Geoff Ward – Trainer aus LeidenschaftDer Trainer der Adler Mannheim im Interview

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Geoff Ward wurde am 8. April 1962 in Waterloo, Ontario, Kanada geboren. Obwohl er nie professionell Eishockey spielte, hatte ihn dieser Sport in seinen Bann gezogen. Mit 27 Jahren schon startete er seine Trainerkarriere. Zur Jahrtausendwende nahm er einen Trainerjob in Bad Nauheim an. 2006 war er der verantwortliche Mann hinter der Bande der Iserlohn Roosters. Ward kehrte nach Amerika als Assistant-Coach der Boston Bruins zurück. Mit ihnen wurde er Stanley Cup Champion und suchte 2014 eine neue Herausforderung. Die Adler Mannheim heuerten ihn als Headcoach an und ziehen seitdem einsame Kreise an der Spitze der Tabelle in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Nach dem 3:0 Sieg bei den Kölner Haien hatte Hockeyweb-Mitarbeiter Ivo Jaschick die Gelegenheit, sich mit ihm zu unterhalten.

Herzlich Willkommen Geoff Ward! Zurück in Deutschland hat es Sie dieses Mal nach Mannheim verschlagen – wie gefällt es Ihnen dort?

Ich finde es einfach toll in Mannheim! Mir gefällt es dort sehr gut. Die Mannschaft und alles drumherum werden ganz hervorragend geführt. Wir haben große Ressourcen und Daniel Hopp sowie Teal Fowler haben eine großartige Arbeit geleistet, indem sie eine gut harmonierende Mannschaft zusammengestellt haben, mit der wir durchaus Erfolg haben können. Wir haben tolle Fans – Mannheim ist eine richtige Eishockeystadt, in der die Spieler auch spielen wollen! Wir kommen alle gerne zur Arbeit und wir wollen so weitermachen, wie bisher! Aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns.

Sie fingen Ihre DEL-Karriere in Iserlohn an – können Sie einen Vergleich ziehen?


Ich glaube man kann diese beiden Eishockeyorte nicht miteinander vergleichen. Es sind zwei ganz verschiedene Orte. Was sie aber gemeinsam haben, und das kann ich bereits sagen, ist, dass beide eishockeyverrückt sind. Hüben wie drüben sind die Fans einzigartig, und genau das gibt diesem Sport das gewisse etwas. Ich habe keine Präferenz, in beiden Städten sind wir sehr gut aufgenommen worden. In Iserlohn und Mannheim habe bzw. fühle ich mich sehr wohl! Ich kann mich glücklich schätzen, in beiden Organisationen gewesen zu sein!

Sie waren ein Assistent in der NHL bei den Boston Bruins und jetzt das zweite Mal Chefcoach in der DEL – worin liegt der Reiz, der NHL den Rücken zu kehren?

Es war eine schöne Zeit, Assistant Coach in Boston zu sein. Ich möchte diese Zeit auch nicht missen. Ich habe mit großartigen Menschen zusammengearbeitet von denen ich auch eine ganze Menge lernen konnte. Aber dann war auch die Zeit gekommen, wo ich etwas anderes machen, mal selbst das Regiment übernehmen wollte. Und dann habe ich das Angebot hier in Mannheim angenommen. Ich bedauere diesen Schritt nichtund verfolge meine Bruins auch noch Dank Internet. Aber nicht weil ich die Bruins und die NHL vermisse – ich bin froh in Mannheim zu sein!

Können Sie Ihre Adler einmal ganz kurz analysieren?

Wir sind eine sehr talentierte Truppe, in der einer für den anderen kämpft. Sie spielt mit vollem Einsatz und pusht sich täglich gegenseitig. Man merkt richtig gehend, wie sie das Spiel lieben! Ich merke ihren unbedingten Willen – es ist ein tolles Team! Und dies bereitet mir Freude, mit dieser Mannschaft zusammenzuarbeiten. Sie setzen sich selber große Ziele und es ist schön, wie sie zu deren  Verwirklichung arbeiten.

Was können Sie zu dem 3:0 Sieg Ihrer Mannschaft bei den Kölner Haien sagen?

Es ist sehr gut für uns gelaufen. Wir haben ziemlich einfach gespielt, wie wir es uns vorgenommen hatten. Wir haben die Scheibe gut durch unsere Reihen laufen lassen und wenn wir doch mal eine gute Parade unseres Torhüters brauchten, war Dennis Endras da und hat die Torchancen der Kölner zunichte gemacht. Köln hatte einige echt gute Tormöglichkeiten, um das Spiel auszugleichen, oder sogar in Führung zu gehen – aber dann gab es halt noch Endras! An ihm führte heute kein Weg vorbei! Man kann nie sagen, wie das Team aus einer einwöchigen Pause zurückkommt – aber bei uns lief es doch rund!

Wissen Sie, dass Kai Hospelt aus Köln kommt, und jedes Mal, wenn er gegen die Kölner Haie aufläuft, er Tore schießt – heute waren es wieder zwei!

(lachend) Ja, ich habe davon gehört, dass er aus Köln kommt! Schießt er immer Tore gegen die Haie, ist es doch sehr gut für uns – er ist so wie so ein wichtiger Bestandteil unseres Teams. Vor der Nationalmannschaftspause hatte er so eine kleine Ladehemmung und deswegen ist es jetzt ganz nett, zu sehen, dass es wieder läuft. Hoffentlich geht es jetzt so weiter!

Vielen Dank für dieses nette Gespräch und viel Erfolg!

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