Glanzloser Heimsieg der Frankfurt Lions - 5:2 gegen Augsburg

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
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Nach 60 hartumkämpften Spielminuten gewannen die Frankfurt Lions dank eines starken letzten Drittels gegen gut spielende Augsburger Panther mit 5:2 (1:2, 1:0, 3:0). Dabei konnten sich die Lions bei ihrem Star-Verteidiger Stephane Robidas, der in den kritischen Phasen des Spiels jeweils seine Klasse zeigte und unter anderem den wichtigen Treffer zum 3:2 erzielte sowie bei Pat Lebeau, der für ein Tor hauptverantwortlich war und drei vorbereitete, bedanken.



Im ersten Drittel zeigte allerdings der Gastgeber vor 6.200 Zuschauern eine enttäuschende Leistung. Zu weit vom Gegenspieler entfernt lud man Augsburg förmlich zum Tore schießen ein. Dazu kamen individuelle Fehler, wie beim 1:0 des AEV, als Lions Torwart Ian Gordon den Puck eigentlich sicher auf dem Schläger hatte, beim Versuch den Puck zu spielen aber über diesen schlug, um zum guten Schluss auch noch die Torwartkelle aus der Hand fallen zu lassen. Die weiter vor ihm liegende schwarze Hartgummischeibe schnappte sich Ronny Arendt, kurvte einmal ums Tor, um ins selbige einzuschießen.



Die Führung hatte aber nur 52 Sekunden Bestand, weil quasi im Gegenzug Stephane Robidas flach von der blauen Linie abzog und dem starken Augsburger Schlussmann Labbe keine Abwehrchance gab. Der Treffer von Robidas bedeutete den 100. Treffer der Lions in der laufenden Saison. Danach waren es aber meist die Gäste, die hart am Mann agierten, und blitzschnell ihre Angriffe starteten. Daher war die Führung für den AEV nach 13 Minuten absolut verdient. Manuel Kofler bereitete klasse vor, was Shawn Carter gekonnt vollendete.



„Es war heute nicht unser bestes erstes Drittel in dieser Saison“, gestand Lions Trainer Rich Chernomaz nach dem Spiel und seine Pausen Ansprache muss deutlich gewesen sein, den ab dem zweiten Drittel war der Deutsche Meister besser im Spiel, und drängte Augsburg mehr und mehr in die Defensive. Für den Ausgleich benötigten die Lions aber eine doppelte Überzahl. Hauptschiedsrichter Michael Langer schickte mit Miner und Methot gleich zwei Augsburger auf die Strafbank, und 15 Sekunden später hatte Ratchuk diesen Vorteil in ein Tor für die Lions genutzt. Nun kam Leidenschaft und eine gewisse Härte ins Spiel, die mit dem Ertönen der Schlussirene des Mitteldrittels kurzfristig eskalierte.



Schiedsrichter Langer behielt auch hier die Ruhe und der Gastgeber kam aus diesem Handgemenge ein wenig günstiger bei der Strafzeitenvergabe davon, so dass sie das Schlussdrittel mit fünf gegen drei Überzahl begannen. Hier war es der überragende Stephane Robidas, der Übersicht zeigte, und die Lions erstmalig an diesem Abend in Führung brachte. Für die Entscheidung zu Gunsten der Lions sorgte mal wieder der wohl beste Spieler der Deutschen Eishockey Liga: Pat Lebeau. Bei eigener Unterzahl ergatterte er sich den Puck, spurtete uneinholbar auf Labbe zu, und überwand ihn eiskalt mit einem Tunnler. Den Schlusspunkt unter diesen Arbeitssieg der Lions setzte Francois Bouchard, der den 5:2 Endstand erzielte. (Frank Meinhardt)

Tore:

0:1 (04:31) Arendt 4-5 SH

1:1 (05:23) Robidas (Lebeau, Hackert) 5-4 PP

1:2 (12:50) Carter (Kofler, Busch)

2:2 (33:13) Ratchuk (Lebeau, Robidas) 5-3 PP

3:2 (41:14) Robidas (Lebeau, Murphy) 5-3 PP

4:2 (53:22) Lebeau 4-5 SH

5:2 (56:08) Bouchard (Reichel, Hackert)

Strafminuten:

Lions: 30 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Markus Jocher -

Augsburg: 40 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Jean-Francois Labbe

Zuschauer: 6.200

Schiedsrichter: Michael Langer


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