„Gegeneinander um Punkte, gemeinsam für unseren Sport“Fanstammtisch in Dresden

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Mit Sicherheit konnten nicht alle Fragen und Probleme zu einhundert Prozent geklärt werden. Aber vielleicht trug dieser Abend dazu bei, den Fans einige Aspekte näher zu bringen und klarer erscheinen zu lassen. Um es vorweg zu nehmen: Die anwesenden Vertreter der Zweitligisten verstehen die gegenwärtige Situation nicht als Kampf gegen den DEB, sondern als Kampf für ihr Ziel, von dem sie glauben, dass es die Zukunft des deutschen Eishockeys ist und das sie im Idealfall mit dem DEB als Kooperationspartner erreichen wollen. Das mag auf den ersten Blick naiv klingen, ist aber nicht so abwegig. Dazu sind sie bereit, auch Kompromisse in Kauf zu nehmen, die sie dem DEB auch schon, wenn auch bislang erfolglos, unterbreitet haben. Rene Rudorisch: „Auf der Gesellschaftertagung am 1.Juli wird es auch um die DEL2 gehen. Aber wir sitzen endlich mal wieder an einem Tisch und müssen uns in die Augen sehen.“ Genauso positiv sieht der Crimmitschauer Geschäftsführer die Tatsache, dass nach 18 Jahren die Zweitligisten endlich auch mit der DEL direkt ins Gespräch gekommen sind. „Bei der Aushandlung des Kooperationsvertrages mit der DEL vor drei Jahre waren wir bei den Gesprächen, das müssen wir uns als Fehler ankreiden, nicht dabei. Von uns kam die klare Vorgabe, einen Vertrag nur mit geregeltem Auf-und Abstieg abzuschließen. Da wurden Absprachen nicht eingehalten.“ Das Konzept, was jetzt verfolgt wird, wurde von der DEL in Auftrag gegeben und sieht neben einer Reformierung der Liga und einem durchgängigen Auf-und Abstieg auch die Verpflichtung vor, die Nachwuchsförderung zu etablieren. Ob dies nun als DEL2 in der kommenden Saison zum Tragen kommt oder ob die Clubs als ESBG weiter spielen, ist offen. Am Donnerstag der kommenden Woche wird vor dem Landesgericht München die Unterlassungsklage der Zweitligisten in Form einer Anhörung verhandelt werden. „Es ist schwer zu sagen, ob man da Ergebnisse erwarten kann“, schätzt Rene Rudorisch die Situation ein. „Es wird nicht der absolute Durchbruch sein, aber eine Richtung wird in den nächsten zwei Wochen gewiesen werden.“ Fakt ist jedoch, die zehn verbliebenen Zweitligisten hat die Situation zusammengeschweißt. Und die drei Vertreter der sächsische Clubs sind sich einig: „Zur Not spielen wir eine Liga unter uns.“ Aber alle drei hoffen auch, dass es dazu nicht kommt: „Wir müssen eine Lösung finden und das weiß auch der DEB. Schaden nimmt hier nur einer und das ist die Sportart Eishockey.“ Aber es sind so ganz winzige Fünkchen, die die Hoffnung auf eine Einigung nähren. So sagte Eisbären-Manager Peter John Lee das Spiel seiner Mannschaft gegen die Lausitzer Füchse bei deren Halleneröffnung im August zu: Das dürften sie nicht austragen, wenn die Lausitzer in keiner offiziellen Liga spielen. Der SC Riessersee hat einen ausländischen Torhüter verpflichtet: Der wäre in der Oberliga, in der die Werdenfelser bis jetzt antreten, überhaupt nicht spielberechtigt…

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