Flügel gestutzt: Red Bull unterliegt Eisbären Berlin – München 5:2

Berlins Rob Zepp gegen München in Top-Form. (Foto: Jay)Berlins Rob Zepp gegen München in Top-Form. (Foto: Jay)
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Zuletzt schienen die „Red Bulls“ trotz Verletzungssorgen (u.a. Verteidiger Felix Petermann), dem Werbeslogan ihres Namensgebers gehorchend, auf einem Höhenflug. Diesen stoppte nach zwei Münchner Zu null-Siegen am Stück am Sonntagnachmittag der Deutsche Meister. Gegen Wolfsburg zwei Tage zuvor überzeugte die Mannschaft von Chefcoach Pat Cortina noch durch hohe Effizienz. Beim Hauptstadtgastspiel stellte sich die Sache komplett anders dar: Abschlussmängel vor allem kosteten der Mannschaft von Chefcoach Pat Cortina ein besseres Ergebnis. Das Münchner Problem personifizierte sich in Eisbären-Torsteher Rob Zepp. Der behielt selbst bei Alleingängen, sowie drei- und zwei auf eins-Möglichkeiten der Bayern den Überblick. Lediglich in zwei Powerplays ließ sich Zepp bezwingen: Martin Buchwieser (12. Spielminute) und Routinier Klaus Kathan (47.) konnten zwischenzeitlich auf 1:2 bzw. 2:4 verkürzen.

Pat Cortina verlegte in seinem Fazit den Knackpunkt des Spiels auf dessen Anfang: „Es hat uns im 1. Drittel an der nötigen Einstellung gefehlt, wir waren nicht bereit genug für heimstarke Eisbären. Die kamen nach der Niederlage am Freitag stark raus, nutzten ihre Chancen und führten schnell mit zwei Toren. Wir hatten einfach zu viele leichte Puckverluste und waren zu wenig effizient.“ Seine beiden NHL-Stars Blake Wheeler und Paul Stastny nahm Cortina dabei nicht aus. Gegen die Münchner Top-Reihe stellte Eisbären-Chefcoach Don Jackson die Formation aus Kapitän André Rankel, Daniel Briére und TJ Mulock. Rankel, Schütze zum 1:0, angesprochen auf die beiden NHL-Stars: „Ganz ausschalten kannst du diese Jungs nicht, dazu sind sie einfach zu gut. Im Prinzip haben wir das Spiel aber beherrscht. “ Paul Stastny selbst war mit seiner Performance nicht unzufrieden: „Ich denke, ich habe meinen Job gemacht. Im direkten Vergleich sind die Berliner auf jeder Position top besetzt. Da darf man sich nicht so viele leichte Fehler leisten wie wir heute.“ Die Eisbären zeigten, dass an der Behauptung, ihr Offensivspiel sei eines der besten der Liga, durchaus etwas dran ist. Ein nicht weniger gut aufgelegter Jochen Reimer im Tor der Münchner verhinderte Schlimmeres.

Lob hatte Jackson auch für seine zweite Sturmreihe übrig, welche für das 2:0 durch Florian Busch (8.) in Überzahl, sowie das wichtige 3:1 (19.) verantwortlich zeichnete. Der erste DEL-Treffer für Darin Olver nach seiner Rückkehr aus langer Verletzungspause. Laurin Braun (37.) und Verteidiger-Aushilfe Julian Talbot (51.) besiegelten den verdienten Heimerfolg der Eisbären. Kapitän André Rankel sieht dennoch weiter Luft nach oben für seine Mannschaft: „Woran wir jetzt arbeiten müssen, ist unsere Konstanz, damit wir endlich mal ein paar Spiele am Stück gewinnen.“ Könnte schwierig werden: Die Hauptstädter empfangen am kommenden Mittwoch die Adler Mannheim in der o2 World zu einem vorgezogenen DEL-Match.

Tore: 1:0 (4.) Rankel – Mulock, TJ/Briére; 2:0 (8.) Busch – Olver/Tallackson PP; 2:1(12.) Buchwieser – Wheeler/Stastny PP; 3:1 (19.) Olver – Mulock, Tyson/Busch; 4:1 (37.) Braun, L. - Arniel/Talbot; 4:2 (47.) Kathan – Stastny/Kavanagh PP2; 5:2 (51.) Talbot – Olver/Braun, C. PP

Schiedsrichter: Aumüller/ Hascher
Strafen: 12/12
Zuschauer: 14.200 (ausverkauft)


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