Florian Busch: Letzter Akt im Doping-Ärger?

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Das Ende einer unendlichen Geschichte? Zumindest im Fall des Doping-Ärgers um Florian Busch scheint sich nun der letzte Akt zu vollziehen. 

Am heutigen Mittwoch muss sich der Eisbären-Stürmer dem internationalen Sportgerichtshof in Lausanne (Schweiz) bezüglich seiner verweigerten Dopingprobe vom März 2008 stellen. Busch hätte damals als Nationalspieler einem zur Routinekontrolle erschienenen, und von der Nationalen-Anti-Doping-Agentur (NADA) beauftragten Kontrolleur eine Urinprobe abgeben müssen. Stattdessen zog er es vor, mit seiner Freundin zum Essen zu gehen. Wenige Stunden später holte dies der damals 23-Jährige nach.

Dieser Vorfall löste letztendlich eine Lawine aus. Das damals beauftrage Gremium des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) verurteilte zwar den Berliner (5000 Euro, 56 Stunden gemeinnützige Arbeit), sperrte ihn aber nicht. Dies hatte letztendlich zur Folge, dass die NADA dieses Ureil nach ihrem Code nicht anerkannte und eine zweijährige Sperre forderte. Da sich der DEB dagegen weigerte, meldete dies die Antidoping-Agentur dem Innenministerium, welches kurzzeitig die Fördergelder für den Eishockey-Bundesverband strich. Auch wurde Florian Busch vom DEB als Spieler bei der WM 2008 in Kanada als Spieler eingesetzt.

Letztendlich entschied in der bis dahin vermeintlich letzten Instanz ein Ad-hoc-Gericht des Deutschen Olympische Sport-Bundes (DOSB), dass Florian Busch nicht gesperrt werden kann. Begründung: Der DEB kam damals seiner Verpflichtung nicht nach und hatte den NADA-Code nicht in sein Regelwerk übernommen. Somit hätte eine Sperre keine rechtliche Grundlage gehabt.

Nun hat aber die der NADA übergeordnete Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) die letzte Instanz ausgeschöpft und gegen den Eishockey-Weltverband (IIHF) und dem DEB beim internationalen Sportsgerichtshof Klage erhoben. Die IIHF hatte zur WM 2008 Busch, trotz der Aufforderung der WADA zum Ausschluss, spielen lassen.

Endeffekt kann nun sein, dass Busch doch noch für zwei Jahre beim DEB gesperrt wird. Allerdings äusserte sich DEB-Präsident und Rechtsanwalt Uwe Harnos bisher in die Richtung, dass das Sportgericht feststellen könnte, dass es für eine Urteilsfindung ebenfalls keine rechtliche Grundlage (ähnlich des DOSB-Ad-hoc-Gerichts) gäbe.

Busch wird an der am Freitag beginnenden Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz aber nicht teilnehmen, da ja der Fall bis dato noch nicht abgeschlossen war.

Ob eine eventuelle Sperre auch Einfluss auf die Deutsche Eishockeyliga (DEL) und die Eisbären Berlin haben könnte, bleibt momentan noch fraglich.

Schon vor einer Woche kündigte die DEL-Zentrale eine Pressekonferenz zusammen mit dem DEB, der NADA und der Eishockey-Spielbetriebs-Gesellschaft (ESBG) für den 23. April, also einem Tag nach der Verhandlung in Lausanne, an.

Ist die unendliche Geschichte dann Geschichte? (ovk- Foto by City-Press)



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