Gastfreundliche Pinguine verteilen reichlich Geschenke Krefelder Niederlage im Derby

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In altgewohnter Derby-Atmosphäre – einem gut gefüllten König-Palast, einer schwarz-gelben Wand, mit bekannten Stimmungsgesängen und der vertrauten Einlaufchoreographie – versuchten die Pinguine, vom Auftaktbully weg an die gute Leistung in Straubing an zu knüpfen. Bis zum ersten Powerbreak verschafften sie sich ein optisches Übergewicht, ohne allerdings zwingende Chancen herauszuspielen. Danach wurde die DEG etwas stärker, aber hüben wie drüben gab es zahlreiche ungenaue Zuspiele, so dass wirklich spannende Szenen als Ergebnis eines durch dachten und geglückten Aufbaus bzw. Angriffs fehlten. In der 16. Minute erkämpfte sich Dragan Umicevic im Düsseldorfer Drittel die Scheibe, zog vor das Tor von Felix Bick und schoss ihm die Scheibe nach sehr langem Warten zum verdienten 1:0 durch die Hosenträger. Vor Drittelende überstanden die Pinguine ihre erste Strafzeit.

Zwar wanderte direkt nach Wiederbeginn der nächste Pinguin in die Kühlbox, doch hatte das Ergebnis zunächst Bestand, obwohl sich die Fehler und Ungenauigkeiten häuften, von denen einer schließlich zum 1:1-Ausgleich durch Marcel Brandt führte, als Mike Little gerade von der Strafbank zurückkehrte. Eine knappe Minute später saßen dann zwei Düsseldorfer in der Kühlbox und Umicevic konnte nach schönem Zuspiel durch Marcel Müller das 2:1 erzielen. Immer noch in einfacher Überzahl erlaubten sich die Pinguine nur 15 Sekunden später den nächsten krassen Fehler und schenkten Alexander Barta die Chance zum 2:2, die er sich nicht nehmen ließ. Niklas Treutle war wie beim 1:1 ohne Chance.

In den restlichen 36 Minuten des Spiels übertrafen beide Mannschaften sich an Fehlern, Fehlpässen und Ungenauigkeiten, und das Spiel lebte von der Spannung, wer das entscheidende dritte Tor schießen würde. Auf beiden Seiten verhinderte der Pfosten einen weiteren Treffer, in der 59. Minute erkannten die Schiedsrichter ein Tor der Pinguine wegen Torwartbehinderung nicht an. Eine letzte hundertprozentige Chance für Krefeld wurde in Minute 60 vergeben. Die Verlängerung dauerte keine 20 Sekunden. Norm Milley nahm einen Abpraller auf und setzte ihn in die Maschen.

Gäste-Coach Christof Kreutzer freute sich sehr über die zwei Punkte: „Es war ein sehr enges Spiel, Felix Bick hat eine überragende Leistung gezeigt, das Glück war heute auf unserer Seite.“ Mit Bezug auf die vielen unübersehbaren Unzulänglichkeiten meinte er: „Man hätte ein paar Dinge besser spielen können.“

Sein Gegenüber Franz Fritzmeier konstatierte: „Das war eine sehr bittere Niederlage. Beide Mannschaften haben alles gegeben, aber wir mussten natürlich nach dem zweiten Drittel  klar in Führung liegen. Auch ganz kurz vor Schluss hatten wir noch eine Riesenchance, aber wir haben sie nicht genutzt. So ist der Sport, so ist Eishockey. Freitag geht es anders herum für uns, und am Dienstag geht’s weiter.“

Tore: 1:0 (16.) Umicevic (Pietta, Hambly), 1:1 (23.) Brandt (Weiss,Dmitriev/4-5), 2:1 (24.) Umicevic (Müller/5-3), 2:2 (24.) Barta (Lewandowski/4-5), 2:3 (61.) Milley. Strafen: Krefeld 6, Düsseldorf 8.  Schiedsrichter: Brüggemann / Brill. Zuschauer: 6247.