Freezers bleiben das Team der Stunde - Haie mit Null-Punkte-WochenendeDEL-Spieltag kompakt

Die Kölner Haie verloren mit 0:2 gegen den EHC Red Bull München - Foto: ISPFDDie Kölner Haie verloren mit 0:2 gegen den EHC Red Bull München - Foto: ISPFD
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Einen Dämpfer mussten die Krefeld Pinguine hinnehmen, die nach zu vor fünf Siegen in Reihe gegen Nürnberg nicht über ein 3:7 hinaus kamen. Die Kölner Haie verpassten es derweil von den Ausrutschern der Konkurrenz zu profitieren. Der Liga-Primus unterlag dem EHC Red Bull München mit 0:2 und nahm zum ersten Mal im Saisonverlauf zwei Niederlagen in Folge hin. Unterdessen bleibt Wolfsburg durch ein 4:2 in Iserlohn an den Top-fünf dran und Augsburg feierte ein 3:2 nach Verlängerung über Ingolstadt. Straubing feierte ein 5:1 in Schwenningen.

Hamburg Freezers – Adler Mannheim 3:2 (0:1, 1:1, 2:0)

Adler Coach Harry Kreis hatte seine Mannschaft im Gegensatz zur 2:4-Niederlage am Freitag gegen Krefeld auf drei Positionen verändert. Matthias Plachta, Martin Buchwieser und Florian Kettemer rückten für Mike Vernace, Simon Gamache und Mirko Höfflin in den Kader. Kai Hospelts erster Scorerpunkt im zweiten Saisonspiel feierte der Stürmer beim 1:0 der Adler durch Marcus Kink. Nach dem Wechsel glich Garrett Festerling für die Freezers aus. Es folgten zwei Schnapszahlentreffer: Erst brachte Frank Mauer seine Adler bei 33:33 wieder in Front, eher Thomas Oppenheimer bei 44:44 erneut ausgleichen konnte. Den Schlusspunkt setze Kevin Schmidt rund fünf Minuten vor dem Ende.
Tore: 0:1 Marcus Kink (8:23), 1:1 Garrett Festerling (23:51), 1:2 Frank Mauer (33:33), 2:2 Thomas Oppenheimer (44:44), 3:2 Kevin Schmidt (54:20)

Zuschauer: 7.295

Kölner Haie – EHC Red Bull München 0:2 (0:0, 0:0, 0:2)

In Köln neutralisierten sich die Haie und die Red Bulls über weite Strecken gegenseitig. Beide Teams hatten Möglichkeiten in Fron zu gehen, aber richtig zwingendes war zunächst nicht dabei. Erst fünf Minuten vor der zweiten Pause zog das Tempo merklich an und die Teams nahmen den Schwung mit in den Schlussabschnitt. Den besseren Start erwischten hier die Gäste, die durch Grant Lewis in Front gingen. München nahm in der Folge teils unnötige Strafen und der KEC drückte. EHC-Goalie Jochen Reimer war gefordert und der National-Goalie hielt seinen Kasten mit guten Paraden sauber. Darren Haydar (56.) sorgte mit dem zweiten Powerplaytreffer der Partie schließlich für die Entscheidung.
Man of the Match Jochen Reimer: „Es war das erwartet schwere Spiel. Die Kölner stehen nicht umsonst da oben. Die haben eine sehr gute Truppe und sind die beste Mannschaft der Liga. Daher tut es doppelt gut, hier gewonnen zu haben. Für mich lief es heute sehr gut, aber ich muss meinen Vorderleuten ein Kompliment machen. Sie haben alles gegeben."
Tore: 0:1 Grant Lewis (41:09), 0:2 Darren Haydar (55:26/PP1)
Zuschauer: 8.148

Eisbären Berlin – Düsseldorfer EG 1:2 (0:0, 1:1, 0:0, 0:0, 0:1) SO


Neben den verletzten Manuel Strodel, Colin Long, Corey Mapes, Daniel Kreutzer, Ken Andre Olimb und Bernard Ebner musste die Düsseldorfer EG im Auswärtsspiel bei den Eisbären Berlin auch auf Keeper Stefan Ridderwall (Gehirnerschütterung) verzichten. Dafür stand Bobby Goepfert im Kasten und der bekam erwartungsgemäß bereits im ersten Drittel einiges zu tun, da die Eisbären nur den Weg nach vorne kannten. Der DEG-Goalie hielt stand und sah dann, wie Dominik Daxlberger die Rot-Gelben im zweiten Abschnitt nach einem Konter sogar in Führung brachte und damit den Spielverlauf völlig auf den Kopf stellte. Drei Minuten vor dem Ende des Mitteldurchgangs durchbrach Darin Olver die Düsseldorfer Mauer mit einem abgefälschten Schuss. Berlin drückte weiter, hatte Chancen ohne Ende, doch Goepfert erwischte einen Sahnetag. Selbst eine dreifache Fünf-gegen-Drei-Überzahl innerhalb der 60 Minuten wussten die Berliner nicht für sich zu nutzen. Die Strafe: Düsseldorf entführte zwei Zähler aus der Hauptstadt und sorgte so für eine kleine Sensation. Weil Bobby Goepfert sensationell parierte.
Tore: 0:1 Dominik Daxlberger (23:32), 1:1 Darin Olver (37:01), 1:2 Ashton Rome (65:00/PS)

