Freezers im Winterschlaf - 1:3 gegen Mannheim

Hamburg Freezers „frieren Pinguine ein“Hamburg Freezers „frieren Pinguine ein“
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Die Hamburg Freezers präsentierten sich am Dienstagabend wieder einmal als eine launische Diva. In der Color Line Arena sahen 12.414 enttäuschte Zuschauer eine desolate Leistung ihres Teams. Nach sieben Heimsiegen in Folge gaben die Hanseaten erstmals seit dem 14. Dezember (1:2 gegen Düsseldorf) die Punkte wieder ab. Von Beginn an waren die Gäste aus Mannheim das aktivere Team. Die Freezers wirkten müde und lustlos, während die Adler durch aggressives Spiel sofort die Initiative ergriffen.

In der 10. Minute konnte Christoph Ullmann ungehindert um das Freezers Tor herumfahren und dann in aller Ruhe die Scheibe an Boris Rousson vorbei ins Tor befördern, Mannheim führte 0:1. Es folgte ein leichtes Aufbäumen der Hamburger, die in der Folge zu einigen guten Torchancen kamen. Sie scheiterten allesamt an dem glänzend haltenden Mannheimer Goalie Richard Shulmistra, der an diesem Abend zum Matchwinner wurde. In der 17. Minute nutzten die Adler eine weitere Unachtsamkeit der Gastgeber zum 2:0 durch Mike Kennedy (S. Goc, S. Junker), der fünf Meter vor dem Tor frei zum Schuss kam und den Puck vorbei an Boris Rousson in den Winkel beförderte. Die Hamburger Zuschauer quittierten das Spiel ihrer Lieblinge mit „Wir woll’n euch kämpfen seh’n“ Gesängen.

Aber so richtig kamen die Freezers an diesem Abend nicht in Schwung. Auch im zweiten Drittel gelangen kaum Kombinationen und auch das Überzahlspiel wurde viel zu langsam und statisch vorgetragen. Die einzige Ausnahme war in der 35. Minute zu sehen, als der Mannheimer Kapitän Sascha Goc für zwei Minuten auf die Strafbank musste. Er hatte kaum Platz genommen, als Dan Lambert (A. Schneider, J. Plachta) nach nur 10 Sekunden auf 1:2 verkürzte. „Jetzt geht’s los“ sangen die Hamburger Fans, doch auch dieser Treffer brachte nicht die erwartete Wende. Das Spiel der Gastgeber blieb schwach und ideenlos.

Nur drei Minuten später war der alte Abstand wieder hergestellt. Boris Rousson konnte einen Schuss von Steve Junker nur abprallen lassen und wieder war Mike Kennedy zur Stelle, der die Scheibe zum 1:3 über den liegenden Torhüter unter die Latte bugsierte.

Wer nun dachte, dass die Freezers im letzten Drittel noch einmal die Ärmel hochkrempeln und das Spiel drehen wollten, sah sich getäuscht. Auch in diesem Drittel enttäuschten die Hamburger. Selbst in den letzten vier Minuten des Spiels in Überzahl erzielten sie keinen Treffer. „Es war einfach nicht unser Tag“, so ein Freezers Angreifer. Die Anzahl der Torschüsse der Hamburger sagt alles, es waren lediglich 18 Schüsse in 60 Minuten.

Schon am morgigen Donnerstag haben die Freezers Gelegenheit sich zu rehabilitieren, dann geht es in der Color Lone Arena gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Krefeld.

Tore:

0:1 09:53 Christoph Ullmann (T. Martinec, R. Corbet)

0:2 16:05 Mike Kennedy (S. Goc, S. Junker)

1:2 34:36 Dan Lambert (A. Schneider, J. Plachta)

1:3 37:08 Mike Kennedy (S. Junker, N. Pyka)


Strafzeiten: Hamburg Freezers 14 Min., Adler Mannheim 24 Min.

Schiedsrichter: Ralph Dimmers

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