Glücklose Pinguine unterliegen dem MeisterKrefeld verliert mit 0:2

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Bis zum ersten Powerbreak in Minute neun sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel mit wenigen Chancen. Danach waren die gefährlichsten Szenen auf Krefelder Seite ein schöner Schuss von Mark Mancari in Minute zwölf, der am langen Eck vorbeistrich, sowie ein Unterzahlangriff durch Marcel Müller und Daniel Pietta, als Kevin Orendorz auf der Strafbank saß. Krefeld war gerade wieder komplett, als Jason Jaffray am langen Eck angespielt wurde und einnetzen konnte – Niklas Treutle war chancenlos. Gelegenheit, sich auszuzeichnen, hatte er in Minute 19, als nach einem krassen Fehlpass im Krefelder Aufbauspiel ein Münchner aus acht Metern frei und ungestört abziehen konnte, aber Treutle hielt.

Auch im zweiten Drittel waren die Spielanteile ausgeglichen. Heftige Zuschauerproteste löste die Hinausstellung von Nick St. Pierre wegen hohen Stocks in Minute 28 aus, und wieder ergab sich die gefährlichste Situation, als Krefeld gerade wieder komplett war. Starken Applaus ernteten die Schiedsrichter in Minute 35 bei der ersten Hinausstellung für einen Bayern, aber die Pinguine konnten die Überzahl nicht nutzen. In Minute 39 traf Nick St. Pierre mit einem Knaller die Torlatte. Insgesamt erarbeiten sich die Frackträger ein leichtes Übergewicht, konnten die sehr stabile Abwehr der Bayern aber nicht überwinden.

Die Spielanteile änderten sich im Schlussdrittel zunächst nicht. Beide Mannschaften spielten kurzeitig in Unterzahl, danach vergab Müller die wohl beste Chance auf den Ausgleich. Die Pinguine drängten auf den Ausgleich und erarbeiteten sich Chancen im Minutentakt, von stehenden Ovationen der Fans angefeuert. 96 Sekunden vor Schluss verließ Niklas Treutle sein Gehäuse. Zehn Sekunden später wanderte Smaby zum zweiten Mal in die Kühlbox, und die Zuschauer erwarteten nun den Ausgleich, jedoch gewann München das Bully und Jaffray traf aus der eigenen Bandenecke ins leere Krefelder Tor. In der letzten Minute hatten die Pinguine noch mehrere Chancen auf den Ehrentreffer, aber der wollte nicht fallen.

Münchens Kapitän Michael Wolf beurteilte den knappen Sieg so: „Es war ein enges Spiel heute, die Chancen waren auf beiden Seiten da, aber beide Torhüter haben ein sehr gutes Spiel gemacht, demgemäß ist das Ergebnis klein geblieben. Ich denke, wir haben verdient gewonnen. Der Schlüssel zu unserem Sieg war, dass wir sehr kompakt gespielt haben und sehr wenig gegen eine Top-Reihe wie Pietta, Umicevic und Müller zugelassen. Sie hatten ihre Chancen, aber eben nur wenige, und das war unser Ziel.“

Niklas Treutle  sagte: „Es war ein enges Spiel. Uns hat heute ein bisschen der letzte Zug zum Tor gefehlt. Die Münchner stehen hinten brutal gut. Man hat schon gemerkt, dass der Meister da war. Ich kenne noch viele von den Jungs, und ich wollte sie natürlich ärgern. Ich hätte mich gefreut, wenn wir das Spiel noch gedreht hätten.“

Kyle Sonnenburg:  „Wir haben gut gespielt, es war ein sehr enges Spiel. Wir haben aus unseren Chancen kein Tor gemacht, sie haben eins erzielt. Sie sind ein gutes Team, wir haben hart gekämpft, aber es lief heute nicht, wie wir es uns gewünscht hätten. Der spielentscheidende Faktor war, dass sie eine Chance ausgenutzt haben. Hätten wir das auch getan, wäre es zumindest in die Verlängerung gegangen.“

In der Pressekonferenz waren sich die beiden Trainer einig. Don Jackson sagte: „Wir haben gesehen, dass Krefeld gut vorbereitet war. Es war ein intensives Spiel zweier guter Mannschaften, beide Torhüter haben überragend gehalten. Wir haben das wichtige Tor geschossen und in der Defensive gut gestanden.“ Franz Fritzmeier fügte hinzu: „Wir haben ein sehr gutes Eishockeyspiel gesehen, auf dem wir aufbauen können.“

Tore: 0:1 (18.) Jaffray (Aucoin, Christensen), 0:2 (59.) Jaffray (Seidenberg/5-4, ENG). Strafen: Krefeld 6, München 6. Schiedsrichter: Daniels / Rohatsch. Zuschauer:  3667.