Freezers eiskaltIngolstadt - Hamburg 3:4 n.P.

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Im ersten Drittel hatten die Gastgeber leichte Vorteile, was den Puckbesitz angeht, die Freezers  aber gefährlicher und ideenreicher unterwegs.  Nach fünf Minuten erstes Powerplay für den Meister, ein misslungener Wechsel sorgte aber für eine 3:1-Überzahlsituation der Gäste. Diese konnte zum Glück für den ERC noch bereinigt werden. Wie Überzahl gehen kann, durften die 3973 Zuschauer nach elf Minuten bewundern. Bullygewinn Hamburg, Pass an die blaue Linie und Matt Pettinger lässt den Puck an Freund und Feind vorbei ins Tor segeln. Kurz darauf wieder Ingolstadt mit einem Mann mehr auf dem Eis und wieder wurde es brenzlig. Martin Davidek vertändelt den Puck an der gegnerischen blauen Linie und nur Timo Pielmeier ist es zu verdanken, dass es zur ersten Pause keine weiteren Rückschläge für die Panther gab. Den Nachschuss von Nicolas Krämmer konnte er gerade noch an den Pfosten lenken (13.). Ingolstadt weiter bemüht, aber die Effizienz vorm Tor war in den vergangen Spielen durchaus ausbaufähig.

Start ins Mitteldrittel mit erneuter Überzahl für Ingolstadt,  diese Situationen aber kein Leckerbissen für Fans und Alarmstufe Rot für die Panther. Fast nur die Gäste im Angriff, die numerische Unterlegenheit nicht zu sehen. Auch hier wieder Nicolas Krämmer mit der Chance auf das 2:0 für die Freezers. Aber Fortuna hatte den Meister nicht verlassen, irgendwie springt der Puck zu Björn Barta und der schafft den Puck zum Ausgleich ins Netz (23.). Einfaches Eishockey kann so simpel und auch erfolgreich sein, keine zwei Minuten später wird Adam Mitchell aus dem Hintertorraum bedient und muss aus kürzester Distanz nur noch vollstrecken. Der ERC blieb am Puck, als Patrick Hager nach gut 30 Minuten einen Hamburger Aufbaupass abfangen konnte, zeigte Brandon Buck seinen Torriecher und glich erneut aus. Und mit Fortuna gegen Einfach ging es auch weiter, wunderschönes Passspiel der Gäste, Krämmer mit dem genauen Pass von der Bande auf Thomas Oppenheimer und der wartet solange, bis alles passt. Auch der Puck zum 3:2 kurz vor der zweiten Pause ins Ingolstädter Tor.

In den folgenden Minuten egalisierten sich beide Teams größtenteils, Ingolstadt betrieb weiter viel Aufwand und wurde in der 57. Minute dafür belohnt. Jared Ross mit dem Pass vors Tor und John Laliberte fälscht ab. Da auch die Verlängerung keine Entscheidung brachte, ging es ins Penaltyschießen. Dort verließ Fortuna die Panther, Adam Mitchell verwandelte den zehnten Penalty zum Extrapunkt für die Hanseaten. ERC-Kapitän Patrick Köppchen, der heute als erst elfter Spieler in der Geschichte der DEL sein 800. Spiel in Deutschlands höchster Spielklasse bestritt, sagte nach dem Spiel: „Wir können froh sein über diesen einen Punkt. Wir haben nur wenige Fehler gemacht, aber  die hat Hamburg eiskalt ausgenutzt. Zum Glück haben wir jetzt etwas Zeit, um den Kopf frei zu bekommen“. Ingolstadts Trainer Larry Huras bemängelte, dass man nicht 60 Minuten mit der nötigen Konzentration und Power gespielt hat. „Man muss in Spielen gegen die Top Vier Play-off-Stimmung spüren, das hat uns leider gefehlt“. Gegen Schwenningen kommenden Freitag müssen wieder Punkte her, will man die aktuell noch gute Ausgangslage nicht verspielen.


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