Freezers spielten das lauteste Drittel der Saison – 6:3 gegen Nürnberg

Hamburg Freezers „frieren Pinguine ein“Hamburg Freezers „frieren Pinguine ein“
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So etwas hat es in der Color Line Arena noch nicht gegeben. Nicht nur dass sie die schönste Arena in Deutschland ist, jetzt ist sie auch noch die lauteste. Das gesamte zweite Drittel wurde gesungen und geklatscht, kaum einer der 12.759 Zuschauer in der ausverkauften Arena konnte sich dieser Stimmung entziehen.

Schuld daran waren die Hamburg Freezers. „Der Funke sprang vom Team auf die Zuschauer über“, so der Kommentar von Hamburgs Co-Trainer Mike Schmidt.

Das Spiel begann ohne großes Abtasten, sofort gab es Torszenen auf beiden Seiten. Die

8. Minute brachte die Hamburger Führung durch einen knallharten Schuss von Shane Peacock (A. Schneider, M. Walter). Nur drei Minuten später, die Freezers spielten in Überzahl (M. Jiranek saß auf der Strafbank) vertändelte P. Köppchen den Puck, Benjamin Barz ging damit auf und davon und erzielte den 1:1 Ausgleichstreffer. Doch die Freezers spielten ihr Powerplay weiter, als wenn nichts gewesen wäre, und kamen in der 12. Minute durch Mark Greig (D. van Impe, B. Purdie) zur 2:1 Führung.

Dann begann mit dem zweiten Drittel einer der Saisonhöhepunkte in Hamburg. Die Freezers spielten schnell und aggressiv, die Ice Tigers wurden zu Statisten degradiert.

In der 22. Minute ließ Steve Washburn (R. Francz, D. van Impe) den Nürnberger Goalie Frederic Chabot ganz alt aussehen und verwandelte zum 3:1.

Als Bobby House (J. Plachta, D. Tomlinson) in der 30. Minute das 4:1 erzielte zog der Nürnberger Trainer Greg Poss die Notbremse. Auszeit der Ice Tigers und danach Torwartwechsel, es kam Alfie Michaud für den glücklosen Chabot.

Doch auch Michaud blieb nicht lange ohne Gegentor: In der 38. Minute wurde er von Andy Schneider (B. Purdie, M. Walter) überwunden, Spielstand 5:1. Das Drittel endete mit einer La Ola Welle der begeisterten Zuschauer.

Im letzten Drittel überließen die Freezers den Nürnbergern die Initiative. Thomas Greilinger (Y. Stastny, J. Stephane) nutze in der 44. Minute ein Nürnberger Überzahlspiel zum 5:2.

Die Hamburger blieben weiter hanseatisch kühl und ließen die Gäste aufspielen. In der 56. Minute nahmen die Nürnberger ihren Torwart vom Eis und wurden prompt belohnt. Greg Leeb (B. Barz, V. Aab) erzielte das 5:3. Noch einmal gelang dieser Coup allerdings nicht, denn in der 60. Minute traf Jacek Plachta (D. Tomlinson, D. van Impe) zum 6:3 Endstand in das leere Tor der Ice Tigers.

Ein Highlight der besonderen Art erlebte die Strafbankbetreuerin der Hamburger, Monika Kallsen. Sie war als Ersatz eingesprungen und hatte in der 7. Minute Brad Purdie zu Gast. Dieser war anscheinend so beeindruckt, dass er, als Monika ihm nach Ablauf der Strafe die Tür öffnete, sich artig mit einem „Danke“ verabschiedete.

Tore:

1:0 07:40 Shane Peacock (A. Schneider, M. Walter)

1:1 10:45 Benjamin Barz

2:1 11:23 Mark Greig (D. van Impe, B. Purdie)

3:1 21:27 Steve Washburn (R. Francz, D. van Impe)

4:1 29:57 Bobby House (J. Plachta, D. Tomlinson)

5:1 37:11 Andy Schneider (B. Purdie, M. Walter)

5:2 43:52 Thomas Greilinger (Y. Stastny, J. Stephane)

5:3 55:34 Greg Leeb (B. Barz, V. Aab)

6:3 59:13 Jacek Plachta (D. Tomlinson, D. van Impe)

Strafzeiten: Hamburg Freezers 12 Min., Nürnberg Ice Tigers 10 Min.

HS: Willi Schimm