Freezers verlieren Nordderby – 2:3-Heimschlappe gegen Hannover

Hamburg Freezers „frieren Pinguine ein“Hamburg Freezers „frieren Pinguine ein“
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„Die Nummer eins im Norden sind wir“, skandierten die über 300 mitgereisten Fans aus Hannover nach Spielschluss in der Color Line Arena. Ihr Team hatte den Nordrivalen aus Hamburg mit 3:2 geschlagen und ist mit nunmehr sechs Punkten Vorsprung im Tableau der uneingeschränkte Chef im Norden der Republik. Die Hamburg Freezers dümpeln nach dieser Niederlage auch weiterhin im unteren Mittelmaß der Deutschen Eishockey Liga ohne große Hoffung auf baldige Besserung.

Es war ein intensives und emotionales Nordderby vor fast ausverkaufter Kulisse in der Hansestadt. Beide Teams waren sich in den ersten beiden Spielabschnitten ebenbürtig. Eric Schneider (18.) brachte die Gäste im ersten Drittel nach einem wunderschönen Solo mit 1:0 in Führung. Nach der ersten Pause gelang dann den Hausherren der erste Treffer. Christoph Brandner (28.) traf einmal mehr in Überzahl und untermauerte damit seine Position als bester Powerplay-Torschütze der Liga. Großen Anteil an dem Treffer hatten auch Verteidiger Robert Leask der Brandner mit einem traumhaften Pass über zwei Linien wunderbar frei spielte. In der Folge kam mehr Aufregung in die Partie, da Referee Daniel Piechaczek auf beiden Seiten zahlreiche Strafzeiten verteilte. Der Neu-Profi-Schiedsrichter bot zwar keine fehlerfreie, aber durchaus ordentliche Partie, da er auf beiden Seiten einiges an Körperspiel zuließ und so Emotionen in das Spiel brachte. Eine Strafe gegen Marc Beaucage wegen Haltens nutzte in der 35. Spielminute Scorpions-Rückkehrer Brad Tapper aus und erzielte in numerischer Überlegenheit die erneute Führung für sein Team. Die Antwort der Freezers ließ nicht lange auf sich warten: keine drei Minuten später war Francois Fortier (38.) für Hamburg erfolgreich. In doppelter Überzahl überraschte er Scorpions-Schlussmann Alexander Jung mit einem Schuss aus spitzem Winkel.

In den letzten 20 Minuten bauten die Gastgeber aus Hamburger dann überraschend deutlich ab und überließen mehr und mehr den Hannoveraner das Spiel. Zwar hatte DEL Top-Scorer Brad Smyth noch eine Riesenchance, diese wurde aber von Scorpions-Goalie Jung mit einem unglaublichen Save vereitelt. In der Folge kamen die Freezers nur noch zu drei mickrigen Torschüssen. So kam der Siegtreffer durch Hannovers Kapitän Sascha Goc in der 58. Spielminute nicht überraschend. Trotz des über weite Strecken ausgeglichen Spiels war der Siegtreffer der Gäste kurz vor Ende nicht unverdient. (dp)

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