Festung Oberwiesenfeld gefallenStraubing gewinnt in München

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Nach neun Tagen ohne Eishockey hieß es wieder Derbytime am Münchner Oberwiesenfeld. Die Red Bulls, die bis zu diesem Spiel seit sieben Partien zu Hause ungeschlagen waren, empfingen die Straubing Tigers In einem über 60 Minuten spannenden Derby unterlagen die Gastgeber den Niederbayern leistungsgerecht mit 2:3 (0:1, 2:2, 0:0).

Schon von Beginn an sahen die 5140 Zuschauer schnelles und intensives Eishockey, wenn auch geprägt von vielen Flüchtigkeitsfehlern beider Mannschaften. Die Gäste standen sicher in der Defensive und griffen früh Gegner und Scheibe an. Zwingende Torchancen blieben allerdings Mangelware auf beiden Seiten. Vom berüchtigten Derbycharakter sah man bis dahin nur wenig. Erst als der Ex-Münchner Martin Hinterstocker ins beinahe leere Tor traf, war der Geist des prestigeträchtigen Derbys zu spüren.

Mit zunehmender Spieldauer wurde auch von beiden Mannschaften das Tempo und die Aggressivität gesteigert. Folgerichtig erzielte Keith Aucoin für die Red Bulls den längst fälligen Ausgleich. Während die beiden Kontrahenten im ersten Drittel mit Toren geizten, fielen diese daraufhin beinahe im Minutentakt. Dazwischen sorgten die Herren in Schwarz für das wohl größte Missverständnis der laufenden Saison, als ein Straubinger Angreifer in Matt Smaby, der sich gerade in Scheibenbesitz befand, hineinlief und daraus überraschenderweise eine Zwei-plus-zehn-Minuten-Strafe (wegen Checks gegen Kopf und Nacken) zu Lasten von Smaby hineininterpretiert wurde. „Wenn Spieler und Trainer nicht wissen, was jetzt eine Strafe ist oder nicht, ist es schwer einen Spielfluss aufzubauen“, so Tigers-Coach Larry Mitchell. Doch die Red Bulls zeigten sehr gut, wie man damit umgehen muss und konnten trotz der Strafe die Partie lange offen gestalten.

Im letzten Drittel stellten sich die Gäste dann mit Mann und Tiger ins eigene Drittel und brachten die Münchner Offensive ein ums andere Mal zum Verzweifeln. „Straubing hat heute viel Schüsse von uns geblockt und defensiv gut agiert“, so Münchens Coach Don Jackson. Die Red Bulls taten jetzt mehr für das Spiel, jedoch ohne die entscheidende Effektivität im Abschluss. So halfen auch keine Auszeit und Extra-Angreifer. Die Tigers entführten als erste Mannschaft nach sieben Spielen wieder drei Punkte aus München. „Ich gratuliere jedem einzelnen Spieler meiner Mannschaft zu dem, was sie heute geleistet haben. Es war durchweg ein faires Spiel und trotzdem gab es viele Strafen“, so Mitchell.

Tore: 0:1 (19:04) Martin Hinterstocker (Thomas Brandl , Michael Connolly), 1:1 (32:18) Keith Aucoin (Jason Jaffray), 1:2 (33:35) Connor James (Blaine Down, Sean O`Connor/5-4), 2:2 (34:55) Keith Aucoin (Yannic Seidenberg, Jérôme Samson/5-4), 2:3 (38:17) Steven Zalewski (Connor James, Maury Edwards/5-4). Strafen: München 10 + 10 (Matthew Smaby), Straubing 14. Zuschauer: 5140.


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