Frankfurt Lions peilen Play-offs an und kooperieren mit den Young Lions

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
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Alles anders, alles neu. Die Frankfurt Lions verändern sich weiterhin mit großen Schritten. Vor ziemlich genau einem Jahr musste der damalige Geschäftsführer Bernd Kress der traurigen Pflicht nachkommen und teilte das Ableben von Gerd Schröder mit. Seit dem hat sich sehr viel auf und vor allem neben der Eisfläche getan. Die Lions werden von der SSD AG, an deren Spitze Siggi Schneider den Vorstandsvorsitz hat, geleitet. Gelungen ist es mit Sportdirektor Erich Kühnhackl, dem neuen Geschäftsführer Dr. Stephan Werner und dem neuen Co-Trainer Clayton Beddoes gleich drei Personalien zu verändern bzw. neu zu schaffen. Alt bekannt sind lediglich Manager Dwayne Norris und Chef-Trainer Rich Chernomaz. Dieser Kreis präsentierte sich nun gut eine Woche vor dem Saisonstart der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erstmals komplett den Medienvertretern.

Dr. Stephan Werner bestätigte zu Beginn der Veranstaltung, dass der Etat weiterhin bei knapp 5 Millionen Euro liegen wird, obwohl gleich zwei Trikotsponsoren ausgestiegen sind. „Dafür ist es aber gelungen, dass einige Sponsoren ihr Engagement erhöht haben, dadurch konnte der Etat gehalten werden. Zudem sind wir zuversichtlich, dass wir attraktiven Sport anbieten und so mehr Zuschauer wie die kalkulierten 5.200 im Schnitt begrüßen können“, so Werner. Eine weitere Veränderung erwartet die VIPS in Frankfurt. Das bisherige Zelt ist abgerissen und wird bis zum ersten Spieltag durch ein neues ersetzt. „Wir stehen kurz davor, den Vertrag mit Palazzo zu unterzeichnen. Palazzo wird unser neuer Partner in diesem Bereich sein. Unter großer Mithilfe der Stadt Frankfurt ist es uns gelungen, dieses Vorhaben zu realisieren. Wir müssen in diesem Segment einfach besser werden und unseren Sponsoren und Gästen eine bessere Betreuung anbieten. Ich bin mir sicher, dass dies in Verbindung mit Palazzo gelingen wird“, ist Werner zudem zuversichtlich noch neue Sponsoren für das Trikot und die Spielerhose verpflichten zu können.

Manager Norris äußerte sich sehr zufrieden mit der bisherigen Saisonvorbereitung, ließ aber durchblicken dass sich kein Spieler sicher sein kann am 1.Spieltag wirklich im Kader zu stehen. „Wir beobachten alle Spieler sehr genau und werden kurz vor dem ersten Spiel entscheiden, ob alle Ausländer auch wirklich lizenziert werden“, so Norris. Damit machte er das Fass um Jamie Wright neu auf, der in der Sommerpause eigentlich abgegeben werden sollte. Nachdem sich kein neuer Verein fand bestätigte Norris noch vor drei Wochen, dass man Wright eine Chance geben möchte. Nachdem er die ersten Spiele positiv aufgefallen war plagten ihn Rückenbeschwerden, die ihn zu einer Pause zwangen. „Jamie Wright hat einen Vertrag und wird am Wochenende spielen. Alles andere wird sich nächste Woche zeigen“, sagte Norris auf die Frage, ob Wright vielleicht doch noch abgegeben wird.

Rich Chernomaz, Trainer der Lions, betonte, dass die Enttäuschung immer noch groß sei, dass sein Team letzte Saison in der ersten Play-off Runde ausgeschieden war. „Aus diesem Grund ist das eine ganz wichtige Saison für uns alle. Die Spieler sind alle sehr motiviert. Ihr Fitnesslevel ist sehr gut. Wir wollen unbedingt in die Play-offs“, so die Zielsetzung von Chernomaz. Für positive Nachrichten sorgte Sportdirektor Erich Kühnhackl. „Ich freue mich mitteilen zu können, dass wir einen Kooperationsvertrag mit den Young Lions geschlossen haben. Wir wollen ab sofort gemeinsame Wege gehen. Unser Fernziel ist es einen Junioren Spieler aus der eigenen Jugend einmal im Profikader der Lions begrüßen zu können. Dies ist eine große Herausforderung, aber gemeinsam können wir dies schaffen“, ist Kühnhackl optimistisch in Frankfurt etwas Großes aufbauen zu können.

Geschäftsführer Werner bestätigte, dass die Lions mit einem sechsstelligen Betrag diese Kooperation unterstützen. Christian Kahnke, 1.Vorsitzender der Young Lions, ist glücklich über die Entwicklung: „Die letzten Jahre waren wir ziemlich auf uns alleine gestellt. Dank Siggi Schneider und nun Erich Kühnhackl können wir ganz anders planen und unsere Arbeit deutlich professioneller gestalten. Wir haben hohe sportliche Ziele, die wir nun auch erreichen können“. Trainer der ersten Mannschaft ist übrigens Andrej Jaufmann, der früher auch schon das Trikot der Frankfurter trug.

Bis der erste Junior den Sprung nach ganz oben schafft müssen es die aktuellen Spieler um den neuen Kapitän Eric Schneider richten. Dieser zeigte sich glücklich in Frankfurt spielen zu können, gab aber auch zu, dass das Training unter Chernomaz deutlich härter und intensiver ist, als dies von Hans Zach in Hannover. „Daher bin ich gerade ganz schön müde. Bis zum Saisonstart werden die Jungs und ich aber fit genug sein, um unser Ziel Play-offs in Angriff zu nehmen“, so Schneider.

Ehe es zum Ligaauftakt gegen die Augsburger Panther geht testen die Lions am kommenden Wochenende noch einmal anspruchsvoll. Zu Hause empfangen die Hessen den Vize-Meister Düsseldorf (Freitag 19.30 Uhr) und auswärts gastieren die Lions in Iserlohn (Sonntag 14.30 Uhr). Verzichten muss Chernomaz dabei auf Michael Bresagk, der eine kleine Einblutung im Knie hat. „Ich hoffe, dass ich bis zum ersten Spiel aber wieder einsatzbereit bin“, so Bresagk. (Frank Gantert)  


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