Freezers bei den Eisbären gnadenlos - Roosters bezwingen auch HaieDEL-Kompakt

Berlins Sebastian Elwing, einer von vier Torhütern, die heute in der regulären Spielzeit sechs Tore kassierten. Das siebte Gegentor der Eisbären war ein "Empty-Net-Treffer".Berlins Sebastian Elwing, einer von vier Torhütern, die heute in der regulären Spielzeit sechs Tore kassierten. Das siebte Gegentor der Eisbären war ein "Empty-Net-Treffer".
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Neun Treffer fielen auch in Krefeld, das Ingolstadt mit 6:3 bezwang, während Kai Hospelt und Christopher Fischer mit den Adlern aus Mannheim bei ihrem ehemaligen Arbeitgeber Wolfsburg mit 5:3 siegten. Straubing holte beim mühevollen 2:1 über Schwenningen drei wichtige Zähler, während die Iserlohn Roosters weiter an ihrer Siegesserie basteln und die Haie aus Köln mit 2:1 schlagen konnten.

Iserlohn Roosters - Kölner Haie 2:1 (0:0, 1:0, 1:1)

Die Kölner Haie mussten bei der Auswärtspartie in Iserlohn auf eine Reihe wichtiger Spieler verzichten: Mit Moritz Müller, Andreas Holmqvist und Torsten Ankert fehlten gleich drei wichtige Verteidiger. Bei Iserlohn hingegen schmerzt der Ausfall einer ganzen Top-Sturmreihe, da neben Mike York und Michael Wolf auch Marty Sertich nicht dabei war. Trotz mehrerer Überzahlgelegenheiten beider Mannschaften fielen im ersten Abschnitt keine Treffer. Dafür aber im zweiten: Alex Foster brachte den IEV in Front. Danach hatten beide Mannschaften die Möglichkeiten, das Ergebnis zu ändern. Zunächst ohne Erfolg. Im Schlussdurchgang war es Ales Kranjc, der die mitgereisten Haie-Fans jubeln ließ. Aber Iserlohn kam zurücl. Brooks Maceks Powerplay-Tor beendete eine gutklassige Begegnung. Für die Haie steht am Sonntag das 203. Rhein-Derby gegen die Düsseldorfer EG auf dem Programm. Die Roosters gastieren dann in Ingolstadt.

Tore: 1:0 Alex Foster (25:59/PP1), 1:1 Ales Kranjc (48:46), 2:1 Brooks Macek (56:02/PP1)
Zuschauer: 4.412

Krefeld Pinguine - ERC Ingolstadt 6:3 (1:1, 2:0, 3:2)

Der ERC Ingolstadt konnte beim Match in Krefeld wieder auf die zuletzt angeschlagenen Ziga Jeglic und Michel Periard zurückgreifen, musste aber auf Hager, Bouck und Gawlik verzichten, während bei den Schwarz-Gelben mit Martin Schymainski, Mark Voakes sowie Kyle Sonnenburg nicht spielen konnten. Josh Meyers hatte die Pinguine im Powerplay in Führung gebracht, Jeglic schaffte noch vor der Pause den Ausgleich. Ohne den am Knie verletzten Daniel Pietta ging es im zweiten Drittel weiter. Kevin Clark und Joel Perrault schossen eine Zwei-Tore-Führung für Krefeld heraus. DEL-Toptorjäger Clark machte auch im letzten Abschnitt seinem Namen alle Ehre und schnürte einen Doppelpack, War es das? Nein, denn Ingolstadt kam durch zwei Treffer von Bocuher und Ficenec noch einmal ran. Francois Methot beendete das Scheibenschießen mit dem 6:3 zum Endstand. Für die Pinguine geht die Reise am Sonntag in Hauptstadt, wo das Team von Trainer Rick Adduono bei den Eisbären Berlin antritt. Die Partie wird bei ServusTV live übertragen. Ingolstadt empfängt die Roosters.

