Fischtown Pinguins gewinnen erstes „Verwandtschaftsduell“ in KrefeldZehnte Heimniederlage in Serie für Krefeld

Martin Schymainski erzielte das Tor für Krefeld. (Foto: dpa)Martin Schymainski erzielte das Tor für Krefeld. (Foto: dpa)
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Die große Frage vor dem ersten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften im König-Palast war natürlich, ob es den Niederrheinern gelingen würde, die zehnte Heimniederlage in Serie zu vermeiden. Zwar hatten sie am 18. Oktober in Bremerhaven klar gewonnen und am Dienstag in Köln einen deutlichen Beweis ihres Könnens abgeliefert, doch hatte auch der „kleine Vetter“ aus dem Norden mit Auswärtssiegen in Ingolstadt, Nürnberg, München, Köln und Iserlohn überraschend und überzeugend gepunktet und stand in der Tabelle sogar zwei Plätze vor den Seidenstädtern, auf denen ein riesiger Erwartungsdruck lastete: würde man in den drei Heimspielen in den folgenden acht Tagen gegen vermeintlich leichte Gegner nicht reichlich punkten, bedeutete das nicht nur einen herben Dämpfer für die (Pre-)Play-off-Chancen, sondern auch finanzielles Ungemach im Hinblick auf folgende Heimspiele. Angesichts dieser Gefahr hatten die Pinguine in letzter Minute noch den finnischen Verteidiger Mikko Vainonen verpflichtet, um die Stabilität der Abwehr zu erhöhen.

Vainonen kam in der achten Minute erstmalig zum Schuss, verpasste die Scheibe aber. Bis dahin fand das Spiel ausschließlich im Bremerhavener Drittel statt, jedoch stand nur ein Pfostenschuss für die Pinguine zu Buche. Erst in der 13. Minute gab es so etwas wie einen Angriff der Pinguins, der allerdings das 0:1 zur Folge hatte, weil Rob Bordson Niklas Treutles Schläger als Bande benutzte. Die Norddeutschen zogen unnötige Strafzeiten und in Minute 19 konnte Martin Schymainski ausgleichen, aber die Heimmisere der Seidenstädter setzte sich fort: beim zweiten Bremerhavener Angriff nur 46 Sekunden später begleitete man wieder den scheibenführenden Jordan Owens ins eigene Drittel und erlaubte einen Querpass zu Bordson, der dann zu Jack Combs weiterleitete, der zwar von Tim Hambly bewacht, dessen Schläger aber nicht blockiert wurde, so dass er das 1:2 erzielen konnte. Damit war der Spielverlauf total auf den Kopf gestellt.

Die gnadenlose Effizienz der Norddeutschen setzte sich in Drittel zwei fort: den einzigen Angriff in Minute 24 schlossen sie mit dem 1:3 durch Combs ab, der von mangelnder Zuordnung in der Pinguine-Defensive profitierte. Patrick Galbraith, der Treutle ersetzt hatte, konnte den Treffer nicht verhindern. Danach waren die Seidenstädter wohl erst wach, denn nun sah man den ersten Körpereinsatz eines Schwarz-Gelben. Zwei Strafzeiten überstanden die Niederrheiner ohne große Probleme, ein Unterzahl-Konter verpasste die Chance zum Anschlusstreffer. Das Drittelende sah die vierte Krefelder Überzahl, aber keine Ergebnisveränderung.

Als zu Beginn des Schlussdrittels die Fortsetzung der Krefelder Überzahl nur zu einem  Penalty für Daniel Pietta führte, den dieser nicht verwandeln konnte, schwante den Fans, dass wieder einmal die Blockade in den Köpfen der Pinguine einen Erfolg verhindern würde. Zur traurigen Gewissheit wurde diese Ahnung zwischen der 45. und 50. Minute, als eine große Strafe gegen Cody Lampl nur eine mickrige Chance der Pinguine zur Folge hatte. Die Norddeutschen konnten – auch weil die Krefelder sich danach zwei kleine Strafen einhandelten, ihren Vorsprung in aller Ruhe über die Zeit bringen. Die Revanche für die 2:5 Heimniederlage war geglückt.

Tore: 0:1 (13.) Bordson (Bergman, Lampl), 1:1 (19.) Schymainski (Vasiljevs, Collins) PP1, 1:2 (20.) Combs (Bordson, Owens), 1:3 Combs (Welsh, Bergman). Strafen:  Krefeld 8, Bremerhaven 8 + 5 + Spieldauer (Lampl). Schiedsrichter: Brüggemann – Schrader. Zuschauer: 4717.


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