Frankfurt: Zwei Heimsiege sind Pflicht

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
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Der Spielplan meint es an

diesem Wochenende gut mit den Frankfurt Lions. Gleich zwei Heimspiele in Folge

werden die Lions absolvieren. Der erste Gast heißt am Freitagabend Hamburg, ehe

am Sonntag Hannover in Frankfurt antreten wird. Das Positive ist dabei aber

nicht unbedingt die enorme Heimstärke der Lions in dieser Saison, sondern eher

die Auswärtsschwäche der beiden Norddeutschen Teams, die beide ihre überwiegende

Anzahl an Punkten zu Hause geholt haben. Gleichwohl, zwei Heimsiege gegen

direkte Kontrahenten im Kampf um die Play-off Plätze sind absolut Pflicht. Das

wissen auch die Verantwortlichen der Hessen, die von ihren Spielern mehr Lauf-

und Einsatzbereitschaft fordern. „Daran hakt es am meisten. Wir müssen alle

viel mehr laufen“, sagte Manager Charly Fliegauf bezogen auf die hohe

Niederlage vom Dienstag in Köln.

 

Die von den eigenen Spielern geäußerte

Kritik an Schiedsrichter Dahle wollten weder Fliegauf noch Chernomaz gelten

lassen. Dahle hatte regelkonform von Beginn an nahezu jeden Körperkontakt

abgepfiffen, und die Lions Spieler hatten nicht begriffen, ihr Spiel dem

konsequenten pfeifen anzupassen. „Es sind keine neuen Regeln, die eingeführt

wurden. Sie werden nur anders angewandt“, so Fliegauf. Trainer Chernomaz ergänzte:

„Wir haben alle Strafzeiten auf Video noch einmal angeschaut. Vor jedem Foul

ging ein verlorener Zweikampf hervor, dass ist unser Problem. Wir sind nicht in

Position, laufen zu wenig und müssen dann foulen.“ Klare Worte des Lions

Trainers, denen er in einem intensiven Lauftraining taten folgen ließ.

 

Durch die verschärfte

Regelauslegung, an die sich Schiedsrichter wie Spieler gleichermaßen gewöhnen

müssen, ist die Wertigkeit der Special Teams enorm gestiegen. Allein am

vergangenen Spieltag resultierten 55% aller Treffer aus Über- und/oder

Unterzahltreffer. „Auch für diese Tore muss jeder seinen Job machen, und das

ist bei uns bei einigen Spielern nicht der Fall“, sagte Chernomaz und zielte

in die Richtung der Spieler, die mit ihren Gedanken vielleicht schon bei einem

anderen Verein sind. Fest steht bisher zwar nur der Abgang von Francois Bouchard

zu den Adler Mannheim, doch auch andere Spieler verhandeln mit anderen Vereinen,

was auch normal ist. „Wir haben den Spielern mitgeteilt, dass wir bis zur

Olympiapause keine Vertragsgespräche führen. Jeder hat die Möglichkeit mit

guten Leistungen sich für einen neuen Vertrag zu empfehlen. Im Februar haben

wir die Tendenz, ob wir in die Play-offs kommen. Und wenn wir sie nicht

erreichen, müssen einige Positionen ausgetauscht werden“, machte Fliegauf die

Strategie der Lions klar.

 

Verteidiger Armstrong kommt

aus Ingolstadt

 

Vermutlich wird der Schnitt

aber auch kommen, wenn die Lions unter die Top acht kommen. Als sicher gilt

bereits der Zugang von Chris Armstrong aus Ingolstadt, der bereits einen Einjahres

Vertrag unterschrieben haben soll für die kommende Saison. Andere werden

folgen, wenn man Manager Fliegauf glauben schenkt, wenn er sagt, dass er auch

schon mit anderen Spielern sehr weit in den Verhandlungen steht. Zuvor gilt es

aber erstmal die Heimspiele gegen Hamburg und Hannover zu gewinnen. Am Freitag

wird Michael Hackert den gesperrten Steve Kelly im ersten Sturm neben Lebeau und

Norris ersetzen. (Frank Meinhardt)

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