Zuschauer: 11.700

Schwenninger Wild Wings – Straubing Tigers 1:5 (1:2, 0:2, 0:1)

Nichts zu machen gegen Straubing: Die Tigers erwischten in Schwenningen einen Start nach Maß und führten nach nur neun Minuten bereits mit zwei Toren. Die Wild Wings konnten kurz darauf zwar verkürzen, aber mehr ließen die Niederbayern nicht mehr zu. Schlussmann Jason Bacashihua lieferte eine überragende Partie ab, und in der Offensive lief es ebenfalls. Mit drei Toren in den letzten 40 Minuten sicherte sich Straubing ein 5:1 im Schwarzwald und René Röthke schnürte einen Doppelpack.
Tore: 0:1 Blaine Down (4:55), 0:2 René Röthke (8:25/PP1), 1:2 Morten Green (11:39/PP1), 1:3 Sean Sullivan (32:20/PP1), 1:4 René Röthke (39:42), 1:5 Karl Stewart (48:25/PP1)
Zuschauer: 5.123

Krefeld Pinguine – Thomas Sabo Ice Tigers 3:7 (1:3, 1:1, 1:3)

Fehlstart für die Pinguine: Nachdem ein vermeintlicher Treffer von Adam Courchaine nach dem Videobeweis nicht gegeben werden konnte, drehte Nürnberg auf. Jason Jaspers (11.) stellte die Führung für die Gäste her, die Festerling und Reimer mit einem Doppelschlag in der 16. Spielminute ausbauten. Den Anschluss der Gäste drei Sekunden vor der ersten Sirene konterte Tim Schüle kurz nach Wiederbeginn. Der erneute Anschluss der Hausherren durch Joshua Myers war jedoch am Ende bedeutungslos, denn Nürnberg zog bis zur Schlusssirene auf 3:7 davon.
Tore: 0:1 Jason Jaspers (10:16), 0:2 Brett Festerling (15:23/PP1), 0:3 Patrick Reimer (15:55), 1:3 Andreas Driendl (19:57/PP1), 1:4 Tim Schüle (21:18), 2:4 Joshua Myers (37:30/PP1), 2:5 Steven Reinprecht (45:55), 2:6 Jason Jaspers (58:19), 2:7 James Pollock (50:07/PP1), 3:7 Daniel Pietta (59:53)
Zuschauer: 4.736

Augsburger Panther – ERC Ingolstadt 3:2 (0:0, 1:1, 1:1, 1:0) OT

Krimi in Augsburg: Nach 30 torlosen Minuten zog das Tempo im Panther-Derby deutlich an. In Unterzahl ging der AEV durch John Zeiler in Front, aber Michel Périard konnte den Fauxpas noch im gleichen Powerplay wieder gutmachen. Nach dem zweiten Seitenwechsel brachte Derek Hahn den ERC erstmals in Front. Es folgte ein Sturmlauf der Hausherren, den Sebastian Uvira (51.) mit dem Ausgleich krönte. Die Partie ging in die Verlängerung und hier langten die Hausherren erneut in numerischer Unterlegenheit zu. Michael Connolly beendete  ein Break mit dem 3:2 und sicherte Augsburg damit den Extrapunkt.
Tore: 1:0 John Zeiler (30:54/SH1), 1:1 Michel Périard (31:43/PP1), 1:2 Derek Hahn (42:26/PP1), 2:2 Sebastian Uvira (50:45), 3:2 Michael Connolly (64:59/SH1)
Zuschauer: 5.784

Iserlohn Roosters – Grizzly Adams Wolfsburg 2:4 (1:2, 1:1, 0:1)

Nur 64 Sekunden nach dem Führungstreffer von Tyler Haskins glich Iserlohn das Duell mit den Grizzlys aus. Die Gäste zeigten sich jedoch in der Folge im Angriff effektiver und zogen durch ein Doppelpack von Marco Rosa (13., 31.) auf zwei Tore davon. Michael Wolf brachte die Hausherren zwar noch einmal heran, aber Aleksander Polaczek stellte zum Start des Schlussabschnitts den alten Abstand wieder her und die Roosters fanden keinen Weg mehr, den Sieg der Niedersachsen zu gefährden.
Tore: 0:1 Tyler Haskins (7:26), 1:1 Mike York (8:30/PP1), 1:2 Marco Rosa (12:05), 1:3 Marco Rosa (30:50), 2:3 Michael Wolf (59:39), 2:4 Aleksander Polaczek (46:16)
Zuschauer: 3.033

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