Tore: 1:0 Josh Meyers (10:04/PP1), 1:1 Ziga Jeglic (16:38), 2:1 Kevin Clark (25:13/PP1), 3:1 Joel Perrault (27:31), 4:1 Kevin Clark (48:37), 5:1 Kevin Clark (50:19), 5:2 Jean-Francois Boucher (51:21), 5:3 Jakub Ficenec (53:30), 6:3 Francois Methot (56:41)
Zuschauer: 4.473

Eisbären Berlin - Hamburg Freezers 4:7 (1:4, 2:1, 1:2)

Im Bruder-Duell-Klassiker zwischen den Eisbären Berlin und den Hamburg Freezers mussten beide Mannschaften auf eine ganze Reihe Spieler verzichten. Die Hausherren traten ohne acht (!) Cracks an, da Thomas Supis, Vincent Schlenker, Barry Tallackson, Andre Rankel, Florian Busch, Jens Baxmann, Julian Talbot und Rob Zepp verletzt sind. Bei den Gästen aus Hamburg war es mit Christoph Schubert, Daniel Nielsen, Kevin Lavallee, Mathieu Roy, David Wolf und Freddy Cabana „nur“ ein halbes Dutzend, allerdings boten die Gäste deswegen lediglich drei Reihen auf. Aber die legten los wie die Feuerwehr. Per Doppelschlag hatten Flaake und Oppenheimer Hamburg innerhalb von 44 Sekunden in Front gebracht. Als Westcott sogar auf 3:0 für die Freezers erhöhte, ahnten die Zuschauer nichts Gutes. TJ Muolck konnte zwar anschließen, Dupuis antwortete 30 Sekunden später und stellte den alten Abstand wieder her. Als Oppenheimer nach dem Wechsel das 5:1 für Hamburg folgen ließ, schien die Messe gelesen, doch Berlin kam durch Daniel Weiß und Mads Christensen zurück. Hamburg aber blieb cool Mitchel und Oppenheimer mit seinem dritten Tor machten den Sieg perfekt. Für Berlin traf noch der Junge Sven Ziegler.

Tore: 0:1 Jerome Flaake (1:55/PP1), 0:2 Thomas Oppenheimer (2:39), 0:3 Druval Westcott (8:41), 1:3 TJ Mulock (9:28), 1:4 Philippe Dupuis (9:57), 1:5 Thomas Oppenheimer (23:20), 2:5 Daniel Weiß (32:18), 3:5 Mads Christensen (36:55/PP1), 3:6 Adam Mitchell (42:48), 4:6 Sven Ziegler (56:44), 4:7 Thomas Oppenheimer (58:25/ENG)
Zuschauer: 13.400

Grizzly Adams Wolfsburg - Adler Mannheim 3:5 (0:1, 1:3, 2:1)

Kein Spiel wie jedes andere für Kai Hospelt und den heute 26 Jahre alt gewordenen Christopher Fischer: Fast neun Monate nach ihrem Abschied aus Wolfsburg, wo das Duo viele Jahre zu den Publikumslieblingen gehörte, kehrte n die beiden Ex-Grizzlys mit ihrem neuen Arbeitgeber Adler Mannheim an alte Wirkungsstätte zurück.  Im ersten Vergleich zwischen beiden Teams waren Hospelt und Fischer noch verletzt. Ausgerechnet Hospelt war es dann auch, der die Gäste in Front schoss. Als Tyler Haskins nach der Pause das 1:1 erzielte, dachten die Fans, dass die Grizzlys nun ein Feuerwerk abbrennen würden. Im Gegenteil: Die Adler waren gnadenlos – Höfflin, Wagner und Gamache schraubten das Rasultat auf 4:1 für Mannheim. Armin Wurms Anschluss konterte Ronny Arendt postwendend. Das 3:5 durch Palin hatte nur noch statistischen Wert. Am Sonntag empfangen die Adler Straubing, Wolfsburg hingegen muss nach Augsburg.

Tore: 0:1 Kai Hospelt (19:06), 1:1 Tyler Haskins (27:06/PP1), 1:2 Mirko Höfflin (29:12), 1:3 Steven Wagner (29:33), 1:4 Simon Gamache (39:12), 2:4 Armin Wurm (40:55), 2:5 Ronny Arendt (43:11), 3:5 Brett Palin (45:34)
Zuschauer: 2.374

Thomas Sabo Ice Tigers - Augsburger Panther 7:6 (1:3, 3:2, 2:1, 0:0, 1:0) n.P.

