Festival der verpassten Chancen

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Die Spiele der Adler aus Mannheim gegen die Ice Tigers aus Nürnberg waren schon immer besonders, nicht zuletzt weil die Nürnberger in der Historie Spiele während der Saison gewinnen konnten, die entscheidenden PArtien aber in den Play-offs in aller Regelmäßigkeit verloren.

Mögen die Spieler auch andere sein, die Geschichten sind bekannt und so haben die Spiele der beiden Mannschaften immer eine gewisse Brisanz.

So auch gestern Abend. Abtasten war Fehlanzeige, die Nürnberger legten los wie die Feuerwehr, die Adler hatten so ihre Probleme. Eine Strafzeit gleich zu Beginn des ersten Drittels gegen Mannheim hatte aber motivierende Wirkung und half den Adlern, sich ins Spiel zu kämpfen, die 7.635 in der SAP Arena sahen ein aufregendes Spiel. Mannheim schnörkellos und robust in Angriff und Verteidigung, Nürnberg technisch beschlagener mit direktem Zug zum Tor, die Gebrüder Leeb wie gewohnt ein ständiger Unruheherd.

Der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften war heute, dass die Ice Tigers das Kampfspiel der Adler nicht mit der letzten Konsequenz annahmen, zu viel auf spielerische Art und Weise lösen wollten und dadurch ein ums andere Mal die Scheibe und die Übersicht verloren. Eine solche Situation nutzte Nathan Robinson in Überzahl durch konsequentes Nachsetzen zum 1:0 für seine Farben in der 6. Minute. Dieses 1:0 hatte Bestand bis ins dritte Drittel, wenn man dieses Spiel gesehen hat, eigentlich nicht zu glauben. Chancen en masse auf beiden Seiten, mal mehr auf Nürnberger, mal mehr auf Mannheimer Seite. Rassige Torraumszenen gab es viele, aber zwei ausgezeichnete Torleute, Abschlusspech oder Ungenauigkeit beim finalen Zuspiel verhinderten bis dahin einen anderen Spielstand.

In der 42. Minute war es dann Rob Leask, der einen der immer wütender vorgetragenen Angriffe der Nürnberger mit dem Ausgleich abschloss. Das war gleichzeitig das Startzeichen für eine Nürnberger Schlussoffensive, sie wollten zuviel und wurden von den in dieser Situation überlegter spielenden Adlern klassisch ausgekontert. Hatte Ronny Arendt bis dahin schon zwei, drei gute Chancen, so nutzte er seine dritte in der 49. Minute zum 2 : 1 für die Adler mit solch einem fulminanten Schuss, dass Schiedsrichter Marcus Brill den Videobeweis bemühen musste, bevor er dieses Tor gab, das letzte des Spiels.

Verdient oder glücklich gewonnen, spielt bei dieser Partie keine Rolle. Beide Mannschaften hatten die Chancen, das Eis als Sieger zu verlassen, in diesem Fall waren es die Adler aus Mannheim. Spannend war es allemal.

Gerd Kositzki


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