Freezers auf Rekordjagd gegen IngolstadtHamburg - Ingolstadt 4:3

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Beim Vier-Länder-Turnier in Frankreich waren Spieler der Freezers und der Ingolstädter noch zusammen für die Nationalmannschaft auf dem Eis und erkämpften den Sieg. Am Freitag standen sie sich in der o2 World in Hamburg wieder gegenüber und während die Freezers sich mit neun Punkten Vorsprung zum Zweitplazierten Krefeld Pinguine ihrer Play-off-Teilnahme sicher sein können, liegen die Ingolstädter neun Zähler hinter einem direkten Play-off-Platz. Kein leichter Gegner für die Hamburger, zumal zwei der bisher drei Saisonvergleiche mit den Oberbayern bereits verloren gingen.

Bei den Freezers fehlten Frederik Cabana wegen Gehirnerschütterung und Sebastien Caron blieb als überzähliger Ausländer auf der Tribüne. Der ERC Ingolstadt musste auf Ziga Jeglic und Robert Sabolic, die mit der slowenischen Nationalmannschaft an den Olympischen Spielen in Sotschi teilnehmen, Jean-Francois Boucher, gesperrt nach Check gegen den Düsseldorfer Mapes, und Eddy Rinke-Leitans, Knie-OP, verzichten. Ansonsten waren alle Ingolstädter fit und vom Norovirus auskuriert, was Hamburg auch gleich deutlich zu spüren bekam.

Nach nur zehn Minuten nutzte der ERC seine Chance im Überzahlspiel durch Timothy Conboy und der Puck landete zum 1:0 im Netz der Hamburger. Freezers-Kapitän Christoph Schubert, der zuvor zwei Minuten wegen Beinstellens kassiert hatte, konnte nur von der Strafbank zu sehen, wie der Gegner in Führung ging. Jared Ross baute diese in der 16. Minute noch aus und so stand es 2:0 für die Ingolstädter. Eine Minute später Angriff der Freezers, Timo Pielmeier, Goalie der Ingolstädter, schaffte es noch den Schuss von Kevin Schmidt abzuwehren, dann kommt die Scheibe aber direkt zu Thomas Oppenheimer, der bugsiert den Puck im spitzen Winkel ins Tor des ERC. Die gewohnte Heimstärker der Freezers jedoch fehlte und so ging der ERC mit einer 2:1-Führung und in Unterzahl, Derek Dinger hatte kurz vor Ende des ersten Drittels noch eine Strafe wegen Beinstellens bekommen, in die erste Pause.

Auch im zweiten Drittel schafften die Freezers es nicht, ihre Überzahlspiele zu nutzen. Der ERC hingegen kann seinen Vorsprung in der 37. Minute um ein weiteres Tor erhöhen. Thomas Greilinger kam beim ersten Versuch nicht durch die Abwehr der Freezers, dann aber bekamen die Hamburger den Puck nicht von ihrem Tor weg, der landete wieder bei Greilinger und dann im Kasten der Freezers. Die Hanseaten blieben bis zur Pause torlos und die starken Gäste verließen das Eis mit zwei Toren Vorsprung.

Im letzten Drittel sollte sich dann das Blatt doch noch zu Gunsten der Gastgeber wenden. Julian Jakobsen setzte vor dem Gästetor nach, der Puck ging an Phillippe Dupuis und der landete seinen 13. Saisontreffer im Tor der Gäste. Während die 12.604 Zuschauer in der o2 World ihre Mannschaft feierten, fiel in der 52. Minute auch noch der Ausgleich durch Freezers-Verteidiger Kevin Schmitt. Vorweg ein Pass von Dupuis von der rechten Seite des Tores zur linken auf Schmidt, Goalie Pielmeier warf sich in Richtung Dupuis und dann war Schmidt von der anderen Seite schneller und versenkte die Scheibe zum 3:3. Knapp eine Minute später traf Thomas Oppenheimer zum zweiten Mal und brachte die Freezers in Führung.

Die Freezers können den 19. Heimsieg verbuchen und ziehen somit mit den München Barons – und damit sozusagen mit sich selbst – gleich, die bislang den Rekord in der DEL hielten; für Ingolstadt wird es nun eng.

Freezers-Trainer Benoit Laporte: „Das Spiel heute hat uns gezeigt, wenn wir erfolgreich sein wollen, müssen wir hart spielen und nicht versuchen, es perfekt zu machen.“

Tore:
0:1 (9:15) Conboy (Periard, Ross/5-4)
0:2 (16:39) Bouck (Ross, Laliberte)
1:2 (17:56) Oppenheimer (Roy, Jakobsen)
1:3 (36:25) Greilinger (Hahn, Schopper)
2:3 (44:57) Dupuis (Jakobsen, Nielsen)
3:3 (51:31) Schmidt (Festerling, Wolf)
4:3 (52:29) Oppenheimer (Westcott, Schubert)

Strafen: Hamburg 8, Ingolstadt 16
Schiedsrichter: Jablukov / Krawinkel
Zuschauer: 12.604