Grizzly Adams gewinnen deutlich mit 5:1 bei den ScorpionsHannover Scorpions

Dmitri Pätzold gab den Scorpions mehr Rückhalt. (Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.de)Dmitri Pätzold gab den Scorpions mehr Rückhalt. (Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.de)
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Das Spiel hatte wohl offiziell schon begonnen, aber die Spieler der heimischen Scorpions befanden sich geistig wohl noch in der Kabine. Anders kann man es nicht erklären, dass die Wolfsburger Gäste nach noch nicht einmal 180 Sekunden bereits durch Blanchard und Mayer mit 2:0 führten.  In der Folgezeit brachten die Gastgeber kaum ein Bein auf das Eis, konnten nur in Überzahlsituationen Chancen kreieren, die jedoch allesamt vergeben wurden. Wenn die Wolfsburger Defensive mal überwunden war, dann hatte sie mit Sebastian Vogl einen Keeper zwischen den Pfosten, der sein DEL-Potenzial bei Großchancen von Daschner und  Sulkovsky mehr als nur andeutete. Kurz vor Drittelende dann das 0:3 nach einem krassen Abwehrfehler, als Polaczek einen Fehlpass abfing, Greg Moore (18.) bediente und der keine Mühe beim Torerfolg hatte. Scorpions-Coach Igor Pavlov hatte dann ein Einsehen mit dem Leiden seines Back-Ups Englbrecht und schickte Nationalkeeper Dmitri Pätzold auf das Eis.

Dieser  verstärkte sofort mit seiner Anwesenheit seine Defensive, die bis auf einen Riesenpatzer in der 32. Minute, als Danner völlig alleine vor Pätzold auftauchte, dieses Geschenk des Himmels aber nicht verwerten konnte, deutlich stärker wirkte. Allerdings taten die Wolfsburger auch nur noch das Nötigste, überließen stellenweise den Scorpions die Regie im  Mittelfeld, was diese aber nicht zu nutzen wussten. Wolfsburg verlegte sich aufs Kontern, wobei die Angriffsreihe mit Hospelt und Furchner sehr aktiv wirkte.  Pech hatte in der 35. Minute Wolfsburg Moore, als er nur die Unterkante der Latte traf und Pätzold chancenlos gewesen wäre.

Das dritte Drittel plätscherte dann so vor sich hin. Die Grizzly Adams zogen das Tempo wieder an und machten innerhalb von neunzig Sekunden alles klar, als Vincenz Mayer (47.) und Simon Danner (48.)  zum 0:5 trafen. Ein „Zu-Null“ wäre allerdings auch ungerecht gewesen und so durfte David Sulkovsky in  der 49. Minute vor fast 1.900 Zuschauern wenigstens den Ehrentreffer markieren.