Gelungener Einstand für Gerald KuhnKrefeld – Straubing 6:3

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Das Spiel schien gut loszugehen für die Pinguine. Schon in der zweiten Minute erzielten sie ein Tor, das allerdings wegen schon angezeigten Foulspiels von Christian Kretschmann nicht anerkannt wurde. Die folgende Straubinger Überzahl dauerte nur sechs Sekunden: vom Bully kam der Puck zur blauen Linie, den Schlagschuss auf seine Brust konnte Lukas Lang nicht festhalten und Kris Beech schob den Abpraller ins Krefelder Tor. Die Pinguine steckten diesen Rückschlag locker weg. In Minute drei gab es die erste Strafzeit für Straubing und die Pinguine brauchten eine Minute, ehe Joel Perrault den 1:1-Ausgleich erzielen konnte. In Minute fünf ging Lukas Lang bei einem Straubinger Angriff ohne Not hinter das eigene Tor, um die Scheibe an der Bande zu stoppen. Der von hinten kommende Topscorer der Tigers, Blaine Down, hob seinen Schläger an, stahl die Scheibe und schob sie ins verwaiste Tor. In der zehnten Spielminute wiederholte sich die Situation, die zum 0:1 geführt hatte: während eines Krefelder Wechsels gibt es im Aufbau einen leichtsinnigen Puckverlust der Pinguine, Straubinger Schuss auf Lang, der nicht festhalten kann, und Karl Stewart den schießt den Abpraller zum 1:3 in die Krefelder Maschen. Rick Adduono hatte ein Einsehen und wechselte Lang gegen den Krefelder Neuzugang Gerald Kuhn aus. Ein schöner Schuss des wiedergenesenen Martin Schymainski nach zehn Minuten Spielzeit war der Startschuss für die nun beginnende Aufholjagd der Pinguine. Zwar musste Herberts Vasiljevs zunächst noch in die Kühlbox, und die Pinguine ließen zwei Strafzeiten für Straubing mit 26 Sekunden doppelter Überzahl ungenutzt, aber in Minute 18 war es endlich soweit: mit dem Rücken zum Tor stehend konnte Istvan Sofron sich trotz enger körperlicher Bewachung mit dem Puck am Schläger um die eigene Achse drehen und den verdienten Anschlusstreffer erzielen. Nur zwei Minuten später deuteten die Pinguine an, dass auch sie endlich verstanden haben, wie man einfache Tore erzielt: Jason Bacashihua konnte einen Schuss von David Fischer auf seinen Schoner natürlich nicht festhalten, so dass Kevin Clark den Abpraller auf Adam Courchaine weiterleiten konnte, der in gewohnt erfolgreicher Manier den 3:3-Ausgleich erzielte.

Bei verteiltem Spiel in Drittel zwei hatte Kuhn verschiedentlich Gelegenheit, sicher und beruhigend in das Spiel einzugreifen. Die erste gute Chance der Pinguine hatte Kretschmann bei einem Unterzahlangriff, als Oliver Mebus auf der Strafbank saß. In der 30. Minute erlöste der Zirkus Krone Variante C (mit Andreas Driendl für Daniel Pietta) die Krefelder Fans: Driendl schloss einen schönen Angriff mit einem Schuss zum 4:3 ins rechte obere Eck des Straubinger Tores ab. Nach dem Powerbreak war Krefeld wieder in Unterzahl ; obwohl die Straubinger wenig druckvoll angriffen, ließen die Pinguine die Konsequenz der Abwehrarbeit vermissen, die ihnen die Möglichkeit zur Neuordnung und zum Atemschöpfen gegeben hätte, gerade so, als ob sie ihrem neuen Torwart reichlich Gelegenheit geben wollten, sich auszuzeichnen, was der dann auch tat. Einen Break mit doppelter Schusschance nutzten die Krefelder nicht, und auch Clark blieb erfolglos bei seinem Versuch, sein 3:2 von Augsburg zu kopieren. Aber 5 Sekunden vor Ende der fünften Straubinger Strafzeit schlug der Top-Torjäger der Liga dann doch zu: wiederum war es David Fischer, dessen flachen Schuss Bacashihua mit dem Schoner nur abwehren konnte, und Joshua Meyers spielte den Abpraller zu Clark, der auf 5:3 erhöhte. Vor Drittelende hatte Mitja Robar noch zwei gute Chancen, wohingegen die Straubinger Chancen nicht so sehr auf eigener Spielkunst als vielmehr auf Nachlässigkeiten in der Krefelder Abwehrarbeit beruhten.

Dieses Bild setzte sich im letzten Drittel fort: Bruder Leichtsinn regierte im Krefelder Drittel und Kuhn bekam mehrfach Gelegenheit, sich auszuzeichnen, wobei ihm auch das Glück des Tüchtigen zur Seite stand (Schussbilanz drittes Drittel: 6:21!). Die Pinguine profitierten offensichtlich auch davon, dass der Play-off-Zug für Straubing schon abgefahren war und man den letzten Biss und Willen bei den Tigers vermisste. Es dauerte bis zur 57.Minute, ehe Sofron mit seinem zweiten Tor alle Zweifel am Spielausgang beseitigte. Im Zusammenspiel mit Driendl und Schymainski wandte er das bewährte Rezept des „unten schießen und den Abpraller aufnehmen und verwandeln“ erfolgreich zum dritten Mal am heutigen Abend an. Es bleibt zu hoffen, dass die Pinguine diese Rezeptur nun verinnerlicht haben.

Tore:
0:1 (2.) Beech (Kramer, Sullivan) PP1
1:1 (4.) Perrault (Methot, Vasiljevs) PP1
1:2 (5.) Down (Germyn, Beech)
1:3 (10.) Stewart (Röthke, Meunier)
2:3 (18.) Sofron (Kretschmann, Schymainski)
3:3 (20.) Courchaine (Clark, Fischer)
4:3 (30.) Driendl (Courchaine, Clark)
5:3 (36.) Clark (Meyers, Fischer) PP1
6:3 (57.) Sofron (Schymainski, Driendl)

Strafzeiten: Krefeld 12, Straubing 14
Schiedsrichter: Hascher / Haupt
Zuschauer: 6356

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