Fünf Tore für die CHLMünchen besiegt Köln mit 5:1

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Zum Spitzenspiel waren die Kölner Haie zu Gast am Münchner Oberwiesenfeld. Die Mannschaft von Trainer Cory Clouston konnte in dieser Saison schon dreimal gegen die Red Bulls München gewinnen. Das Eishockey der Haie würden manche als minimalistisch bezeichnen. Pragmatiker und Profis nennen es effektiv. In der Offensive werden die gebotenen Chancen konsequent genutzt und hinten steht eine stabile Defensive und Gustaf Wesslau: eine Kombination, die Köln zur Mannschaft mit den wenigsten Gegentoren der DEL macht.

Klar war, dass es für die Red Bulls nicht leicht werden würde, da München zuletzt mit einer mangelnden Chancenverwertung zu kämpfen hatte. Wenn Tabellenführer Mannheim noch eingeholt werden soll, muss das Team von Don Jackson die Torchancen effektiver nutzen. Genau das taten sie. Wie entfesselt spielende Münchner gewannen gegen die Kölner Haie mit 5:2 (1:1, 2:1, 2:0).

Von Anfang an sah man eine wie ausgewechselt spielende Münchner Mannschaft. Es wurde direkter gespielt, Zweikämpfe wurden angenommen und aus allen Richtungen wurde geschossen. Beinahe folgerichtig gingen die Red Bulls durch Tobias Wörle in Führung. „Wir haben das wichtige erste Tor geschossen. Das hat uns Selbstvertrauen gegeben“, so Red-Bulls-Coach Don Jackson. Dass die Haie auch Eishockey spielen konnten, bewiesen sie in Form von Patrick Hager nur eine Minute später. Anders als bisher ließ sich München dadurch nicht aus der Ruhe bringen und spielte weiter munter nach vorne. „Wir haben sehr lange gebraucht, bis wir ins Spiel gefunden haben“, so Haie-Coach Clouston.

Als Köln dann sogar in Führung ging, ahnten die Münchner Fans schlimmes, denn immer wenn die Haie gegen die Red Bulls vorne lagen, gaben sie diesen Vorsprung nicht mehr ab. Doch jede Serie reißt einmal, hatte sich Kapitän Michael Wolf gedacht, als er München den Ausgleich bescherte. Kurze Zeit später große Aufregung vor dem Tor von Danny aus den Birken. Die Scheibe lag im Tor, aber nach Studium der Videoaufzeichnung erkannten die Referees den Treffer ab, da aus den Birken im Torraum behindert wurde. Stattdessen brachte erneut Michi Wolf die Red Bulls in Führung.

Die 5070 Zuschauer sahen ein hochklassiges Spiel, das schon deutlichen Play-off-Charakter besaß. Doch damit nicht genug: Brooks Macek brachte die Red Bulls sogar mit zwei Toren in Führung. Die Haie spielten diesmal wenig souverän und offenbarten in der sonst so sicheren Defensive große Lücken. Genau so eine nutzte Maxi Kastner zur 5:2-Führung, die auch gleichzeitig der Endstand war. Mit diesem Sieg festigen die Red Bulls nicht nur Platz zwei in der Tabelle, sondern auch ziemlich sicher die direkte Qualifikation für die Champions Hockey Leauge in der Saison 2017/18. Der Vorsprung auf die drittplatzierten Nürnberger beträgt drei Punkte und 19 Tore.

„Das war heute ein Spiel mit Play-off-Charakter“, so Don Jackson. „München hat unsere Fehler heute ausgenutzt und wir haben einfach zu wenig dafür getan, um dieses Spiel zu gewinnen“, so Cory Clouston.

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