Grizzly Adams wildern im Adlernest

Freddy Brathwaite hatte am Ende das Nachsehen. (Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de)Freddy Brathwaite hatte am Ende das Nachsehen. (Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de)
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Die Adler Mannheim verlegten ihr das sonst im letzten Drittel stattfindende Finale furioso diesmal ins erste Drittel, defensiv konzentriert, aggressiv, körperbetont, geradliniger Spielaufbau und die konsequente Ausnutzung der Chancen brachte die Adler mit 3:0 in Führung. Die Grizzly Adams Wolfsburg, technisch und läuferisch sehr ansprechend, wirkten in dieser Phase des Spiels zu kompliziert im Spiel nach vorne und im Rückwärtsgang nicht konsequent genug. Wolfsburgs in vielen Situationen allein gelassener Torhüter Daniar Dshunussow war der Leidtragende, beendete seinen Arbeitstag nach 15 Minuten und eben drei Toren, Lukas Lang war fortan im Kasten der Grizzlys verantwortlich für die Puck Abwehr.

Die überschaubare Schar Wolfsburger Fans, die trotz mancher Schwierigkeiten per Bahn ein Ziel zu erreichen, bzw. wieder zurück zu gelangen, wurden dann für ihre Abenteuerlust mehr als belohnt. Denn in Drittel zwei spielte ihr Team körperlicher, direkter zum Tor und die Defensive war endlich wach. Die Adler, wohl den Sieg schon vor Augen, spielten jetzt wie Wolfsburg im ersten Drittel. Zwar konnten die Adler noch ein Tor nachlegen, den Wolfsburgern gelangen jedoch drei Tore, eigentlich zu einfach, weil die Adler die Wolfsburger nach Herzenslust spielen und kombinieren ließen, in der Defensivbewegung waren sie zu weit von ihren Gegenspielern entfernt und somit Freddy Brathwaite, Keeper der Adler machtlos.

Nach sicherlich deutlichen Worten in der zweiten Spielpause, fanden die Adler im letzten Drittel wieder zu ihrem Spiel, nur das Ausnutzen der Chancen, sowohl aus dem Spiel heraus bei Fünf gegen Fünf, als auch bei einer doppelten Überzahl, funktionierte nicht mehr. Das Scheibenglück des ersten Drittels machte Pause, bzw. war auf Wolfsburger Seite beschäftigt. Schiedsrichter Brill begann nun plötzlich, wie heißt es so schön – ohne Not – kleinlich zu pfeifen. Mit Wolfsburg fing er an, ab der zehnten Minute waren die Adler dran. Wolfsburg, mit gefühlten zwei Auszeiten in diesem Spiel bedacht, nutzte eine Überzahlsituation in der 58. Minute zum Ausgleich, der Siegtreffer 18 Sekunden später ist aus dem Stoff gemacht, der Grund für Alpträume ist. Steve Wagner setzt einen Aufbaupass hinter dem eigenen Tor an, der Puck rutscht vom Schläger, Wolfsburgs Stürmer Tyler Haskins nutzte diese unfreiwillige Vorlage, überwand den ebenfalls überraschten Freddy Brathwaite am kurzen Eck und bescherte Wolfsburg einen Auswärtssieg.

Dinge wie das, was gestern Abend Steve Wagner passiert ist, geschehen einfach, auch Schiedsrichter Brill war an der Niederlage nicht schuld, die Spielweise im zweiten Drittel und die nicht genutzten Chancen waren es, die verhinderten, dass die Adler ihren Kopf aus der Schlinge ziehen konnten, wie ihnen das schon ein paar Mal gelang, meinte Mannheims Trainer Harold Kreis dazu.

Ein Dämpfer zur rechten Zeit? Am kommenden Dienstag wird man das sehen, beim Auswärtsspiel in Düsseldorf. Die DEG wird auf Rache sinnen nach ihrer 6:8-Niederlage in Mannheim, drastischstes Opfer bisher, welches das „Kopf aus der Schlinge ziehen“ der Mannheimer erleiden musste.


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