Grizzlys gewinnen hochklassiges Spitzenspiel

Grizzlies stärker als EisbärenGrizzlies stärker als Eisbären
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Das Spitzenspiel des 24.Spieltags gewannen die Grizzly Adams am Freitagabend mit 3:2 (1:0/1:1/0:1) nach Verlängerung gegen die Adler Mannheim. 3.322 Zuschauer, darunter 800 mit dem Sonderzug angereiste Gäste, sahen nicht nur eine temporeiche und spannende, sondern auch eine äußerst faire Begegnung. Das Siegtor erzielte Ken Magowan nach 3:46 Minuten in der Verlängerung.

Oft finden Spitzenspiele nur auf dem Papier statt, allerdings nicht am Freitagabend in der Wolfsburger EisArena. Von Beginn an gingen beide Teams hohes Tempo, scheuten keinen Zweikampf und boten den Zuschauern so allerbeste Unterhaltung. Bereits nach fünf gespielten Minuten nutzte Sasa Martinovic einen krassen Wechselfehler der Adler zum 1:0. Im Stile eines Torjägers ließ der Verteidiger Mannheims Torwart Freddy Brathwaite aussteigen und schob zur Führung ein. Norm Milley per Direktabnahme (12.) und Sebastian Furchner mit einem Alleingang (16.) hatten anschließend gute Möglichkeiten, scheiterten aber an Brathwaite. Auf der anderen Seite rettete Jochen Reimer gleich zweimal stark gegen Ahren Spylo (18.).

Im Mitteldrittel traf Ex-Grizzly Justin Papineau für die nun immer stärker werdenden Mannheimer zunächst nur die Latte (25.). Dann machte es Pascal Trepanier besser und glich freistehend am langen Pfosten aus (25.). Nur gut für den EHC, dass fast postwendend Paul Traynor das 2:1 markierte (30.).

Im Schlussabschnitt drängten die Adler auf den Ausgleich, was den Grizzlys Konterchancen bot. Leider wussten Christoph Höhenleitner (42.) oder Furchner mit einem Gewaltschuss (46.) diese nicht auszunutzen. Konnte Reimer gleich zweimal gegen Frank Mauer noch klären (53.), war er beim Ausgleich durch Marcus Kink machtlos (56.).

In der Verlängerung tankte sich Peter Sarno durch, konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Die daraus resultierende Überzahlsituation nutzte der Pokalsieger eiskalt zur Entscheidung. Einen Schlagschuss von Jan-Axel Alavaara fälschte Magowan vor dem Tor zum vielumjubelten 3:2 ab (64.). Damit hält die Serie des Kanadiers an, der nun im siebten Spiel in Folge traf.

"Wir haben ein würdiges Spitzenspiel gesehen. Es war eine Topleistung von beiden Teams, die zweikampfstark und kompromisslos agierten. Knappe Spiele werden oft durch das Powerplay entschieden, das war heute der Fall. Wir können sehr stolz auf unsere heutige Leistung sein", sagte EHC-Trainer Toni Krinner nach dem Spiel.