Franken-Torpedo schlägt Hauptstadt-Torpedo

Zittersieg gegen HuskiesZittersieg gegen Huskies
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Neue Seite 1

Mit einem letztendlich verdienten 5:3 (0:1,2:0,3:2)-Heimerfolg gegen

Tabellenführer Berlin haben die Nürnberg Ice Tigers nach längerer

Durststrecke gegen die Playoff-Konkurrenz zurück in die Erfolgsspur gefunden.

Kurioserweise gelang der letzte Sieg gegen eine Top-Acht Mannschaft ausgerechnet

ebenfalls gegen die Eisbären, dazwischen sind jedoch bereits über sechs Wochen

vergangen.

Die beiden ähnlich offensiv agierenden Teams

(Torpedo-System) boten den knapp 6000 Zuschauern allerdings zunächst ein

Drittel lang Magerkost: Die Gäste warteten nach zwei Saisonniederlagen gegen

die Ice Tigers zunächst einmal ab, was auf sie zukommt, während die

Nürnberger von Beginn an nach zuletzt mäßigen Defensivleistungen mehr Wert

auf Geduld und Sicherheit legten. Da beide Teams nur wenig Akzente nach vorne

setzten, musste ein Fehler für den ersten Treffer herhalten. Robert Tomik, der

im weiteren Spielverlauf noch herausragende Szenen haben sollte, leitete mit

einem Fehlpass die Gästeführung ein. Denis Pederson überwand Alfie Michaud in

der 10. Minute zum 0:1. Die Gastgeber mussten bis zur 17. Minute warten ehe

Larouche und Stastny erste Möglichkeiten hatten. Der größte Aufreger im

ersten Durchgang geschah allerdings erst eine Sekunde vor der Pausensirene:

Hinter dem Nürnberger Tor streckte Alexander Barta Thomas Greilinger mit einem

hohen Stock nieder. Greilinger, der einen Cut über der Augenbraue davontrug,

wurde kurz in der Kabine behandelt. Barta, wurde von Schiedsrichter Schurr, der

die Situation nicht gesehen hatte, nach Rücksprache mit seinen Linienrichtern,

allerdings in die Kabine geschickt. Kurioserweise wegen einem angeblichen

Ellbogen-Check.

Diese fünfminütige Überzahl nutzten die Ice

Tigers im Mittelabschnitt zum Ausgleich, dem jedoch wieder ein Fehler

vorausging: Martin Jiranek nutzte aus kurzer Distanz einen verunglückten

Befreiungsversuch von Torhüter Oliver Jonas. Jetzt war die Partie endlich

spannend und Emotionen kamen in die Nürnberg Arena. Die Ice Tigers waren jetzt

am Drücker, aber es dauerte bis zur 34. Minute ehe Konstantin Firsanov ein

feines Zuspiel von Greg Leeb frei vor Jonas geschickt nutzte. Davor gab es

allerdings die nächste strittige Szene, in der Schiedsrichter Schurr im

Mittelpunkt stand. Einen harten, aber mit angelegter Schulter fairen "Open-Ice"-Check

von Guy Lehoux gegen David Roberts ahndete er wieder erst nach Rücksprache mit

seinen Linesmen mit zwei Minuten. Da Roberts unglücklich aufs Knie fiel und in

die Kabine musste, sah sich Schurr wohl in der Pflicht.

Im Schlussabschnitt schockte Florian Keller

schon nach 132 Sekunden die Ice Tigers mit dem Ausgleich. Die Antwort hatte

allerdings Robert Tomik nur 55 Sekunden später parat: Mit einer

waffenscheinpflichtigen Direktabnahme in den Winkel beschenkte sich der Slowake

zwei Tage nach seinem Geburtstag quasi nachträglich selbst. Die Vorentscheidung

besorgten sich die Gäste jedoch selbst. Rob Leask schaufelte die Scheibe für

Jonas unerreichbar zum 4:2 ins eigene Tor. In der 52. Minute setzte Tomik noch

einen nach, erneut per Direktschuss. Danach war die Partie gelaufen, auch wenn

Pederson in der 59. Minute noch einmal verkürzen konnte.

Für Gästetrainer Pierre Pagé lag der

Schlüssel zum Nürnberger Sieg vor allem in der besseren Chancenauswertung der

Ice Tigers: "Es war ein gutes Spiel, die Chancen waren ausgeglichen. Unser

Überzahlspiel war nicht gut und wir haben zu viele Strafen kassiert", so

seine kurze Analyse. Einen Seitenhieb auf seinen Kollegen Greg Poss konnte sich

Pagé anschließend nicht verkneifen. "Greg Poss macht sehr gute Arbeit,

aber er ist mittlerweile ein zweiter Hans Zach, gestikuliert und schreit immer

auf das Spielfeld herein. In der NHL gibt es sofort eine Strafe, wenn der

Trainer nur den Fuß auf die Bande stellt", erklärte Pagé, dem die dritte

Niederlage gegen Nürnberg scheinbar tief an die Nieren ging. Greg Poss selbst

war vor allem froh, dass "endlich die Defensivarbeit wieder besser geklappt

hat".

