Festung Augsburg hält auch gegen München stand

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Die Aufeinandertreffen mit München haben für die Augsburger grundsätzlich einen besonderen Stellenwert. Die Rivalität mit der benachbarten Landeshauptstadt ist gewaltig, Niederlagen tun daher besonders weh. Die Erwartungshaltung der Fans, die sich in der Kurve zum Derby mit farbigen Plastik-Umhängen eindrucksvoll in Szene setzten, war entsprechend hoch. Und sie wurden nicht enttäuscht, denn die Panther bleiben vor eigenem Publikum dank eines 2:0-Sieges weiterhin ungeschlagen.  Überschattet wurde das sportliche Geschehen allerdings von der Nachricht, dass Panther-Geschäftsführer Max Fedra am Nachmittag mit Herzproblemen ins Krankenhaus eingeliefert wurde. „Dort finden derzeit genauere Untersuchungen statt“, so die offizielle Mitteilung.

Mit Jeffrey Szwez und dem zuletzt grippegeschwächten Torhüter Tyler Weiman waren zwar zwei Akteure der Panther wieder zurück im Kader, dafür fehlten weiterhin die beiden Verteidiger Justin Fletcher und Petr Macholda, für die beiden half Peter Flache in der Defensive aus. Gegen die bissig zu Werke gehenden Gäste taten sich die Panther in der Anfangsphase ziemlich schwer, doch als dann zwei Münchner auf der Strafbank saßen, sorgte Mario Valery-Trabucco mit einem strammen Schuss von der blauen Linie für die Führung. Nach knapp zehn Minuten verloren die Hausherren mit Patrick Seifert, der nach einem zumindest grenzwertigen Check von hinten durch den früheren Augsburger Martin Schymainski auf dem Eis zusammengebrochen war, den nächsten Abwehrspieler. Der direkt daneben postierte Unparteiische hielt es zunächst nicht einmal für nötig, das Spiel zu unterbrechen. Trotz der eher kampfbetonten Spielweise entwickelte sich dennoch ein schnelles Spiel, in dem beide Seiten durchaus genügend Chancen hatten. Da aber beide Torhüter jeweils auf dem Posten waren, blieb der knappe Spielstand bis zur ersten Pause unverändert.

Zurück auf dem Eis erhöhten die Panther den Druck deutlich und schnürten ihren Gegner minutenlang fast in dessen Drittel ein. Doch trotz aller Bemühungen, konnten sie Jochen Reimer im EHC-Gehäuse zunächst nicht überwinden. So dauerte es bis zur 31. Spielminute, ehe sich die Überlegenheit auch im Ergebnis niederschlug. Unhaltbar abgefälscht durch Sergio Somma fand die Scheibe nach einem Schuss von Christian Chartier den Weg ins Tor. In der Folge warfen nun die Münchner alles nach vorne, doch Tyler Weiman konnte an seine zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen und blieb stets Herr der Lage.

Auch im Schlussabschnitt verlor die Partie nichts von ihrer Intensität. Beide Teams gingen weiter volles Tempo und kämpften um jeden Meter Eis. Die Panther verteidigten ihren Vorsprung clever und sorgten dennoch weiter regelmäßig für Gefahr vor dem Münchner Kasten. Reihenweise verfehlten sie beispielsweise im Powerplay rund zehn Minuten vor Schluss das halbleere Tor, so dass die Gäste von Glück reden konnten, nicht wesentlich deutlicher zurück zu liegen. Auf der anderen Seite reichte es nur noch zu einem Lattentreffer von Stephane Julien, was zugleich den ersten Shutout des Augsburger Goalies bedeutete.            

 Pat Cortina (München): „Die Analyse des Spiels ist recht einfach. Die Mannschaft mit der besseren Einstellung und Moral hat gewonnen. Nicht schlecht ist nicht gut genug für den EHC München.“

 Larry Mitchell (Augsburg): “Wir waren stark in den Zweikämpfen und haben ein gutes Forechecking gespielt, vor allem auch in Unterzahl. Ich möchte vorweg schicken, dass die Schiedsrichter eine gute Leistung geboten haben und Schymainski kein dreckiger Spieler ist, aber die Aktion gegen Patrick Seifert war ein Check von hinten mit einer Gehirnerschütterung als Folge. Es handelt sich um eines der Fouls, die die Schiedsrichter uns vor der Saison gezeigt und darauf hingewiesen haben, dass sie stärker geahndet werden würden, um die Spieler zu schützen.“

Strafzeiten: Augsburger Panther 10;  EHC München 14

Tore: (1:0 / 1:0 / 0:0)

1:0    (06:14)  Valery-Trabucco ( Chartier ; Somma PP2

2:0    (30:15)  Somma ( Chartier ; Roloff )

 

Zuschauer: 4850

Schiedsrichter: Christian Oswald / Stephan Bauer


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