczek (Carter, Barta)
5:1 (54.16) Ancicka (Savage, Fical) 5:4
5:2 (57.51) McLlwain (Julien, Warriner)

Strafen: Nürnberg 16 min. - Köln 20 min.
Schiedsrichter: Piechaczek
Zuschauer: 3223




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