Freezers brauchen noch einen SiegHamburg - Düsseldorf 4:2

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„Am Sonntag haben wir nun die Chance, die Serie zu beenden. Das ist es, worauf wir hin arbeiten“, so der dänische Stürmer Morten Madsen, der gleich doppelt für sein Team traf. Damit sind die Freezers nun nur noch einen Sieg entfernt vom Einzug ins Halbfinale. Die Tore für die Hamburger erzielten Thomas Oppenheimer, Morten Madsen (2) und Adam Mitchell. Auf Seiten der DEG waren Alexander Thiel und Kurt Davis erfolgreich.

Zwei Spieler mussten das Spiel aufgrund von Sperren untätig verfolgen: Freezer Nico Krämmer war wegen eines Checks von hinten in Spiel drei für zwei Spiele gesperrt worden. Der Düsseldorfer Stephan Daschner wurde für sechs Spiele nach Spiel drei gesperrt, weil er nach Spielende einen Puck über das Fangnetz in die Fankurve geschossen hatte.

Am Freitagabend bot sich den 8814 Fans in der o2 World Hamburg ein spannendes und hart umkämpftes fünftes Viertelfinalspiel. Im ersten Abschnitt wurde sich anfangs noch etwas abgetastet, bis Thomas Oppenheimer zur Hälfte des Drittels sein viertes Play-off-Tor erzielte und die Hamburger damit in Führung schoss. Nun erhöhte auch die DEG den Druck, doch sowohl die Düsseldorfer als auch die dominanteren Hamburger konnten ihre Chancen nicht nutzen.

Die Hamburger, die die ganze Saison über verletzungsbedingt nicht mehr als drei Reihen auf das Eis bringen, wurden nicht müde, sich auch im zweiten Drittel gegen die Gäste zu behaupten. Mit mehr Chancen und Schüssen auf das Tor von DEG-Goalie Beskorowany hatten sie die Oberhand, doch am Ende war es der Düsseldorfer Stürmer Alexander Thiel, der den Ausgleichstreffer zum 1:1 erzielte.

Der Schlussabschnitt begann für die Düsseldorfer Gäste mit einem Powerplay, nachdem der Hamburger Garrett Festerling eine Strafe für zu viele Spieler auf dem Eis absaß. Die Norddeutschen überstanden die Unterzahl unbeschadet und nutzen dann wenig später eine Unterzahl der Gäste für sich. Morten Madsen machte erst im Powerplay den Führungstreffer und baute diesen dann fünf Minuten später mit seinem zweiten Treffer zum 3:1 weiter aus. Ebenfalls im Powerplay – Freezer Kevin Schmidt saß gerade draußen wegen Beinstellens – schaffte Düsseldorfs Kurt Davis den Anschlusstreffer. Die Gäste hatten zuvor Schlussmann Broskorowany heraus genommen und gegen einen sechsten Spieler ersetzt. In der Schlussminute sicherten sich die Hanseaten dann ihren dritten Heimsieg durch ein Empty-Net-Tor in Unterzahl von Adam Mitchell.

Am Sonntag heißt es dann für die Freezers, die Serie beenden und ins Halbfinale einziehen, oder aus Sicht der Düsseldorfer ausgleichen und die Entscheidung auf Spiel sieben vertagen. Eines ist sicher – es bleibt spannend in dieser Serie.

Freezers-Headcoach Serge Aubin: „Im ersten Drittel konnte man fühlen, dass beide Seiten bloß keinen Fehler machen wollten. Gut gefallen hat mir der zweite Abschnitt, obwohl wir keine Tore gemacht haben, aber wir hatten viele gute Möglichkeiten. Wenn man in der Lage ist, sich solche zu schaffen, dann hat man das Richtige gemacht. Tore fallen dann zwangsläufig. Das Gegentor war schmerzhaft, aber wir haben uns zurück gekämpft mit einem Powerplay-Tor und haben dann noch eines drauf gesetzt. Nach dem Anschlusstreffer der DEG im 6:4-Powerplay hätten wir leicht einbrechen oder nervös werden können. Doch die Jungs haben weiter ihr Ziel verfolgt, das Spiel für sich zu beenden.“

DEG-Headcoach Christof Kreutzer: „Das Spiel war sehr eng, ich denke, dass das Spiel auch ebenso gut hätte umgekehrt ausgehen können. Wir haben aber auch in entscheidenden Phasen die ein oder andere Strafzeit zu viel nehmen müssen, das können wir uns nicht leisten. Hamburg ist eine sehr hart arbeitende Mannschaft, gerade vor unserem Tor. Sie sind auch offensiv immer sehr gefährlich. Wir haben dann noch mal versucht, alles auf eine Karte zus etzen. Sicherlich haben wir nun am Sonntag den Druck auf unserer Seite, aber nun müssen wir schauen, dass wir unser Spiel wieder zurückholen und ein siebtes Spiel erzwingen.“

Unklar bleibt eine Szene, in der Christof Kreutzer behandelt wurde. Offenbar hatte ihn eine Klatschpappe getroffen. Scheinbar endete die Szene zum Glück ohne jeglichen Kratzer für den DEG-Trainer. Auch Kreutzer selbst wusste nicht, was wirklich passiert war.

Freezers-Doppelschütze Morten Madsen: „Es war mal wieder ein enges Spiel. Aber obwohl es so knapp war, denke ich, wir hatten die Oberhand. Wir haben uns eine Menge guter Chancen erarbeite“

„Wir haben heute unser Spiel gespielt. Das Timing hat gestimmt und wir haben die Mitte zugemacht. Das war schwer heute, aber 4:2 ist ein gutes Ergebnis. Beskorowany hat unglaublich gut gehalten, wir hätten auch mehr Tore haben können, aber manchmal will der Puck einfach nicht rein. Doch wir haben zusammengehalten und am Ende unser Ziel erreicht“, so Adam Mitchell, der sein drittes Play-off-Tor erzielte. „Für Sonntag werden wir uns jetzt ein bisschen erholen und dann weiter unser Spiel spielen.“

Thomas Oppenheimer über die Mannschaftsleistung: „Wir haben in Überzahl getroffen, waren gut in Unterzahl und haben diszipliniert gespielt, das macht momentan in jedem Spiel den Unterschied aus. Wenn es mal nicht läuft, geduldig bleiben. Du kannst nicht deinen Fokus verlieren, das wird dann ausgenutzt. Ruhig bleiben, konzentriert bleiben und dich auf dein Spiel konzentrieren und dann bist du auch erfolgreich. Jeder von uns hat heute gut gespielt und sich reingeschmissen. Es macht einfach Spaß zusehen, dass jeder sich aufopfert.“

Spiel sechs der Serie steigt am Sonntag um 14.30 Uhr im ISS Dome in Düsseldorf.

Tore:
1:0 (10:12) Oppenheimer (Westcott, Schubert)
1:1 (27:32) Thiel (Dolak, Strodel)
2:1 (47:04) Madsen (Sertich, Roy/5-4)
3:1 (52:02) Madsen (Mitchell)
3:2 (54:51) Davies (Olimb, Ebner/6-4)
4:2 (59:01) Mitchell (Westcott, Jakobsen/4-5, ENG)

Schiedsrichter: Piechaczek, Rohatsch; Janssen, Ponomarjow
Strafen: Hamburg 12, Düsseldorf 10
Zuschauer: 8814


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