Frankfurt: Chernomaz freut sich auf die neue Saison

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Rich Chernomaz, Trainer der Frankfurt Lions, hat

es sich nicht nehmen lassen und schaute persönlich beim Trainingsauftakt seiner

deutschen Spieler in der Fitness-Company in Frankfurt-Eckenheim vorbei. Nach den

ersten zwei Tagen sprach Hockeyweb Redakteur Frank Meinhardt mit Chernomaz über

die ersten Eindrücke und die letzten Neuverpflichtungen.


Hallo Cherno, langsam geht der Urlaub zu Ende. Wie geht’s Dir?

Alles ok. Ich freue mich, dass es bald wieder los geht. Der Urlaub hätte zwar

länger sein können, aber wie gesagt, es wird Zeit, wieder an die Arbeit zu

gehen. Denn wir haben einiges vor.


Das hört sich offensiv und voller Tatendrang an?

Ja auf jeden Fall. Wir haben sehr gut gearbeitet im Sommer und ich bin sehr

glücklich, dass wir bereits jetzt eine komplette Mannschaft präsentieren können.

Das hatten wir die letzten Jahre jeweils nicht. Dwayne Norris hat hier sehr gute

Arbeit geleistet, wenn man berücksichtigt, mit was für einem Geld er auf den

Markt gegangen ist im Vergleich zu vielen anderen Mannschaften.


Mit Vorobjev und Regehr wurden dennoch zuletzt zwei Top-Spieler verpflichtet.


Ja, beide sind Schlüsselspieler für uns. Vorobjev hatten nicht viele auf dem

Zettel, da er durch sein Engagement in Russland in Vergessenheit geraten war.

Dennoch waren noch drei Top-Vereine aus der DEL an ihm interessiert. Dass er

trotzdem nach Frankfurt gewechselt ist, zeigt, dass wir die erste Adresse waren.

Ilja wird uns sehr weiterhelfen. Regehr ist ein junger und sehr hungriger

Offensivverteidiger, der auch seine Qualitäten im Powerplay hat.


Regehr war letzte Saison lange verletzt? Ist er ein Risiko, so wie John

Gruden vor Jahren?

Nein, Regehr ist komplett gesund. Er hatte auch im Vergleich zu Gruden keine

Kopfverletzung. Außerdem ist Regehr deutlich jünger. Er wird Podhradsky

mindestens gleichwertig ersetzen.


Sind die Personalplanungen damit abgeschlossen?

Ja. So wie es derzeit aussieht werden Young, mit Sicherheit aber Gordon noch

diese Saison als Ausländer spielen.


Mit Petr Macholda musste etwas überraschend ein kommender Deutscher

Nationalspieler gehen. Was waren die Gründe?

Wir haben sieben Verteidiger. Macholda wäre der Achte gewesen. Es ist für ihn

besser in einer Mannschaft zu sein, wo er auch Eiszeit hat. Ein anderer Grund

war ehrlich gesagt auch, dass wir sein Gehalt für andere Spieler sparen.


Die Geschäftsstelle hat mit Matthias Scholze einen Mitarbeiter eingestellt,

der sich um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kümmern soll. Wie beurteilst

Du dies?

Ich finde es sehr gut. Matthias ist jeden Tag vor Ort in der Halle und kann den

Spielern helfen. Eine gute Verpflichtung.


(Frank Meinhardt - Foto by City-Press)