Frankfurt: Lions unterliegen Nürnberg 1:6

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Nürnberg

Ice Tigers haben am Freitagabend hochverdient bei schwachen Frankfurt Lions

gewonnen. Ohne groß aufspielen zu müssen, siegten die Franken mit 6:1.

Ausschlaggebend dafür war das zweite Drittel, das Nürnberg mit 4:0 für sich

entschied.

 

Dabei

begannen die Lions gut und kamen mit viel Schwung in die ersten Minuten des

Spiels. Chris Bright hatte bereits nach zwei Minuten die große Chance, sein

Team in Führung zu bringen. Nürnbergs Torwart Labbé verhinderte dies aber mit

einer tollen Abwehraktion. Nachdem die Ice Tigers in der fünften Minute ein fünf

gegen drei Überzahl ungenutzt ließen, gingen die Lions, zu diesem Zeitpunkt

verdient, mit 1:0 in Führung. Chris Bright, erneut einer der stärksten auf

Seiten der Lions, hatte ein Zuspiel von Lebeau mit der Rückhand verwertet.

Wenig später verhängte Hauptschiedsrichter Awizus eine

Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Lions Stürmer Christian Kohmann, nachdem

dieser im Zweikampf gegen Acker den Ellbogen nach Meinung des Schiedsrichters

unerlaubt angewendet hatte. Die Lions überstanden die darauf folgenden fünf

Minuten Unterzahl schadlos, um kurz darauf doch den Ausgleich durch Maurer zu

kassieren.

 

Was die

Lions im Mitteldrittel dann anboten, honorierten die 6.200 Zuschauer nach

Beendigung der 20 Minuten mit einem lautstarken Pfeifkonzert. Mit 0:4 unterlagen

die Lions in diesem Mitteldrittel, welches gar nicht ungünstig für die Lions

begann. Gleich zu Beginn agierten die Hessen mit zwei Mann mehr auf dem Eis,

ohne aber auch nur eine gefährliche Aktion herauszuspielen. Ohne Mut und

Selbstvertrauen wurde gespielt. Die Verantwortung des Schusses wurde hin und her

geschoben, bis die Chance wieder vorbei war. Anders die Gäste. Zielstrebig und

ohne groß abzuwarten schossen die Ice Tigers aus allen Lagen. So entstand das

2:1 für Nürnberg, als Davidson mit einem Sonntagsschuss genau in den Torwinkel

Erfolg hatte (25.) Was folgte, waren 15 bittere Minuten für die Lions. Das Bemühen

konnte man den Lions nicht absprechen, aber gelungene Aktionen sollten nur noch

wenige herausspringen.

 

Nürnberg

hatte fast keine Mühe mehr das eigene Tor zu verteidigen und konnte auf der

anderen Seite fast unbedrängt drei weitere Treffer erzielen. Zunächst war es

Fical, der auf 3:1 erhöhte, ehe in Überzahl Brennan und Martinec zum 5:1

trafen. Lions Trainer Rich Chernomaz, der das Ganze mit verschränkten Armen von

der Bank beobachtete, hatte nach dem vierten Nürnberger Treffer den schuldlosen

Ian Gordon erlöst, und Boris Ackers ins Tor geschickt.

 

Damit war

das Spiel natürlich längst entschieden und die Zuschauer, die das letzte

Drittel noch im Eisstadion aushielten, feierten sich selbst bzw. übten sich in

ironischen Gesängen. Dass die Lions nicht aus den Play-off Plätzen rutschten

nach dieser schwachen Vorstellung, haben sie Ingolstadt und Düsseldorf zu

verdanken, die gegen Mannheim bzw. Hannover gewannen. (Frank Meinhardt)

 

Zum Mainova

Spieler des Tages wählten die Fans Chris Bright

 

Tore:

1:0 (09:49) Bright (Lebeau,

Kohmann)

1:1 (16:27) Maurer

(Laflamme)

1:2

(24:43) Davidson (Leeb)

1:3

(33:20) Fical (Davidson)

1:4

(37:13) Brennan (Fical, Davidson) 5-4 PP

1:5

(39:54) Martinec (Leeb, Laflamme) 5-4 PP

1:6

(57:18) Acker (Retzer) 5-4 PP

 

Strafminuten:

Lions: 21 Minuten + Spieldauerdisziplinarstrafe für Christian Kohmann

Nürnberg:

10 Minuten  

 

Schiedsrichter:

Frank Awizus

Zuschauer: 6.200

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