Freezers unterliegen Eisbären

Benoit Laporte bemängelte das "Olé-Olé-Hockey". (Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.de)Benoit Laporte bemängelte das "Olé-Olé-Hockey". (Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.de)
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Das Spiel begann sofort mit einer Großchance für die Eisbären, die die Freezers-Abwehr gerade noch vereiteln konnte indem sie den Puck in letzter Sekunde von der Linie fischte. 30 Sekunden später war es David Wolf der im direkten Konter fast das 1:0 für die Hamburger markierte. An Intensivität nahm das Spiel von Minute von Minute zu, nicht im spieldynamischen, sondern eher im körperlichen Einsatz. Nach fünf Minuten vergab Florian Busch eine Großchance im Powerplay, nachdem Wolf eine zwei Minuten Strafe für „angebliches“ Beinstellen kassierte. Anschließend war es Jesper Jenssen der nach einem Poke-Check alle Zeit der Welt bei einem Breakaway hatte, aber mit dem Schuss höchstens drei Punkte für ein Field-Goal beim American-Football bekommen würde, da dieser derartig weit über das Tor ging.

In Minute zehn kam es dann zum Höhepunkt des Drittels nachdem ein Berliner trotz eines Abseitspfiffs den Puck Richtung John Curry schoss. In der anschließenden Rudelbildung war es wieder einmal David Wolf der im Mittelpunkt stand als er sich mit Julian Talbot eine Schlägerei in NHL-Manier lieferte und diese klar gewann. Das zweite Tor schoss Laurin Braun (Regehr, Constantin Braun) nach starker Kombination in der 15. Spielminute. Thomas Oppenheimer (Flaake, Festerling) konnte sieben Sekunden vor Schluss zum 1:2 verkürzen.

Das zweite Drittel startete genauso rasant wie das vorhergegangene. Nach bereits 24 Sekunden schossen die Eisbären das 3:1 durch Sven Felski (Christensen, Regehr). Manch ein Fan hatte wohl nach diesem Tor schon mit dem Spiel abgeschlossen, allerdings bewiesen die Freezers das dies nicht von Nöten war. Wie von einem Blitz getroffen änderte sich das Spiel der Freezers schlagartig. Mit starkem Forechecking, besonders durch die „Jungen Wilden“ (Wolf, Flaake, Festerling) bauten die Freezers immer mehr Druck auf und waren plötzlich spielbestimmend. In der 30. Spielminute war es Charlie Cook (Aubin. Curry) der mit seinem ersten Tor für die Freezers den Anschlusstreffer markierte. Nur 56 Sekunden später war es erneut Oppenheimer (Flaake) der nach einem starken Konter über die rechte Flanke den Ausgleich herstellte. Als die Kühlschränke dann in Minute 36 auch noch den Führungstreffer durch Engelhardt (Wolf, Köppchen) erzielten stand die O² World Kopf.

Mit großen Erwartungen ging es dann in den letzten Spielabschnitt, der allerdings für eine erneute Überraschung sorgte. Die Eisbären drehten das Spiel erneut herum durch Tore von Florian Busch (Tallackson, Olver) und Mads Christensen (Braun, Felski) und entschieden somit das Spiel mit 5:4 für die Eisbären.

Stimmen zum Spiel:

Benoit Laporte: „Gratulation an Berlin. Die Eisbären waren zwei Drittel das bessere Team und bereit, heute durchs Feuer zu gehen. Meine Spieler haben über weite Strecken zu wenig Kampf geboten und wohl gedacht, sie hätten Verträge bei den Los Angeles Kings bekommen. Olé-Olé-Hockey ist zwar schön für die Zuschauer, bringt aber keine Punkte!“

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