Frankfurt Lions als Tabellenführer in die Länderspielpause

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Mit einem letztendlich nicht unverdienten 5:3 (1:1,2:2,2:0)-Erfolg im DEL-Spitzenspiel bei den Nürnberg Ice Tigers konnten sich die Frankfurt Lions im letzten Spiel vor der Deutschland-Cup Pause an die Tabellenspitze setzen. Schon vor dem Spiel mussten beide Teams eine schlechte Botschaft verkraften: Neben den Dauerverletzten Schönmoser (Nürnberg) und Robert Francz (Frankfurt) fiel bei beiden Mannschaften jeweils ein wichtiger Leistungsträger aus. Während die Gastgeber kurzfristig auf Kevin Dahl (leichte Gehirnerschütterung) verzichten mussten, konnte bei den Lions Patrick Lebeau (Schulter) nicht eingesetzt werden.

Zunächst sah es jedoch nicht nach einem Gäste-Erfolg aus, weil die Ice Tigers mit einem Höllentempo aus der Kabine kamen und die Lions in den ersten Minuten nahezu schwindlig spielten. Dennoch fiel die Nürnberger Führung nach 99 Sekunden glücklich: Eine Hereingabe von Aab fälschte Lions-Verteidiger Magnusson ins eigene Tor ab. Weiter ging es zunächst nur in eine Richtung. Dies änderte sich erst als die Lions in Überzahl kamen und sich nach und nach mehr Spielanteile erarbeiten konnten. Dennoch fiel der Ausgleich etwas überraschend: Der Ex-Nürnberger Reichel stocherte die Scheibe aus kurzer Distanz an Michaud vorbei.



Auch im zweiten Spielabschnitt setzten zunächst die Ice Tigers mehr Akzente: Robert Tomik gelang im Powerplay die erneute Führung. Schön freigespielt musste er am langen Eck „nur“ noch ins leere Tor einschießen. Als Marian Cisar mit seinem 12. Saisontreffer auf 3:1 erhöhte, schien der Käse gegessen. Das dachten wohl auch die Nürnberger Spieler, denn unverständlicherweise ließ es die Mannschaft von Greg Poss etwas schleifen. Schlechte Entscheidungen in der Defensive und nachlassendes Tempo verhalfen den Lions noch im Mittelabschnitt zum Ausgleich. Ein Doppelschlag von Harder (schöner Handgelenksschuss) und Magnusson drehte das Spiel.

Im Schlussabschnitt behielten die Lions weiter die Oberhand und machten die entscheidenden Tore. Jason Young’s Hereingabe legte sich Alfie Michaud quasi selbst ins Netz. Die Vorentscheidung wie sich später herausstellte. Greg Poss wechselte zwar danach seine Torhüter, Chabot kam in die Partie, aber die Gäste nutzten das Momentum und kamen durch Christian Kohmann zum fünften Treffer. Bei den Ice Tigers war die Luft raus und die Tabellenführung dahin. Zwar griff Greg Poss schon früh (57.27) zur letzten Maßnahme und spielte mit einem sechsten Feldspieler für Chabot, aber außer zwei Chancen für Greilinger und Larouche kam nichts nennenswertes dabei heraus.

Für Lionstrainer Rich Chernomaz war der Sonntagnachmittag, abgesehen vom ersten Drittel, erfreulich: „Wir haben 60 Minuten gut gearbeitet. Das erste Drittel war nicht unser bestes. Ich bin stolz auf unsere Mannschaft, aber die Saison ist noch sehr lang.“ Zur Schwere der Verletzung von Torjäger Patrick Lebeau wollte Chernomaz keinen Kommentar abgeben: „Er ist einer unserer Schlüsselspieler, mehr will ich dazu nicht sagen.“ Greg Poss haderte vor allem mit der Art und Weise, wie sein Team das „Spiel aus der Hand gegeben hat“, sah aber auch darin etwas Positives: „Wir brauchen solche Ergebnisse, um aus diesen Situationen zu lernen. Man kann das nicht trainieren, einen Vorsprung zu halten. Frankfurt hat heute sehr gut gespielt, sie sind für mich ein Titelkandidat.“



Auch während der Deutschland-Cup Pause hat der US-Amerikaner wenig Zeit zu verschnaufen. Bis Mittwoch leitet er das Training der Ice Tigers, danach reist er nach Hannover, um an der Seite von Ex-NHL Trainer Peter Laviolette das amerikanische Team zu coachen. Neben den drei deutschen Nationalspielern Kopitz, Greilinger und Aab erhielt kurzfristig auch Frederic Chabot eine Einladung von „Team Canada“ und wird zusammen mit Lions-Keeper Ian Gordon versuchen, erfolgreich zu sein.



Tore:

1:0 (01.39) Aab (Greilinger, Julien) 5:4

1:1 (12.31) Reichel (Gosselin, Hackert) 5:4

2:1 (23.48) Tomik (Fical, Julien) 5:4

3:1 (31.50) Cisar (Larouche, Rumrich)

3:2 (33.57) Harder (Gosselin, Kohmann)

3:3 (35.05) Magnusson (Sulkovsky, Reichel)

3:4 (48.08) Young (Stanton, Harder)

3:5 (51.26) Kohmann (Harder, Ratchuk)

Strafen: Nürnberg 12 min. – Frankfurt 16 min.

Zuschauer: 5862

Schiedsrichter: Schimm


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