„Rock the house“ lautete das Motto am Freitagabend im fränkischen Tigerkäfig. Doch nicht nur musikalisch wurden die 6.584 Zuschauer prächtig unterhalten: Sowohl die Thomas Sabo Ice Tigers als auch die Augsburger Panther mussten im Derby auf eine Handvoll Akteure verzichten. Was auf die Attraktivität des Duells allerdings keinerlei Auswirkung haben sollte. Bereits nach einer Minute hatte Ehliz die Gastgeber in Führung gebracht, Caporusso glich wenig  später aus. Die Ice Tigers waren optisch überlegen, aber der AEV traf: Trevelyan und Grygiel per Doppelschlag sorgten für ein 3:1 aus Sicht der Fuggerstädter zur ersten Pause. Hatten die Fans im ersten Drittel schon vier Tore gesehen, kamen im zweiten nochmal fünf dazu. Reinprecht schloss erst für die Ice Tigers an, Werner stellte den alten Abstand wieder her. Stastny und Reimer ließen die Arena mit den beiden Toren zum 4:4-Ausgleich beben. Fünf Sekunden vor dem letzten Wechsel jubelte Augsburg nach dem Treffer von Andy Reiß. Dann wurde es dramatisch: Nach dem James und Bayda jeweils für ihre Team getroffen hatten, waren nur noch wenige Sekunden zu spielen, als wieder Ehliz den 6:6-Ausgleich unter tosendem Jubel der Nürnberger markierte. Im Anschluss an die torlose Verlängerung war es  Fredrik Eriksson, der die Partie mit seinem Penalty entscheiden sollte. Am Sonntag werden die Panther erneut von einem Topteam gefordert, wenn die Grizzly Adams Wolfsburg zum zweiten Mal in dieser Saison ihre Visitenkarte im Curt-Frenzel-Stadion abgeben. Nürnberg hat den dicksten aller Brocken vor der Brust, schließlich geht es ausgerechnet zu Tabellenführer Hamburg Freezers. 

Tore: 1:0 Yasin Ehliz (1:09/PP1), 1:1 Louie Caporusso (4:53), 1:2 TJ Trevelyan (18:26/PP1), 1:3 Adrian Gyrgiel (18:45), 2:3 Steven Reinprecht (22:08), 2:4 Stephen Werner (31:42), 3:4 Yan Stastny (33:04), 4:4 Patrick Reimer (38:40/PP1), 4:5 Andre Reiß (39:55), 5:5 Connor James (45:01), 5:6 Ryan Bayda (50:30), 6:6 Yasin Ehliz (59:58/EA), 7:6 Fredrik Eriksson (65:00/PS)
Zuschauer: 6.584

Straubing Tigers - Schwenninger Wild Wings 2:1 (0:0, 0:1, 2:0)

Zu Beginn der ersten 20 Minuten zwischen den Straubing Tigers und den Schwenninger Wild Wings waren es die Gäste, die offensiv zu gefallen wussten und die Tigers vor erhebliche Probleme stellten. Das änderte sich nach rund zehn gespielten Minuten, als die Hausherren das Heft in die Hans nahmen und teilweise gefällig kombinierten. Einzig ein Treffer fehlte im Stadion am Pulverturm nach dem ersten Abschnitt. Der fiel dafür nach dem Wechsel, allerdings für die Gäste durch Nick Johnson. Im letzten Abschnitt dann erhöhten die Straubinger den Druck. Mit Erfolg: Carsen Germyn glich aus, danach kam Mr. Zuverlässig auf den plan: Blaine Down machte mit seinem Treffer zum 2:1 den Dreier für die Niederbayern perfekt.

Tore: 0:1 Nick Johnson (32:29), 1:1 Carsen Germyn (43:44), 2:1 Blaine Down (56:31)
Zuschauer: 4.415

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