Freezers sichern sich das ViertelfinaleHamburg - Schwenningen 2:0

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Dänen-Stürmer Morten Madsen und Topscorer Kevin Clark holten für die Hanseaten die Punkte – ein wichtiger Sieg, der den Freezers die vorzeitige Viertelfinalteilnahme der Play-offs sichert. Freezers-Goalie Sébastien Caron hielt sein Kasten sauber und konnte so seinen dritten Shutout in der laufenden Saison feiern.

Zwischen den Norddeutschen und den Gästen aus dem Süden entwickelte sich vor 12.211 Zuschauern in der o2 Wold ein umkämpftes Spiel. Ein offener Schlagabtausch prägte das erste Drittel, in dem sich keines der beiden Teams hervorheben konnte.

Sowohl Schwenninger als auch Hamburger wussten ihren Kasten gut zu verteidigen, obwohl letztere – dank sechs verletzter und zwei gesperrter Spieler – an Personalmangel leiden und mit fünf Verteidigern angetreten waren. Die Schwenninger Abwehrmauer trotzte auch dem Powerplay der Hamburger. So ging das erste Drittel torlos für beide Parteien vorüber. Für Freezers-Headcoach Serge Aubin war es klar, das wird heute kein Spaziergang: „Ich hab‘ die Jungs gewarnt, dass es ein hartes Spiel wird.“ Im Kampf um den direkten Einzug in die Play-offs zählt jeder Punkt.

Das Mitteldrittel startete mit vier gegen vier und bildete die Fortsetzung des ersten – Chancen auf beiden Seiten, doch beide Mannschaften scheiterten an der jeweiligen Abwehr des anderen. An Freezers-Goalie Sébastien Caron und an Markus Janka, Schlussmann der Schwenninger, schien einfach kein Weg vorbeizuführen – wieder ging es mit 0:0 in die Kabine.

Das letzte Drittel sollte die Entscheidung bringen: die Gäste, trotz abzusitzender Strafen, mit mehr Schüssen auf das Tor der Freezers, blieben erfolglos. Dann drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit verwerteten die Hamburger ihre Chance – erst traf Freezers-Stürmer Adam Mitchell im Powerplay die Latte, dann setzte Teamkollege Morten Madsen schnell noch mal nach und schob den Puck ins Netz. Die letzten Minuten schien Hamburg noch aufgesparte Kraftreserven zu mobilisieren und so sorgte 51 Sekunden vor Schluss Kevin Clark mit dem Empty-Net-Treffer für die Entscheidung für Hamburg.

Dave Chambers, Trainer Schwenninger Wild Wings: „Wir haben hart gekämpft und nicht aufgegeben, doch die Strafen im letzten Drittel haben dann den Unterschied gemacht. Unser Goalie hat ein sehr gutes Spiel gezeigt. Ich bin sehr zufrieden mit seiner Leistung sowie auch mit den jungen Spielern, die heute bei uns zum Einsatz kamen.“

„Anfangs haben wir nicht so gespielt, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich denke, das Spiel in Köln war sehr kräftezehrend für uns“, sagte Serge Aubin, der Trainer der Hamburg Freezers, der dieser Tage nur noch verdient lobende Worte über seine Mannschaft findet. „Die Mannschaft wollte unbedingt diesen letzten Sieg vor unserem Publikum und die Fans waren uns heute eine große Motivation. Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Ergebnis, aber noch mehr mit der Leistung und dem Charakter, den wir die Woche über gezeigt haben – im Hinblick auf die Gegner, die Zahl der Verletzungen und den Sperren von Spielern. Das war eine schwere Woche für uns und ich bin sehr stolz auf die Jungs.“

Morten Madsen „Wir hatten eine Menge Möglichkeiten geschaffen und trotzdem wollte der Puck nicht rein. Von Beginn an war uns klar, dass es ein sehr enges Spiel werden würde. Dann tut es gut zu sehen, dass man einen guten Job gemacht hat und letztendlich auch ein Tor beigesteuert hat. Die direkte Viertelfinal-Qualifikation ist sehr wichtig für uns. Wir haben viele Verletzte und alles, was wir an Extra-Regenerationszeit bekommen können, wird dringend benötigt.“

Ein gutgelaunter Thomas Oppenheimer über den geschrumpften Kader und das Freezers-Verletzungspech: „Wir spielen einfach weiter, es hilft ja nichts. Wir haben die ganze Saison mit nur drei Reihen gespielt. Das ist eigentlich Wahnsinn, aber wir haben es geschafft und sind gut platziert. Deswegen können wir auch so weiterspielen und weiterhin Gas geben und Erfolg haben.“

Hamburg wird die Hauptrunde auswärts beenden: am kommenden Freitag spielen sie in Nürnberg gegen die Thomas Sabo Ice Tigers und am Sonntag geht es dann weiter zum Meister nach Ingolstadt. Die Schwenninger dürfen Freitag erstmal zu Hause bleiben und empfangen den EHC Red Bull München, bevor sie Sonntag das letzte Hauptrundenspiel in München bestreiten.

Tore:
1:0 (57:10) Madsen (Sertich, Mitchell/5-4)
2:0 (59:06) Clark (Mitchell, Schubert/ENG)

Schiedsrichter: Aicher, Yazdi / Janssen, Ponomarjow
Strafen: Hamburg 4, Schwenningen 10 + 10 (Greentree)
Zuschauer: 12.211


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