Freezers-Krise hält an: 0:1-Heimniederlage gegen Frankfurt

Freezers absolvieren Saisonvorbereitung in HamburgFreezers absolvieren Saisonvorbereitung in Hamburg
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Und wieder nix! Auch gegen die

Frankfurt Lions reichte es für die Hamburg Freezers nicht zu einem dringend

benötigten Sieg. Ein Tor machte am Ende den Unterschied und auf Freezers-Seite

blieb die Erkenntnis: Hier muss endlich was passieren, ansonsten ist Rang 10 schneller

weg als gedacht. Dabei war heute nicht einmal auszumachen, wer um die Tabellenspitze

spielt und wer um Tabellenplatz zehn kämpft. Beide Mannschaften egalisierten

sich auf niedrigem Niveau und boten den rund 7.000 Zuschauern in Hamburg eine

höhepunktarme Partie. Aber wie das meistens so ist: Wenn es nicht läuft, dann

läuft es nicht. Und so waren es in der 45. Minute eben die Frankfurt Lions und

nicht die Hamburg Freezers, die den einzigen Treffer der Partie erzielten. Mittelstürmer

Martin Reichert traf im zweiten Versuch und machte sich mit seinem zweiten

Saisontreffer zum umjubelten Frankfurter Siegtorschützen.

Für die Hamburger ist die

Tatsache, dass ein Unentschieden gerechter gewesen wäre nichts als ein unnützes

Trostpflaster, denn auch die Konkurrenz spielte gegen Hamburg. Ingolstadt beendete

mit neuem Coach die Siegesserie des Tabellenersten aus Berlin und zog an den

Elbstädtern vorbei, Krefeld rückte durch einen beeindruckenden Dreier gegen Nürnberg

auf nur einen Zähler an das Team von Trainer Bill Stewart heran. Dessen

Kommentar auf der Pressekonferenz wirkte leicht verwunderlich, sah der Kanadier

wohl als einziger in der Color Line Arena ein Spiel mit Playoff-Charakter und

zwei tollen Teams.

Dass die Situation in Hamburg

angespannt ist zeigten auch zwei weitere Szene nach dem Abpfiff. Zum einen war

Verteidiger Stephan Retzer bei seinem Interview-Marathon nach dem Spiel die

Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben, zum anderen lieferte sich Co-Trainer Bob

Leslie noch ein Scharmützel mit einem Fan, der Leslie mit Bier überschüttet

haben soll, zumindest aber über das Plexiglas in Richtung Freezers-Trainer gelangt

hat. Die emotionale Reaktion Leslies war verständlich, die gesamte Situation

Sinnbild für die Hamburg Freezers im Herbst 2007. (dp)