Tore:

0:1 (09.03) Pederson (Felski)

1:1 (22.20) Jiranek (Tomik, Lehoux) 5:4

2:1 (33.22) Firsanov (Leeb. Barz)

2:2 (42.12) Keller (Forster, Fairchild)

3:2 (43.01) Tomik (Jiranek, Fical)

4:2 (47.16) Aab (Kopitz, Greilinger)

5:2 (51.20) Tomik (Fical) 5:4

5:3 (58.05) Pederson (Keller, Felski)

Strafen: Nürnberg 16 min. - Berlin 14 min. plus

Spieldauer Barta

Schiedsrichter: Schurr

Zuschauer: 5869

 


💥 Alle Highlights der Champions Hockey League kostenlos 🤩
👉 auf sportdeutschland.tv
3:2-Heimsieg im Shootout
ERC Ingolstadt siegt erstmals in dieser Saison gegen Bremerhaven

Die Fischtown Pinguins Bremerhaven waren das einzige Team, gegen das der ERC Ingolstadt in dieser Saison noch nicht gewonnen. Das änderte sich, weil ein lange verlet...

DEL Vorschau für Dienstag und Mittwoch
Kampf um Playoffs und Klassenerhalt für die Panther steht im Mittelpunkt

​Am kommenden Dienstag und Mittwoch werden die noch ausstehenden Partien des 45. Spieltag der PENNY DEL ausgespielt....

PENNY DEL am Sonntag
Kölner Haie gewinnen Rheinderby gegen Düsseldorfer EG nach Penaltyschießen – DEL-Playoff-Rennen spitzt sich zu

In der PENNY DEL kam es am Sonntag zu entscheidenden Momenten im Kampf um die Playoff-Plätze und den Klassenerhalt...

DEL News am Sonntag
Ingolstadts Travis St. Denis nach erneutem Fehlverhalten für zwei Spiele gesperrt

...

Vorschau 49. Spieltag der PENNY DEL
Kampf um Playoff-Plätze: Entscheidende Momente prägen die DEL

...

Tabelle noch ungerade
Die Lage der DEL nach den Freitagspielen

​Noch ist die Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga schief. Sechs Clubs haben erst 47, der Rest 48 Spiele absolviert. Das wird am Dienstag und Mittwoch „gerade gezoge...

Vor dem Start des 48. Spieltags in der PENNY DEL am kommenden Freitag
Spitzenspiel zwischen Schwenningen und Wolfsburg, bayerisches Lokalduell in München, zunehmender Druck auf Augsburg

...

Wolfsburg sichert entscheidende Punkte für die Playoffs, während Berlin seine Tabellenführung festigt
Wolfsburg erzielt fast Clubrekord mit 9:4 Sieg über Düsseldorf, Köln verliert erneut gegen Tabellenführer Berlin

Wolfsburg sichert sich in einem hochdynamischen Match wichtige Punkte gegen Düsseldorf, während Berlin seine Tabellenführung durch einen knappen Sieg über Köln festi...

DEL Hauptrunde

Dienstag 27.02.2024
ERC Ingolstadt Ingolstadt
3 : 2
Fischtown Pinguins Bremerhaven
Löwen Frankfurt Frankfurt
4 : 5
EHC Red Bull München München
Mittwoch 28.02.2024
Augsburger Panther Augsburg
- : -
Adler Mannheim Mannheim
Freitag 01.03.2024
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
- : -
Kölner Haie Köln
Straubing Tigers Straubing
- : -
Eisbären Berlin Berlin
Iserlohn Roosters Iserlohn
- : -
EHC Red Bull München München
ERC Ingolstadt Ingolstadt
- : -
Löwen Frankfurt Frankfurt
Fischtown Pinguins Bremerhaven
- : -
Augsburger Panther Augsburg
Adler Mannheim Mannheim
- : -
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
- : -
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Sonntag 03.03.2024
Fischtown Pinguins Bremerhaven
- : -
Adler Mannheim Mannheim
Augsburger Panther Augsburg
- : -
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Löwen Frankfurt Frankfurt
- : -
Iserlohn Roosters Iserlohn
ERC Ingolstadt Ingolstadt
- : -
Kölner Haie Köln
EHC Red Bull München München
- : -
Eisbären Berlin Berlin
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
- : -
Straubing Tigers Straubing
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
- : -
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
Kostenloser 3D-Konfigurator
Eishockey Trikot selbst gestalten!

Beste Wettquoten für die DEL
Aktuelle DEL Wetten & Wettanbieter