Freezers 130 Minuten ohne Heimtor – Mannheim siegt 0:1 in der Overtime

Hamburg Freezers „frieren Pinguine ein“Hamburg Freezers „frieren Pinguine ein“
Lesedauer: ca. 2 Minuten

In Hamburg gibt es heute 12.759 heisere Menschen. So viele Zuschauer feierten gestern Abend eine Eishockey-Party in der Color Line Arena. Sie sangen, sie pfiffen, sie stöhnten, sie jubelten und sie gingen am Ende enttäuscht nach Hause. Die Freezers gaben wieder ihren “Aufschlag ab“ und ließen die Adler Mannheim in die Serie zurück kommen.

Das Spiel begann furios, es wurde von beiden Teams sofort schnelles und körperbetontes Eishockey geboten. Die erste gute Gelegenheit hatte der Hamburger Peter Abstreiter in der 4. Min., er scheiterte an Marc Seliger im Tor der Mannheimer. Danach folgten gute Einschussmöglichkeiten für Derek Plante, Rene Corbet und Steve Junker, doch Boris Rousson im Tor der Freezers konnte seinen Kasten sauber halten. Die Hamburger hatten während eines Überzahlspiels in der 14. Min. (J. Molling saß auf der Strafbank) vier gute Chancen, aber den Weg in das Tor fanden auch sie nicht. Das Drittel endete Torlos, mit leichten Vorteilen für die Gäste.


Das zweite Drittel sah eine Hamburger Mannschaft, die immer besser ins Spiel kam und den Adlern kaum noch Luft ließ. Doch klare Torchancen waren Mangelware. Ab der 33. Min. kamen die Gäste wieder besser ins Spiel, die Freezers gerieten in Unterzahl (Kent Fearns 2. Min.) und dadurch mächtig unter Druck. Als dann auch noch der Hamburger Stürmer Steve Washburn auf die Strafbank musste, spielten die Mannheimer 24 Sekunden mit 5:3. Doch auch diese numerische Überlegenheit führte zu keinem zählbaren Erfolg.

Es gab an diesem Abend zwei Spieler, die dafür verantwortlich waren, dass die Begegnung immer noch 0:0 stand. Marc Seliger im Tor der Adler sowie sein Gegenüber, Boris Rousson, boten eine grandiose Leistung und brachten die Stürmer zur Verzweiflung.

Kommentar von Mannheims Trainer, Helmut de Raaf: „Mit anderen Goalies hätten wir an diesem Abend sicher ein 3:3 erlebt, beide Torhüter waren unglaublich gut.“

Das letzte Drittel begann mit Torchancen der Freezers im Minutentakt, doch immer wieder landete der Puck in der Fanghand von Marc Seliger. Da auch Boris Rousson keine Schwäche zeigte blieb auch dieses Drittel torlos.

Es kam also zu einer Verlängerung. Da an diesem Abend durch einen Sieg der Hamburger eine Entscheidung in der Serie möglich war, wäre das Spiel durch Verlängerungen entschieden worden. Ein Penalty-Schießen hätte es dann nicht gegeben.

Auch in der Overtime spielten beide Teams weiterhin mit einer hohen Intensität und viel Tempo. Kent Fearns hatte in der 65. Min. die Entscheidung auf dem Schläger, wieder hieß der Sieger Marc Seliger. Besser machte es dann der Mannheimer Andrew Roach, dem in der 71. Min. der Siegtreffer gelang. Er erwischte kurz vor dem Tor einen Abpraller und verwandelte glücklich mit der Rückhand.

Nun kommt es am Sonntag in Mannheim zum sechsten Aufeinandertreffen der beiden Teams, wobei jeweils der Gastgeber anscheinend mehr Grund zum Zittern haben muss. Hamburg blieb in 130 Minuten zuhause ohne Torerfolg, Mannheim schaffte auch nur ein einziges Tor in den letzten drei Heimspielen gegen die Freezers.

Zu erwähnen sei die sehr gute Leistung des unparteiischen Wolfgang Hellwig. Er leitete die Begegnung großzügig und mit viel Fingerspitzengefühl.

Ergebnis: 0:1 (0:0, 0:0, 0:0, 0:1)

Tor: 0:1 70:17 Andrew Roach

Strafzeiten: Hamburg Freezers 10 Min., Adler Mannheim 8

HS: Wolfgang Hellwig

Zuschauer: 12.759

Jetzt die Hockeyweb-App laden!