Greilinger erlöst die Panther

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Beide Teams gingen ohne große Personalprobleme in diese Partie, lediglich Ian Gordon wurde leicht ramponiert geschont und Markus Janka durfte sich beim ERC beweisen. Das erste Drittel kann man fast komplett als abwartende und lauernde Vorstellung bezeichnen. In ganz wenigen Momenten wurde ein genialer Pass gespielt, die Defensive des Gegners unter Druck gesetzt und beide Torhüter zu Paraden gezwungen. Man spürte den Kampfgeist und die Lust am Eishockey, das alles sollte sich aber noch nicht entladen. Wäre Ingolstadt 10 Sekunden vor der Pause nicht gedanklich schon in der Kabine gewesen und Krefeld in Überzahl. Denn Pascal Trepanier nutzte die freie Schussbahn und stellte die Weichen für die verbliebenen Drittel.

Bob Wren markierte für seine Kollegen mit einem Pfostentreffer (24.)das Revier. Kurz darauf Thomas Greilinger mit dem Ausgleich in Überzahl und der ERC begann seinen Sturmlauf. Scheiterte Christoph Gawlik noch am Pfosten, nutzte Petr Fical die unfreiwillige Vorlage vom öfter verwirrten Schiedsrichter Ulpi Sicorschi zur Führung. Und die Panther rannten weiter auf Scott Langkow an, bei vier gegen vier durfte Joe Motzko das Zuspiel von Christoph Gawlik zum 3:1 verwerten. Aber Krefeld wäre nicht die auswärtsstärkste Mannschaft, wenn sie nicht wüssten, was jetzt zu tun ist. Schneller Konter der Pinguine, Sinan Akdag täuscht einen Stolperer an, verlädt dadurch Markus Janka und vollstreckt eiskalt. Kurz vor der zweiten Pause durfte dann auch Richard Pavlikovsky noch zuschlagen, den Schuss von Trepanier von der blauen abfälschen und ausgleichen.

Ingolstadt weiter gefordert und optisch auch überlegen. Fast wäre es jedoch wie immer gelaufen, man stürmt und ackert, vergisst jedoch das Toreschiessen und vergibt leichtfertig Siege. Ein Treffer von Matt Hussey wurde wegen des kurz aus der Verankerung gerutschten Tores nicht gegeben (56.), ein Powerplay wurde anschließend ungenutzt verschlafen. Bis eben Thomas Greilinger  den entscheidenden Treffer kurz vor Ende durch die Beine von Langkow schieben konnte. Fast wäre auch das noch nicht die ganze Geschichte gewesen, aber Herberts Vasiljevs drosch den Puck Sekunden vor der Sirene über das Tor.
So gehen diese Punkte verdient an Ingolstadt, die lediglich im ersten Drittel den nötigen Druck vermissen ließen. Krefelds Coach Rick Adduono war nach dem Spiel einfach nur enttäuscht „Wir haben im ersten Drittel gut gespielt, im zweiten vor allem in Unterzahl dagegen gehalten und mussten erst kurz vor Ende das entscheidende Tor nehmen“.   (DM)

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