Gut Ding will Weile haben...

Klare Worte bei den AdlernKlare Worte bei den Adlern
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Zuschauer lockte das erste Punktespiel der Saison erwartungsfroh in die SAP

Arena. Genug der vielen Worte, Taten wollten die Fans sehen.

Zu sehen

bekamen sie zunächst ein modifiziertes Intro zum Spiel – einen gut gelungenen

neuen "Einlaufadler" in voller aufgeblasener Größe und einen

Trailer auf dem Videowürfel, eine gelungene Mischung zwischen Historie und Herr

der ………… Meisterschaft ? Allein der aus dem Eis

geborene Wappenvogel

der Adler scheint mit seinem schlüpfen noch nicht so glücklich, etwas unsicher

wirkt er, zerrupft und federlos und als ob es ein Omen

für das Spiel war.

So fing dieses auch an:

Im ersten

Drittel trafen die Adler auf taktisch gut eingestellte Nürnberger, die die

Räume geschickt eng machten, gutes Forechecking zeigten, dass sie bis in

das Angriffsdrittel der Adler durchzogen. Die Adler zeigten sich davon deutlich

überrascht und selten konnten sie ein Kombinationsspiel aufziehen. Das

lag nicht nur am Kampfeswillen der Ice Tigers, sondern auch an den vielen

Fehlpässen, die die Adler über das ganze Feld verteilt, produzierten.

Übergroße Nervosität. Je länger das Spiel lief, war den Adlern deutlich

anzumerken. So kam es, wie es kommen musste, in der 9. Minute fiel ein

Tor für die Ice Tigers. Ansonsten hielt Freddy Brathwaite seine Mannschaft im

Spiel.

Das ging so

auch im zweiten Drittel weiter, unterbrochen von einem Tor von Martinec in der

32. Minute in formvollendeter Baseballmanier. Beide Tore schlossen

sich der Mystik des Introtrailers an, Schiedsrichter Jablukov, der im Übrigen

eine gute Partie lieferte, bemühte ausgiebig den Videobeweis, bevor er

beide Tore gab. Dieses Tor von Martinec war zwar für die Adler nicht unbedingt

eine Initialzündung, doch man merkte, die Mannheimer kamen langsam ins Spiel. Einige Kombinationen klappten und in der 35. Minute legte Methot für seine

Farben nach.

Nun gelang es den Adlern öfter sich aus der teilweisen

Umklammerung zu befreien und sie bekamen mehr Spielanteile, legten ihre

Nervosität ab und die Spannung generierte sich nicht mehr nur aus dem

ausbügeln der gemachten Fehler. Sie hatten die Ice Tigers jedoch zu keiner Zeit

im Griff, der Ausgleich wäre jederzeit möglich gewesen, den Rest

erledigte einmal mehr Freddy Brathwaite. Doug Mason reagierte entsprechend und

wechselte die Reihen kräftig durch.

Im dritten

Drittel merkte man dann, dass die Ice Tigers ihrem kräftezehrenden Spiel

langsam Tribut zollen musste, die Adler näherten sich einer gewissen Kontrolle

des Spiels an, ohne jedoch zu glänzen. In der 57. Minute erlöste Papineau mit

einem technisch perfekten Tor die Fangemeinde, King, der gestern Abend

übrigens ein 3 Punkte Spiel ablieferte, setzte den Schlusspunkt mit einem

souverän verwandelten Penalty.

Fazit : Es

war ein typisches Auftaktspiel, die Ice Tigers spielten, was sie konnten und

das machten sie gut; der Unterschied heute, war die individuelle Klasse der

Adler, die über weite Strecken noch keine Mannschaftsleistung zeigte und eben

die Chancenverwertung. Das Spielergebnis spiegelt nicht die Spielanteile

dar, das Spiel war deutlich enger.

Die Adler

sind sicher froh, dass erste Spiel gegen hohe Erwartungen, Nervosität und

unbedingtem gut spielen müssen, gewonnen zu haben, der erste

Druck ist erst mal weg vor dem Spiel in Krefeld. Was sie können haben sie

angedeutet und die Luft nach oben wird sicher auch noch entweichen.

Gerd Kositzki

Die

Tore :

0

: 1. Savage ( 9. min. ), Assists Keller, Ask

1

. 1 Martinec ( 32. min ) Assists Arendt, Scalzo

2

: 1 Methot ( 35.min ) Assist King

3

: 1 Papineau ( 56. min ) Assists Martinec, King 

4

. 1 King per Penalty

Strafzeiten

:

Mannheim 8

min. + 10 min. Disziplinarstrafe Petermann

Nürnberg 12

min.